BVPG Logo

August 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

betriebliche Gesundheitsförderung ist nach wie vor ein großes Thema - dies hat nicht zuletzt unsere Befragung der BVPG-Mitglieder und Newsletter-Abonnenten zur Öffentlichkeitsarbeit der Bundesvereinigung im April und Mai 2010 ergeben. Von zunehmender Bedeutung sind dabei besonders die psychischen Erkrankungen. Mehrere Studien belegen, dass immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an einer Depression oder einer anderen psychischen Störung erkranken. Der August-Newsletter widmet sich diesen Untersuchungen und geht zudem der Frage nach, wie Kleinst-, kleine und mittelgroße Unternehmen den Zugang zur betrieblichen Gesundheitsförderung leichter finden können.

Viel Spaß beim Lesen -

Ihre Redaktion

gepunktete Linie

Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

gepunktete Linie

Weiterer Ausbau der betrieblichen Gesundheitsförderung notwendig

Der Staat fördert die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) durch steuerliche Vergünstigungen. Dennoch gibt es in zahlreichen Unternehmen immer noch keine Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen tun sich häufig schwer mit der Umsetzung von BGF-Maßnahmen. Im Interview erklärt die Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) Helga Kühn-Mengel, welche die dringlichsten Themen der betrieblichen Gesundheitsförderung sind und wie kleine und mittlere Unternehmen besser erreicht werden können.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Arbeitsbedingungen und Depression - Neue Studie untersucht Zusammenhang

Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage auf Grund psychischer Erkrankungen nimmt in den letzten Jahren zu. Hierauf verweist eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Doch lassen sich die Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und seelischen Gebrechen objektiv nachweisen? Bisherige Studien basierten häufig alleine auf Selbstauskünften der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat nun einen Forschungsbericht veröffentlicht, der anhand objektiver Kriterien den Einfluss unterschiedlicher Arbeitsbedingungen auf die Entstehung von Depressionen untersucht.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Starker Anstieg der Verordnung von Antidepressiva bei Erwerbstätigen

33 Prozent - um diesen Anteil stieg die Verordnung von Antidepressiva bei den sozialversicherungspflichtig beschäftigten oder arbeitslosen Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) zwischen 2006 und 2009. Mit ihrem Jubiläums-Gesundheitsreport stellt die TK Daten über die erste Dekade des 21. Jahrhunderts zu Arbeitsunfähigkeitstagen (AU-Tage), zum Krankengeldbezug und zu Arzneimittelverordnungen bei Erwerbspersonen zur Verfügung. Dabei wird deutlich, dass es insbesondere bei den Behandlungen wegen psychischer Erkrankungen zu erheblichen Steigerungen gekommen ist.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Betriebliche Gesundheitsförderung bei Selbstständigen

Der Gesundheit der Unternehmerin oder des Unternehmers kommt in Ein-Personen-Unternehmen und Kleinstbetrieben eine existenzielle Bedeutung zu: erkrankt die Betriebsinhaberin/der Betriebsinhaber, liegt das Geschäft brach. Bisher werden diese Betriebe von den Akteuren der Prävention und Gesundheitsförderung jedoch kaum erreicht. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt PräTrans untersucht, welchen Einfluss Kammern und Fachverbände auf die gesundheitliche Prävention in Klein- und Ein-Personen-Unternehmen haben können.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Motive und Hemmnisse für betriebliches Gesundheitsmanagement

Das Tagesgeschäft hat Vorrang, es ist weder genügend Geld noch Personal vorhanden oder andere Themen sind einfach wichtiger - das sind die wichtigsten Gründe, die mittelgroße Unternehmen davon abhalten, ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) einzuführen. Im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) wurde eine repräsentative Befragung unter 500 Betrieben mit 50 bis 499 Beschäftigten zum Thema BGM durchgeführt. Die Studie zeigt neben den Hemmnissen auch die Motive von Unternehmen auf, ein betriebliches Managementsystem einzurichten.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Informationen zur Gesundheitsförderung in kleinen und mittleren Unternehmen

