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Januar 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

das epidemische Ausmaß von Übergewicht und Adipositas führt weltweit - und so auch in Deutschland - zu Handlungsdruck in allen gesellschaftlichen Systemen. Vor allem Politik und Wissenschaft sind gefordert, zur Lösung dieses Gesundheitsproblems beizutragen. Der Komplexität der Herausforderung entspricht die Vielfalt der Forschungsansätze und -ergebnisse sowie der politischen Programme, die (noch) nicht immer ein einheitliches und widerspruchsfreies Ganzes ergeben und sich zunächst nur dahingehend zusammenfassen lassen, dass Erfolge einen "langen Atem" brauchen. Das zeigen auch die Beiträge in diesem Newsletter, die einen ganz weiten Bogen spannen: von der Bedeutung des Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Schwangeren bis hin zu Policy-Empfehlungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Thematik "Ernährung und Bewegung" bleibt also praktisch wie theoretisch spannend - und auf keinen Fall folgenlos.

Viel Spaß beim Lesen -

die Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

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Interview: Übergewicht verhindern - bereits im Mutterleib!

Übergewicht und Fettleibigkeit entwickeln sich in vielen Ländern zu Gesundheitsproblemen mit epidemischem Ausmaß. Bereits 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben Übergewicht. Die Weichen werden früh gestellt - allerdings nicht erst in der Kindheit, sondern bereits im Mutterleib. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen, dass Einflüsse kurz vor und nach der Geburt für Adipositas prägend sein können. So bedeutet eine hohe Gewichtszunahme in der Schwangerschaft (>20kg) ein verdoppeltes Adipositas-Risiko für die Kinder. "Perinatale Prävention" richtet sich daher auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der werdenden Mütter. Mehr zu dieser Thematik im Interview mit Frau Kühn-Mengel, Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) und Frau Dr. Lambeck, Geschäftsführerin der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb).

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Fit not Fat: OECD-Studie zu Fettleibigkeit und ihrer Prävention

Fettleibigkeit hat in den 34 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) das Ausmaß einer Volkskrankheit angenommen: Jede/r Zweite ist übergewichtig und jede/r Sechste fettleibig. Auch Kinder sind zunehmend betroffen - jedes dritte ist inzwischen übergewichtig. Diese Entwicklung geht mit enormen Gesundheitskosten einher. Das zentrale Ergebnis der OECD-Studie: Durch eine abgestimmte Präventionsstrategie könnte bei moderaten Kosten Fettleibigkeit wirksam bekämpft werden.

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Gesund jung?! - Ernährungs- und Bewegungsverhalten zwischen 14 und 17

In der Jugend werden Verhaltensweisen erlernt, die sich im Erwachsenenalter oft verfestigen. Das gilt auch für den Bereich der Gesundheit. Aus diesem Grund sollte Prävention möglichst frühzeitig einsetzen - sie hat lebenslange Auswirkungen. Das aktuelle "Weißbuch Prävention" der KKH-Allianz "Gesund jung?! Herausforderung für die Prävention und Gesundheitsförderung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen" bietet Zahlen, Daten und Fakten zur Jugendgesundheit - u.a. zu jugendlichem Ernährungs- und Bewegungsverhalten - und zeigt auf, wie gesundheitlichen Risiken und Erkrankungen durch Prävention begegnet werden kann.

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Prävention von Übergewicht bei Kleinkindern: Erfolgreich nur mit langem Atem

Ein australisches Projekt zur Prävention von Übergewicht bei Kleinkindern hat jetzt Erfolge gezeigt - allerdings sind die Voraussetzungen für solche Erfolge nach Darstellung der Wissenschaftler durchaus aufwendig: notwendig sind nämlich ein langer (fachlicher wie politischer) Atem, veränderte kommunale Angebotsstrukturen und eine Vielzahl von Partnern und Interventionen. Die australischen Wissenschaftler aus dem "WHO Collaborating Centre for Obesity Prevention" an der Deakin University bezeichnen ihr Projekt zur Prävention und Bekämpfung von Übergewicht bei Kleinkindern als die "erste erfolgreiche präventive Intervention auf Gemeindeebene".

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Cochrane-Metaanalyse zur Prävention von Übergewicht bei Kindern - nur eine einzige erfolgreiche Interventionsstudie vorhanden?

Weder längerfristig angelegte randomisierte kontrollierte Interventionsstudien zur Prävention von Übergewicht bei Kindern, noch eher kurzfristig ausgerichtete Maßnahmen erwiesen sich in der Metaanalyse einer Cochrane-Wissenschaftlergruppe als wirksam. Einzige wirkliche Ausnahme war eine multimedial angelegte Studie.

