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August 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Leserinnen und Leser,

wie formulierte es (damals noch Gesundheits-)Minister Rösler im "Ratgeber zur gesundheitlichen Prävention" vom Mai 2010: "Es ist wichtig, dass wir Angebote zur Gesundheitsförderung dort wahrnehmen, wo wir die meiste Zeit verbringen." Und im Kästchen darunter steht dann der Auszug aus der Ottawa-Charta der WHO von 1986: "Gesundheit wird von den Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben. Gesundheit entsteht dadurch, dass man sich um sich selber und für andere sorgt, dass man in die Lage versetzt ist, selber Entscheidungen zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben sowie dadurch, dass die Gesellschaft, in der man lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit ermöglichen." (Ebd., S. 15)

Diese "alltäglichen Umwelten", Settings also, stehen auch im Zentrum dieses Newsletters: die Schule, der Betrieb, das Quartier.
Aber auch virtuelle soziale Netzwerke bedürfen der Aufmerksamkeit: über Empfehlungen zur Gestaltung qualitativ hochwertiger sozialer Kommunikation im Internet informiert "afgis", das Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem.
Und dass das Setting "Familie" leider nicht nur Gesundheit fördern, sondern auch gefährden kann, zeigen Ulmer und Heidelberger Forscher am Beispiel rauchender Eltern. Ein weiterer Anlass, für einen umfassenden Nichtraucherschutz einzutreten!

Viel Spaß beim Lesen -

die Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

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Gesunder Start in die Schule - Rituale machen Kinder stark

Nach den Sommerferien beginnt für viele Kinder mit der Einschulung eine neue und aufregende Zeit. Wie können Kinder beim Start und auf ihrem weiteren Weg unterstützt werden? "Neben gesunder Ernährung und viel Bewegung trägt auch ein positives, akzeptierendes Familienklima dazu bei, die Schule zu meistern", so Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer, Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG).

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Bildung und Gesundheit gehören zusammen

Bildung und Gesundheit sind untrennbar miteinander verknüpft. Der Verein "anschub.de - Programm für die gute gesunde Schule" hat es sich zum Ziel gesetzt, beides zu fördern. Gesundheit ist in den Schulen unerlässliche Voraussetzung für Lernen und Lehren - Bildung eröffnet den Zugang zu Gesundheitswissen und vergrößert die Chancen für gesundheitsförderliches Verhalten. Um die Umsetzung dieser Ziele intensiv voranzutreiben, hat der Verein die "Berliner Erklärung zu Schule, Gesundheit und Bildung" verabschiedet. Damit appelliert er an alle Verantwortlichen in Deutschland, die für Bildung und Gesundheit Sorge tragen, dass das Konzept der guten gesunden Schule weiter entwickelt und flächendeckend verbreitet wird. Die BVPG sprach mit dem anschub.de-Vorstandsmitglied Dr. Rüdiger Meierjürgen.

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Rauchen der Eltern macht Kinder dick

Neue Forschungsergebnisse zeigen: Kinder im Alter von acht Jahren, deren Väter während der damaligen Schwangerschaft geraucht hatten, haben einen 3 cm größeren Bauchumfang als die Vergleichsgruppe mit nichtrauchenden Vätern. Dies fanden die Forschergruppen um Prof. Dr. Martin Wabitsch von der Universitätsklinik Ulm und um Prof. Dr. Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ, Heidelberg) heraus. Das kürzlich durchgeführte Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Kompetenznetz Adipositas (Verbund LARGE) gefördert wird, untersuchte achtjährige Kinder in einem sogenannten "Follow Up".

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Betriebliche Gesundheitsförderung - Entwicklung und aktuelle Praxis

"Die sich verändernden Lebens-, Arbeits- und Freizeitbedingungen haben entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit. Die Art und Weise, wie eine Gesellschaft die Arbeit, die Arbeitsbedingungen und die Freizeit organisiert, sollte eine Quelle der Gesundheit und nicht der Krankheit sein. Gesundheitsförderung schafft sichere, anregende, befriedigende und angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen" - so steht es in der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung der WHO aus dem Jahr 1986. "Betriebliche Gesundheitsförderung" reflektiert diese Einsicht und ist - neben der schulischen Gesundheitsförderung - inzwischen das erfolgreichste Feld praktischer Umsetzung des Setting-Ansatzes in der Gesundheitsförderung. Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e.V. thematisiert in einer neu erschienenen Broschüre "Gesundheit in der Arbeitswelt - Betriebliche Gesundheitsförderung, Gender und Erwerbslosigkeit" die Entwicklung und den Wandel der betrieblichen Gesundheitsförderung und präsentiert Beispiele guter Praxis. Das Gesundheitsrisiko der Erwerbslosigkeit sowie die gendersensible Gestaltung von Maßnahmen werden hierbei gleichermaßen berücksichtigt.