Der Großteil der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeitet in einem kleinen oder mittleren Unternehmen (KMU) - fast 80%. Oft fehlt es den Unternehmen aber an Informationen, wie sie die Arbeitsbedingungen ihrer Angestellten gesundheitsförderlich gestalten können und welche Unterstützungsangebote es gibt. Auf der Homepage des Deutschen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) findet sich eine Sammlung mit Informationen der Handwerkskammern, der Unfallversicherung und anderer relevanter Akteure.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Evaluationssystem der gesetzlichen Krankenkassen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Ein "kurzes, leicht handhabbares Evaluationssystem" der gesetzlichen Krankenkassen soll die Wirksamkeit der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) untersuchen. Entwickelt wurde das Instrumentenset vom Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und von der Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Forschung in der Medizin (GESOMED). Erste Überprüfungen der Praxistauglichkeit weisen leider auf eine noch begrenzte Akzeptanz in den Betrieben hin.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Weitere Artikel zur betrieblichen Gesundheitsförderung

"Steigende Zahl psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeitstage"

Link zum ganzen ArtikelPfeil

"Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung: Probleme und Interessen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer"

Link zum ganzen ArtikelPfeil

"Betriebliche Gesundheitsförderung zur Änderung des Lebensstils zeigt Erfolge bei Risikogruppen"

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Terminankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

Fachtagung "Gesundheitsrisiko Erwerbslosigkeit"; Regionaler Knoten Hamburg, Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V., u.a.; 10. September 2010; Hamburg.Link ...

Fachtagung "Bewegung im Alltag - eine unterschätzte Ressource in der Gesundheitsförderung"; Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung e.V.; 16. September 2010; Frankfurt.Link ...

Konferenz "Global - Gerecht - Gesund"; Gesundheit Berlin-Brandenburg und medico international; 17.-18. September 2010; Berlin.Link ...

7. Tagung des DNBGF-Forums "Arbeitsmarktintegration und Gesundheitsförderung"; Deutsches Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF); 20. September 2010; Essen.Link ...

Fachtagung "Präsentismus: Ursachen - Messung - Intervention"; Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Bielefeld e.V. (ZWW); 07. September 2010; Bielefeld.Link ...

Tagung "Prävention und Gesundheitsförderung - Anspruch und Wirklichkeit"; Kneipp-Bund e.V., DAMiD e.V. und BARMER GEK; 20. Oktober 2010; Berlin. Link ...


Außerdem möchten wir Sie auf folgende Ausschreibungen hinweisen:

Gesundheitsberichterstattung des Bundes; Robert Koch-Institut; ausgeschrieben sind zwei Expertisen, die die Grundlage für die Kapitel "Lebensformen und Familie" und "Männerspezifische Prävention und Gesundheitsförderung" des Gesundheitsberichtes bilden sollen. Der Antrag muss bis zum 24. September 2010 eingereicht werden. Nähere Informationen finden Sie hier.

Out of the Box Prize 2010; Community Tool Box; mit dem Preis werden weltweit Initiativen ausgezeichnet, die zur Verbesserung der kommunalen Gesundheit und Entwicklung beitragen. Der erste Platz umfasst ein Preisgeld von 5.000 US-Dollar und eine für den Gewinner gestaltete Homepage im Wert von 2.000 US-Dollar. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2010. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wrigley Prophylaxe Preis 2011; Wrigley Oral Healthcare Programs; ein Gesamtpreis von 10.000 € wird für medizinische Forschung und Umsetzung der zahnmedizinischen Prävention in der Praxis und im öffentlichen Gesundheitswesen verliehen. Bewerbungsschluss ist der 01. März 2011. Nähere Informationen finden Sie hier.

gepunktete Linie

Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter kt@bvpraevention.de.

gepunktete Linie