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WHO-Publikation "Global Recommendations on Physical Activity for Health"

Bewegungsmangel ist in vielen Ländern ein zunehmendes Problem - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Häufigkeit von nicht übertragbaren Krankheiten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört Inaktivität weltweit zu den wichtigsten gesundheitlichen Risikofaktoren. Der Fokus der WHO-Publikation "Global Recommendations on Physical Activity for Health" (etwa: Umfassende Empfehlungen für gesundheitsfördernde körperliche Aktivität) richtet sich daher auf die Prävention von nicht übertragbaren Folgeerkrankungen von Bewegungsmangel. Primäre Ansprechpartner für diese Empfehlungen sind politische Entscheidungsträger auf nationaler Ebene.

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IDEFICS - Ein EU-Projekt zur Prävention von Übergewicht bei Kindern geht 2011 zu Ende

Die "IDEFICS"-Studie ist die derzeit größte europäische Studie zum Thema Übergewicht bei Kindern im Alter von 2-10 Jahren. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher haben in den vergangenen fünf Jahren im Auftrag der Europäischen Kommission daran gearbeitet, die Auswirkungen von Ernährung und Lebensstil auf die Gesundheit von Kindern und Kleinkindern zu identifizieren. 2011 endet das Projekt. Die Ergebnisse sollen in Ernährungs- und Verhaltensrichtlinien einfließen.

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"So is(s)t Deutschland" - Nestlé-Studie 2011

Mit der aktuellen Studie "So is(s)t Deutschland" legt Nestlé zum zweiten Mal eine Untersuchung über das Ernährungsverhalten der deutschen Bevölkerung vor. Die zentralen Ergebnisse: Das Essverhalten wird zunehmend durch eine "Entstrukturierung des Alltags" geprägt, gesunde Ernährung gewinnt für die Bevölkerung an Bedeutung, der Preis ist nicht mehr alleine entscheidend und regionale Produkte haben einen höheren Stellenwert als Bioprodukte.

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"Aktiv bis 100" - Bewegungsangebote für Hochaltrige am Wohnort

Bewegungsangebote für zu Hause lebende Hochaltrige zu schaffen ist das Ziel des Projekts "Aktiv bis 100" des Deutschen Turner-Bundes (DTB). Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zielgruppe sind Menschen über 80 Jahren, die mit Hilfe von so genannten "Bewegungsgruppen" befähigt werden sollen, möglichst lange selbständig und ohne fremde Hilfe zu Hause leben zu können. Das Frankfurter Netzwerk "Aktiv bis 100" wurde von der Stadt Frankfurt für seine Bemühungen mit dem Sportpreis ausgezeichnet.

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"Alkohol? Weniger ist besser!" - Aktionswoche Alkohol vom 21. - 29. Mai 2011

In Deutschland wird zu viel Alkohol getrunken. Rund 10 Liter reinen Alkohols pro Jahr konsumieren jeder und jede Deutsche, vom Neugeborenen bis zur über 100-Jährigen. Statistisch betrachtet. Der effektive Konsum aller tatsächlichen Konsumenten ist also noch weitaus höher. Selbstverständlich liegt Deutschland damit auch bei den Folgen in der weltweiten Spitzengruppe: Alkoholbedingte Todesfälle, alkoholbedingte Kriminalität, alkoholbedingte Unfälle, "alles Spitze". Aktive, Mitwirkende und Träger der Aktionswoche Alkohol haben sich vor diesem Hintergrund für eine eindeutige Aussage entschieden: "Alkohol? Weniger ist besser!"

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Besondere Ankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

Welt-Krebstag; Deutsche Krebshilfe e.V.; 4. Februar 2011.Link ...

Fachtagung "Gesundheit im Alter - Herausforderungen und Strategien in der Gesundheitsförderung"; LIGA.NRW - Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen; 10. Februar 2011; Düsseldorf. Link ...

Seminar "Krankenkassen als Kooperationspartner"; Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE); 19.-20. März 2011; Mülheim/Ruhr. Link ...

5th European Conference on Tobacco or Health; Dutch Cancer Society; European Cancer Leagues; STIVORO; 28.-30. März 2011; Amsterdam (Niederlande). Link ...


Außerdem möchten wir Sie auf folgende Ausschreibungen hinweisen:

Helmut-Stickl-Preis 2011; Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V.; Ausgezeichnet werden "niedergelassene Ärzte, Medizinjournalisten oder andere engagierte Personen, die sich im Laufe der letzten fünf Jahre im Bereich des Impfwesens besondere Verdienste erworben und den Impfgedanken gefördert haben." Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und kann nicht geteilt werden. Die Bewerbungsfrist endet am 05. Mai 2011. Link...

AARP Best Employers for Workers Over 50 Award - International; American Association of Retired Persons (AARP); Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.; Das Demographie Netzwerk e.V; Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund; Mit ihrem Arbeitgeberpreis würdigt die AARP Unternehmen außerhalb der USA, die "wegweisende Maßnahmen zur Integration älterer Beschäftigter umsetzen und sich auf beispielhafte Weise den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen" Für den Preis können sich neben Unternehmen auch Behörden und andere Organisationen bewerben - unabhängig von Größe und Branche. Die Bewerbungsfrist endet am 22. April 2011.Link ...

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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als BVPG-Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter info@bvpraevention.de.

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