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Mai 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

das Thema des diesjährigen Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai in Deutschland lautet "Flickenteppich Deutschland - Was läuft schief beim Nichtraucherschutz?". Die im "Aktionsbündnis Nichtrauchen" (ABNR) zusammengeschlossenen großen Gesundheitsorganisationen richten das Augenmerk vorrangig auf den Schutz vor Passivrauchen, da bei diesem Thema der "Flickenteppich" mit seinen vielen Regelungs-Ungereimtheiten besonders deutlich zu Tage tritt.

Obwohl sich Deutschland durch die Ratifizierung der internationalen "Framework Convention on Tobacco Control (FCTC)" in 2004 zu einem umfassenden Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens verpflichtet hat, sind wir sieben Jahre später immer noch weit davon entfernt.

Und das, obwohl repräsentative jährliche Bevölkerungsumfragen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Heidelberg, seit 2005 z.B. eine kontinuierlich steigende Zustimmung zu ausnahmslos rauchfreien Gaststätten zeigen: inzwischen, in 2011, sind es gut drei Viertel der Bevölkerung!

Aus Sicht der Gesundheitsexpertinnen und -experten wäre die beste Lösung ein bundeseinheitlicher, konsequenter Nichtraucherschutz. Solange dieses Ziel jedoch noch nicht erreicht ist, sind die Länder, deren Nichtraucherschutzgesetze immer noch Ausnahmen von einem umfassenden Rauchverbot vorsehen, gefordert, diese Lücken schnellstmöglich durch eine konsequente Landes-Gesetzgebung nach dem Vorbild Bayerns und des Saarlandes zu schließen.

Viel Spaß beim Lesen -

die Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

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Welt-Nichtrauchertag 2011: 'Flickenteppich' Deutschland - Was läuft schief beim Nichtraucherschutz?

Der diesjährige Welt-Nichtrauchertag macht darauf aufmerksam, dass der Nichtraucherschutz in Deutschland einem "Flickenteppich" gleicht. Die gesetzlichen Regelungen zum Schutz der nichtrauchenden Bevölkerungsmehrheit, die sowohl über verschiedene Bundesgesetze als auch über die Nichtraucherschutzgesetze der Länder erfolgen, lassen viele Schlupflöcher und Hintertürchen offen. Insbesondere die Landesgesetze mit ihren unterschiedlichen Ausnahmeregelungen - vor allem bei den Bestimmungen zu Rauchverboten in der Gastronomie - sorgen für Verwirrung und zweifelhafte Kreativität bei ihrer Umgehung.

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Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zur Umsetzung des Nichtraucherschutzes in Nordrhein-Westfalen

In jeder dritten Gaststätte wird immer noch geraucht. Die Mehrzahl der Restaurants ist zwar rauchfrei, in Kneipen und Bars kann man allerdings nur selten qualmfrei sein Bier genießen. Es gibt zudem eine Vielzahl an Verstößen gegen die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere bei Rauchergaststätten und Diskotheken. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich eine gemeinsam vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im März 2011 vorgestellte Studie, die die Gesetzeslücken und die Vollzugsprobleme des Nichtraucherschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen sehr deutlich macht.

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Deutschland Schlusslicht bei Tabakkontrolle

Die vierte Auflage der europäischen Tabak-Kontroll-Skala (TCS) stellt Deutschland ein Armutszeugnis bezüglich der Aktivitäten zum Schutz von Nichtrauchern aus: Von 31 im Rahmen der Studie untersuchten Ländern belegt Deutschland lediglich den 26. Rang vor den Schlusslichtern Ungarn, Tschechien, Luxemburg, Österreich und Griechenland. Großbritannien, Irland, Norwegen und Island sowie Tabakkontroll-Neuling Türkei führen die Liste an, weil sie erfolgreich zahlreiche Maßnahmen zum Schutz ihrer nichtrauchenden Bevölkerungsmehrheit umgesetzt haben. Die TCS misst die Aktivitäten der EU-Länder in der Tabakkontroll-Politik, beispielsweise die Besteuerung von Tabakwaren, vollständige Rauchverbote in öffentlichen Räumen einschließlich der Gastronomie sowie gesetzliche Werbeverbote.

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'Flickenteppich' Deutschland: Regelungs-Wirrwarr bei Bundes- und Landesgesetzen erschwert wirksamen Nichtraucherschutz

Anlässlich des Welt-Nichtrauchertages (WNRT) ist eine neue Ausgabe der ABNR-Positionen 5/2011 erschienen. Thema der Ausgabe ist gleichlautend mit dem WNRT-Thema der rechtliche "Flickenteppich" zum Nichtraucherschutz in Deutschland. Im Mittelpunkt der Publikation des ABNR (Aktionsbündnis Nichtrauchen) stehen die Bestimmungen zum "Schutz vor Passivrauchen". Fazit der Veröffentlichung: Die bestehenden Regelungen in Bundes- und unterschiedlichen Landesgesetzen zum Nichtraucherschutz garantieren aufgrund vielfältiger Ausnahmeregelungen keinen wirksamen Schutz der nichtrauchenden Bevölkerungsmehrheit. Das ABNR appelliert daher an die politischen Entscheidungsträger, die bestehenden Ausnahmen zu streichen und Schlupflöcher und Hintertürchen zu schließen.

