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Motive und Hemmnisse für betriebliches Gesundheitsmanagement


Montag, 23. August 2010

Motive und Hemmnisse für betriebliches Gesundheitsmanagement


Mann gefesseltDas Tagesgeschäft hat Vorrang, es ist weder genügend Geld noch Personal vorhanden oder andere Themen sind einfach wichtiger - das sind die wichtigsten Gründe, die mittelgroße Unternehmen davon abhalten, ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) einzuführen. Im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) wurde eine repräsentative Befragung unter 500 Betrieben mit 50 bis 499 Beschäftigten zum Thema BGM durchgeführt. Die Studie zeigt neben den Hemmnissen auch die Motive von Unternehmen auf, ein betriebliches Managementsystem einzurichten.

Fast vierzig Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten in Betrieben mit 50 bis 499 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Anders als in großen Unternehmen ist die Verbreitung von Gesundheitsmanagement-Systemen in mittelgroßen Unternehmen bislang unzureichend erforscht. Die Initiative Gesundheit und Arbeit hat daher eine Studie mit dem Titel „Motive und Hemmnisse für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)" in Auftrag gegeben. Befragt wurden der/die GeschäftsführerIn und der/die PersonalleiterIn oder, falls vorhanden, die für BGM verantwortliche Person.

In fast 36 % der untersuchten Betriebe gibt es bereits ein BGM. Allerdings stellt das BGM nur in 20 % dieser Betriebe eine eigene Maßnahme dar. Meist wird das BGM in den Arbeitsschutz integriert. Als Gründe für die Einführung eines BGM geben fast 90 % der Unternehmen die soziale Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern an. Die Unterstützung durch Krankenkassen (46 %) und hohe Fehlzeiten (44 %) liegen auf Platz zwei und drei der Gründe.

Mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement zielen die Unternehmen in der Regel auf
• eine bessere Gesundheit der Mitarbeiter,
• eine höhere Leistungsfähigkeit,
• die Steigerung der Arbeitsmotivation und
• die „Verbesserung der Arbeitsbedingungen".

Bedeutend für die Akteure der Prävention und Gesundheitsförderung dürften die Hindernisse sein, denen sich Unternehmen gegenübersehen: fast ein Viertel der Befragten gab an, den konkreten Bedarf für ein betriebliches Gesundheitsmanagement nicht zu kennen und nicht zu wissen, wo angesetzt werden könne. Dieses Informationsdefizit betrifft vorwiegend die kleineren Unternehmen mit 50 bis 99 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die größeren Unternehmen mit 200 bis 499 Angestellten nennen als Hindernis vor allem den Vorrang des Tagesgeschäfts.


Die Studie „Motive und Hemmnisse für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)" der Initiative Gesundheit und Arbeit finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Initiative Gesundheit und Arbeit finden Sie hier.





Seite erstellt am: 23.08.2010 13:17:00
Autor der Seite: Felix Lüken