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November 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

bereits im frühesten Kindesalter werden die Weichen für ein gesundes und beschwerdefreies Leben gestellt. Die erste Statuskonferenz der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. zum Thema "Frühkindliche Gesundheitsförderung" hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Unterstützungsangebote für Väter und Mütter sind. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sozial benachteiligte Familien von "klassischen" Angeboten, wie beispielsweise Mutter-Kind-Gruppen, nur selten erreicht werden. Umso bedeutsamer ist eine funktionierende Vernetzung von lokalen und regionalen Akteuren. Die zentrale Botschaft der Konferenz lautet: Ein Erfolg ist nur durch gemeinsames Handeln möglich - politische, fachliche und finanzielle Zuständigkeiten müssen dringend geklärt werden.


Viel Spaß beim Lesen -

die Redaktion

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

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BVPG-Statuskonferenz 'Frühkindliche Gesundheitsförderung': Erfolg durch gemeinsames Handeln!

Von der kommunalen Praxis lernen: das könnte der Ausgangspunkt für eine bessere Vernetzung und einen verstärkten Austausch aller relevanten Akteure im Bereich der frühkindlichen Gesundheitsförderung sein - auch für die Landes- und Bundesebene. Dies war die einhellige Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 4. Statuskonferenz der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG), die Ende Oktober in Hamburg stattfand und unter dem Thema "Frühkindliche Gesundheitsförderung" stand.

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Soziale Benachteiligung und Frühe Hilfen - Wie nutzen Mütter die Angebote für ihre Kinder?

Je schwieriger die Lebenslagen, desto größer ist der Bedarf an Prävention. Doch je höher der Bedarf an Prävention, desto niedriger ist in der Regel die Inanspruchnahme. Das ist das Dilemma der Prävention. Aber lässt sich diese Aussage für alle Bereiche aufrecht erhalten? Im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes ist Prof. Dr. Raimund Geene von der Hochschule Magdeburg-Stendal der Frage nachgegangen, welche Einstellung sozial benachteiligte Mütter zu Kinder-Vorsorge-Untersuchungen und Angeboten der Frühen Hilfe haben. Erste Erkenntnisse stellte er auf der Statuskonferenz "Frühkindliche Gesundheitsförderung" der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) vor.

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'Achtung: Giftig!' - Projekt zum Schutz von Kindern mit Migrationshintergrund gestartet

Etwa 19.000 Kinder müssen jedes Jahr auf Grund von Vergiftungen medizinisch behandelt werden, schätzt die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Bislang sind Informationsangebote über Vergiftungen selten auf Migrantinnen und Migranten zugeschnitten - obwohl etwa kleine Jungen mit Migrationshintergrund ein hohes unfallbedingtes Verletzungsrisiko aufweisen. Das Projekt "Achtung:Giftig!" will diese Lücke nun mit einem mehrsprachigen Informationsangebot und ausgewählten Spielmaterialien schließen.

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Arbeitsfähigkeit zeigt frühzeitig Gesundheitsprobleme im Alter an

Zur Prävention von Frühinvalidität und gesundheitlichen Problemen im Alter ist es wichtig, so früh und verlässlich wie möglich entsprechende Risiken identifizieren und quantifizieren zu können. Dass der Indikator der "work ability" oder "Arbeitsfähigkeit" im mittleren Lebens- und Arbeitsalter dafür geeignet ist, hat kürzlich eine repräsentative Studie mit 5.971 44-58-jährigen finnischen BürgerInnen ergeben. Der Fokus auf die Arbeitsfähigkeit kann somit dazu beitragen, dass frühzeitig Handlungsbedarfe identifiziert und auf dieser Grundlage Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden.

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Psychische Gesundheit von Senioren: Alter allein macht nicht depressiv

Das Alter allein besitzt keine Erklärungskraft für die Häufigkeit von depressiven Symptomen oder Erkrankungen, die eine schwere Belastung der Gesundheits- und Lebensqualität älterer Menschen darstellen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Analyse von Daten aus der ersten Welle des SHARE-Projekts (Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe) von 28.538 Personen im Alter zwischen 50 und 89 Jahren mit depressiven Symptomen (gemessen mit der so genannten EURO-D-Skala) aus elf europäischen Ländern sowie Israel.

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Wohnumfeld bestimmt dauerhaft den selbst wahrgenommenen Gesundheitszustand

Der selbst wahrgenommene Gesundheitszustand gilt als valider Indikator für die körperliche und mentale Verfassung. Er ist auch ein verlässlicher Prädiktor für künftige Erkrankungen und die damit verbundene Sterblichkeit. Die meisten Studien untersuchen in diesem Zusammenhang Faktoren, die mit dem selbst wahrgenommenen Gesundheitszustand zu einem bestimmten Zeitpunkt oder einer Veränderung assoziiert sind. Ob, wodurch und wie sich dieser Indikator im Zeitverlauf und bei Personen mit unterschiedlichen Neuerkrankungen entwickelt, war aber bislang wenig bekannt. Eine über fast 18 Jahre von 1987 bis 2006 durchgeführte Längsschnittstudie liefert jetzt hierzu erste Hinweise und unterstreicht nicht nur die hohe Verlässlichkeit des Indikators "selbst wahrgenommener Gesundheitszustand", sondern auch in diesem Kontext die enorme Bedeutung der sozialen Umwelt für die Gesundheit.

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Perfektionierung des Menschen - Entgrenzung der Medizin

Kann man "Gesund-Sein" noch steigern oder fitter als fit und schöner als schön sein? Der Boom der Schönheitschirurgie, die Nutzung von Medikamenten zur Verbesserung der Gedächtnisleistung und die "Anti-Aging"-Bewegung - das alles weist nach Ansicht der Soziologen Willy Viehöver und Peter Wehling jedenfalls darauf hin, dass es in der Medizin nicht mehr nur um die Heilung Kranker, sondern zunehmend um die Optimierung körperlich und geistig Gesunder geht. Diesen Vorgang der Perfektionierung des Menschen beschreiben sie als "Entgrenzung der Medizin" - und sie deuten diesen Vorgang als Ausdruck spezifischer gesellschaftlicher Antriebskräfte, der neue Fragen aufwirft und gesellschaftlicher Antworten bedarf.

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Besondere Ankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

4. gemeinsamer Präventionskongress des BMG und der BVPG "Gesunde Arbeit, erfolgreiche Betriebe"; Bundesministerium für Gesundheit & Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG); 05.12.2011; Deutsches Hygiene-Museum Dresden. Link ...

Bildung fördern - Gesundheit stärken; HAGE - Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung e.V.; 08.12.2011; Literaturhaus Frankfurt am Main. Link ...

Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden - Handlungsfelder und Herausforderungen";Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit; 24.01.2012; Katholische Akademie, Berlin. Link ...

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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als BVPG-Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter info@bvpraevention.de.

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