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September 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

die Wissensbasis für Akteurinnen und Akteure der Prävention wird zusehends breiter und fundierter: Das Robert Koch-Institut hat Daten seiner telefonischen Befragung von mehr als 21.000 Personen zu Gesundheit und Gesundheitsverhalten veröffentlicht, das Institut für Demoskopie Allensbach hat seinen "Monitor Familienleben 2010" herausgegeben und der GKV-Spitzenverband hat den "Leitfaden Prävention" überarbeitet. Diese Informationen haben wir um weitere Artikel zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ergänzt.

Viel Spaß beim Lesen -

Ihre Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

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Leitfaden Prävention überarbeitet

Konkreter und verbindlicher zu sein - das ist das Ziel des überarbeiteten "Leitfadens Prävention" des GKV-Spitzenverbandes (GKV). Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Ausschlusskriterien für die Förderung präventiver Maßnahmen durch die gesetzlichen Krankenkassen genauer definiert. Weitere Änderungen betreffen die Anpassung der mengenmäßigen Vorgaben der Präventions- und Gesundheitsförderungsziele der GKV und die Berücksichtigung neuer Erkenntnisse aus dem Setting Schule und aus der Prävention von Rückenleiden.

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Gesundheitsdaten von mehr als 21.000 Personen

21.262 Frauen und Männer aus allen Regionen der Bundesrepublik haben an der telefonischen Befragung GEDA 2009 zum Thema "Gesundheit und Gesundheitsverhalten" des Robert Koch-Instituts (RKI) teilgenommen. Die ersten Ergebnisse: Jüngere sind seltener chronisch krank als vor ein paar Jahren, der Anteil der sportlich sehr Aktiven ist in den letzten Jahren gestiegen und fast jeder Zehnte in der Bevölkerung hat eine erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung.

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Gesundheitliche Lage der Bevölkerung im Erwerbsalter

Dass Frauen im Durchschnitt länger leben als Männer, ist bekannt - weniger bekannt ist, dass sich der Unterschied in den Lebenserwartungen in den letzten Jahren deutlich verringert hat. Statt 6,5 Jahre, wie zu Beginn der 90er Jahre, leben Frauen im Mittel "nur" noch 5,2 Jahre länger als Männer. Daten wie diese finden sich im neuen "Fehlzeiten-Report 2010". Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung des Robert Koch-Instituts (RKI) fassen in ihrem Beitrag die neuesten Erkenntnisse zur gesundheitlichen Lage und zum Gesundheitsverhalten der Bevölkerung im Erwerbsalter zusammen.

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Monitor Familienleben 2010

Mehr Zeit für die Familie! - so können die Ergebnisse des "Monitors Familienleben 2010" zusammengefasst werden. Nur etwa 20 % der Bevölkerung haben den Eindruck, dass sich das Familienleben in Deutschland gut mit dem Beruf vereinbaren lässt. Zwei Drittel der berufstätigen Väter mit Kindern unter 18 Jahren wünschen sich kürzere Arbeitszeiten, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Besonders stark von Vereinbarkeitsproblemen sind Mütter betroffen. Mehr als 60 % von ihnen wünschen sich daher Ganztagsangebote für Kindergärten und Schulen.

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Familieninitiative für einen besseren Start ins Leben

Präventionsangebote rund um die Geburt bietet das "Netzwerk Gesund ins Leben", ein Verbund von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden, die sich mit Ernährung, Gesundheit und Allergien befassen. Ziel des Netzwerks ist es, dem Trend von Übergewicht und Allergien in Deutschland mit effektiven Maßnahmen entgegen zu wirken. Diese sollten bereits in der Schwangerschaft beginnen.

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Folgen sozialer Ungleichheit für die Kinder- und Jugendgesundheit

Erstmals liefert eine Studie repräsentative Ergebnisse zu den Folgen von geringem Einkommen, Bildungsgrad und sozialer Teilhabe der Eltern auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) haben dazu die Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) vor dem Hintergrund des sozialen Status analysiert. Das Ergebnis: Kinder und Jugendliche mit einem niedrigen Sozialstatus sind vielfach gesundheitlich benachteiligt.

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Englische Kinderstudie: Körperliche Passivität macht nicht dick, sondern Übergewicht führt zu Passivität

Das "Henne-Ei"-Problem in der Perspektive der Übergewichtsforschung lautet: Verursacht körperliche Passivität Übergewicht und Adipositas oder ist es genau umgekehrt, dass Übergewicht zu einem Mangel an Bewegung führt? Die Frage ist nicht ganz so akademisch und haarspalterisch, wie es zunächst scheint: Im ersten Fall wäre mehr Sport und Bewegung die Gesundheitsförderungs-Maxime erster Wahl, im zweiten Fall sollte man eine gesündere Ernährung in den Vordergrund stellen. Eine Kohortenstudie, die jetzt in der Zeitschrift "Archives of Disease in Childhood" veröffentlicht wurde, gibt vor, das Problem gelöst zu haben: unzureichende körperliche Aktivität, so konstatieren die Forscher, ist eine Folge des Übergewichts bei Kindern.