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Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) - Nur 20 Prozent der Kneipen und Bars rauchfrei

Bereits kurz nach der Studie zur Umsetzung des Nichtraucherschutzes in Nordrhein-Westfalen hat das DKFZ jetzt eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Nichtraucherschutz in der Gastronomie in Hauptstädten von zehn Bundesländern vorgelegt. Dabei wurden alle Gaststätten in den Innenstadtbereichen von Düsseldorf, Hannover, Kiel, Mainz, Magdeburg, Schwerin, Stuttgart und Wiesbaden begangen. In Berlin und München wurden darüber hinaus weitere Stadtteile mit hoher Kneipendichte untersucht. Damit liegen Daten von 2939 Gaststätten vor. Das Ergebnis: Insbesondere im Bereich der getränkegeprägten Gastronomie kann von einer Wahlfreiheit für Nichtraucher keine Rede sein. In über 80% der Kneipen und Bars wird bundesweit nach wie vor geraucht.

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Repräsentative Untersuchung im Auftrag des Deutschen Krebsforschungszentrums - Drei Viertel der Bevölkerung für Nichtraucherschutz

Mehr als drei Viertel (76,1%) der deutschen Bevölkerung sind für ein Rauchverbot in Gaststätten, die Zustimmung ist unabhängig von der Parteipräferenz und fast ein Viertel (21,1%) wünscht sich zudem einen bundeseinheitlichen Nichtraucherschutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte repräsentative Befragung der Bevölkerung zu ihrer Einstellung zu Rauchverboten in Gaststätten, die das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) seit dem Jahr 2005 jährlich durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchführen lässt. Die Zustimmungsrate ist von 52,9 Prozent im Jahr 2005 auf 76,1 Prozent in 2011 gestiegen. Befragt wurden in diesem Jahr etwa 2.000 Deutsche im Alter von über 16 Jahren.

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Drogen- und Suchtbericht 2011 - Erfolge in der Tabakprävention bei Kindern und Jugendlichen

Mit dem im Mai vorgelegten "Drogen- und Suchtbericht 2011" erscheint der erste der Drogenbeauftragten Mechtild Dyckmans seit ihrem Amtsantritt. Im Jahr 2010 hatte sie ganz auf einen Bericht verzichtet. Der nun vorgelegte Bericht verweist im Kapitel zu "Tabak" auf die Erfolge der Tabakprävention insbesondere bei Kindern und Jugendlichen: Der Anteil der Raucherinnen und Raucher im Alter von 12 bis 17 Jahren hat sich von 27,5% im Jahr 2001 auf 12,9% im Jahr 2011 mehr als halbiert. Den Ausführungen der Drogenbeauftragten zufolge strebt die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie eine weitere Senkung der Raucherquoten an: bei Kindern und Jugendlichen bis zum Jahre 2015 auf unter 12% und bei Erwachsenen auf unter 22%.

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Gesund beginnt im Mund - Bundeszahnärztekammer weist auf Tabakkonsum als unterschätzte Gefahr im Mundraum hin

2008 war Mundhöhlen- und Rachen-Krebs die sechshäufigste Ursache für einen Krebstod bei Männern in Deutschland - und Raucher erkranken bis zu sechsmal häufiger als Nichtraucher daran. Anlässlich des Welt-Nichtrauchertages 2011 hat die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) deshalb auf die oft unterschätzte Gefahr oraler Tumor-Erkrankungen sowie auf gravierende Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen durch regelmäßigen Tabakkonsum aufmerksam gemacht.

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Statusbericht 3 - Dokumentation der Statuskonferenz 'Guter und gesunder Kindergarten'

Die Prävention von Krankheiten und die Gesundheitsförderung bei den Kleinsten stand im Mittelpunkt der Statuskonferenz "Guter und gesunder Kindergarten" der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG). Der aktuelle Statusbericht fasst die Vorträge und Diskussionen der Konferenz zusammen. Zentrales Ergebnis der Konferenz: Gesundheit muss als integraler Bestandteil des Erziehungs- und Bildungsauftrages der Kindertagesstätten wahrgenommen und gefördert werden.

Den detaillierten "Statusbericht 3" finden Sie hier als PDF-Datei.


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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als BVPG-Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter info@bvpraevention.de.

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