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Erwerbslose rücken ins Blickfeld von Prävention und Gesundheitsförderung

Sind psychische und körperliche Beschwerden Ursachen oder Folgen von Erwerbslosigkeit? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten - und möglicherweise ist sie sogar falsch gestellt. Erwerbslose befinden sich oftmals in einem Teufelskreis: Die Erwerbslosigkeit macht sie krank und als Kranke werden sie nicht eingestellt. Den Zusammenhang von Erwerbslosigkeit und Gesundheit beschreibt eine vom Gesundheitswissenschaftler Alfons Hollederer verfasste Publikation, die auf Ergebnissen des Mikrozensus’ 2005 aufbaut. Auch das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW (LIGA.NRW) befasst sich in einem neu erschienenen Leitfaden mit der Gesundheit von Erwerbslosen und zeigt auf, welche Möglichkeiten zur Förderung der psychischen Gesundheit von Arbeitslosen ergriffen werden können.

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Mehr Gesundheit im Quartier

Stadtteile und sogenannte Quartiere werden zunehmend als Interventionsorte für Gesundheitsförderung wahrgenommen. Im Vergleich zu "klassischen" Settings, wie Kindergärten, Schulen, Betriebe, ist der Lebensraum "Stadtteil" jedoch deutlich komplexer: Die Kommunikationsstrukturen sind diffuser, häufig sind Stadtteile in sich heterogen bzgl. Sozialstruktur und Problemlagen, Verantwortlichkeiten sind auf verschiedenste Akteure aufgeteilt. Möglichkeiten, wie die Gesundheitsförderung auf Quartiersebene aussehen kann und wie derartige Ansätze evaluiert werden können, zeigt die Publikation "Mehr Gesundheit im Quartier" des Deutschen Institutes für Urbanistik (Difu) auf.

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Qualitätsverbesserung für Soziale Netzwerke im Internet

Seit seiner Gründung in 2003 entwickelt das Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem e.V., kurz "afgis" genannt, Qualitätsstandards für Informationen im Internet - auch die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung erfüllt die "afgis-Transparenzkriterien" in ihrer geltenden Fassung von 2011 und weist dies auf ihrer Homepage aus. Nun hat afgis sich auch mit der Frage beschäftigt, wie soziale Netzwerke im Internet Strukturen entwickeln können, die den aktuellen Qualitätsstandards entsprechen. Das Ergebnis dieser Überlegungen sind "10 Regeln der Partnerschaft für soziale Netzwerke", die der Verein für die Ausgestaltung kommunikativer Plattformen im Web empfiehlt.

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Besondere Ankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

Zukunftsforum Langes Leben. Mehr Lebensqualität in der älter werdenden Gesellschaft; WISO S.E. Consulting GmbH unter der Schirmherrschaft des BMBF, des BMG, des BMFSFJ und des BMVBS; 07.09 - 08.09.2011; Hotel InterContinental Berlin. Link ...

Symposium: Wirksamkeit der Psychotherapie. Wege zu einer bedarfsgerechten Versorgung; Bundespsychotherapeutenkammer; 15.09.2011; Haus der Land- und Ernährungswissenschaft, Berlin. Link ...

Sichere und gesunde Hochschule; Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Landesunfallkasse Niedersachsen, Hochschul-Informations-System GmbH (HIS); 19.09 - 22.09.2011; Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG), Dresden. Link ...

Symposium: Deutschland IN FORM; Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; 21.09.2011; Vertretung des Freistaats Bayer beim Bund, Berlin. Link ...

Zukunft Prävention - Herausforderung Seelische Gesundheit; Kneipp-Bund e.V., DAMiD e.V., BarmerGEK; 28.09.2011; Auditorium Friedrichstraße, Berlin. Link ...

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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als BVPG-Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter info@bvpraevention.de.

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