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JOB&FIT-Symposium 2010

Neue Ansätze des betrieblichen Gesundheitsmanagements standen im Fokus des diesjährigen JOB&FIT-Symposiums. Gemeinsam mit Fünf am Tag e.V. veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) Mitte September eine Konferenz, die sich insbesondere an Personen aus der Praxis der betrieblichen Gesundheitsförderung richtete. Neben Vorträgen, die sich grundlegend mit der Notwendigkeit eines betrieblichen Engagements für Gesundheit auseinandersetzten, wurde ein Schwerpunkt auf konkrete Praxisansätze gelegt.

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Alternsmanagement im Betrieb

Die "Rente mit 67", der Fachkräftemangel und die Alterung der Bevölkerung - alle diese Entwicklungen haben Einfluss auf die Personalstruktur von Unternehmen. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen sich Personalabteilungen und Unternehmensleitungen Konzepte überlegen, wie sie mit dem demographischen Wandel umgehen können. Mirko Sporket vom Max Planck Institut für Demografische Forschung in Rostock nennt in seinem Beitrag zum "Fehlzeiten-Report 2010" die Grundlagen des Alternsmanagements und gibt Beispiele für "gute Praxis".

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Kurz-Expertise zur kommunalen Prävention für Ältere

Prävention und Gesundheitsförderung im Setting Kommune sind der Ausgangspunkt einer vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Kurz-Expertise, die sich mit den strukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Gesundheitsförderung für ältere Menschen befasst. Die Pädagogin Andrea Kuhlmann vom Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund stellt in ihrer Expertise die Gesundheitspotenziale der älteren Bevölkerungsgruppe dar und zeigt auf, welche Ansatzpunkte Präventionsmaßnahmen in Kommunen verfolgen sollten.

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Mehr Fahrradfahren und Walking: Geringere Gewichtszunahme bei Frauen

In einer Studie im Rahmen der sogenannten "Nurses' Health Study II" wurde im Zeitablauf von 1989 bis 2005 überprüft, ob körperliche Aktivitäten (Walking, Fahrradfahren) davor schützen, dick zu werden. Zentrales Ergebnis ist: Alle Frauen nahmen im 16-Jahres-Zeitraum an Körpergewicht nicht unerheblich zu (Durchschnitt: 9,3 kg). Auch häufige Spaziergänge schützten davor nicht, wohl aber strammes Walking und auch Fahrradfahren. Bei Frauen, die diese Aktivitäten regelmäßig betrieben, fiel die Gewichtszunahme unterdurchschnittlich aus und lag etwa um 1,4 bis 1,8 kg niedriger.

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BVPG-Öffentlichkeitsarbeit auf Erfolgskurs

Die Inhalte und Informationswege der BVPG treffen auf Zustimmung, aber es gibt auch Vorschläge, wie die BVPG ihre Öffentlichkeitsarbeit noch besser machen könnte. Das ist das Fazit der in der ersten Jahreshälfte durchgeführten Online-Befragung der Bundesvereinigung.

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Terminankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

Tagung "Gesund von klein auf - Verwirklichungschancen von allen Kindern verbessern"; AOK-Bundesverband und Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB); 07. Oktober 2010; Berlin. Link ...

Konferenz "Bewegungsförderung 60+: Im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis"; Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW; 26. Oktober 2010; Essen. Link ...

Expertenworkshop "Bewegungsförderung für Ältere im Wohnumfeld - Entwicklung von praxisnahen Empfehlungen"; Zentren für Bewegungsförderung Hessen, Sachsen und Thüringen; 27. Oktober 2010; Erfurt. Link ...

Fraunhofer Innovationsforum 2010 "Demografie + Gesundheitsressourcen"; Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern e.V. (BIC), Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) und Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V.; 04. November 2010; Leipzig. Link ...

Seminar "Umsetzung eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements - Wie wird's richtig gemacht?"; AHAB-Akademie GmbH; 08.-13. November 2010; Berlin. Link ...


Außerdem möchten wir Sie auf folgende Ausschreibungen hinweisen:

5. Bundeswettbewerb "Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention"; Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Drogenbeauftragte der Bundesregierung mit Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände und des GKV-Spitzenverbandes; das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautet "Suchtprävention für Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenslagen. Ziel des Wettbewerbs ist es, hervorragende kommunale Aktivitäten und Maßnahmen zu identifizieren, auszuzeichnen und der Öffentlichkeit zu präsentieren, um zur Nachahmung anzuregen. Das Preisgeld beläuft sich auf insgesamt 60.000 Euro. Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 17. Januar 2011 eingereicht werden.Link ...

BKK-Preis "Vorbildliche Praxis 2010"; Kooperationsverbund Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten und BKK Bundesverband. Unter dem Titel "Gesund alt werden: Selbstbestimmt wohnen und aktiv bleiben" werden in diesem Jahr bundesweit Angebote ausgezeichnet, die ein gesundheitsförderliches und selbstbestimmtes Leben älterer Menschen fördern; gekürt werden drei Gewinner, die jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro erhalten. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 01. November 2010 eingereicht werden. Link ...

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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter kt@bvpraevention.de.

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