Wer durch einen aktiveren Lebensstil Fettleibigkeit und damit einen Risikofaktor für Diabetes mellitus Typ 2 (so genannte „Altersdiabetes“) verhindern will, muss dazu keinen unrealistisch hohen Aufwand betreiben: Die genannten Ziele sind durch eine mäßige und dauerhafte Erhöhung der regelmäßigen täglichen Schrittzahl zu erreichen. Dies ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten australischen Kohortenstudie.
Bei Fragen zu gesundheitlichen Problemen, konkreten Krankheitsbildern, Präventionsmöglichkeiten und Behandlungsmethoden ist das Internet inzwischen die erste und primäre Informationsquelle. Wie sieht es aber mit der Qualität der Informationen, die man dort erhält, aus? Was kann zu ihrer Verbesserung getan werden? Wir haben Expertinnen und Experten befragt. Geantwortet haben uns Günter Hölling (GH), Sprecher der AG „Patient(inn)ensouverenität und Gesundheitskompetenz“ von „gesundheitsziele.de“, Dr. med. Andreas Waltering (AW), stellv. Leiter des Ressorts Gesundheitsinformation im Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und Evelyne Hohmann (EH), Vorstandsmitglied im Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem (afgis) e.V.
Die Gruppe der „Nicht-Beweger“ ist schwer zu erreichen. Eine ärztliche Empfehlung für mehr körperliche Aktivität reicht häufig nicht aus, um eingefleischte Bewegungsmuffel zu aktivieren. Mit Hilfe des grünen „Rezepts für Bewegung“ soll diese Zielgruppe besser erreicht werden.
Nutzerinnen und Nutzer, die im Internet auf der Suche nach Gesundheitsinformationen sind, sind meist nach einer Abfrage über die diversen gängigen Suchmaschinen mit hunderten bis tausenden von Treffern konfrontiert, die sie mühsam nach den wirklich relevanten Informationsquellen durchforsten müssen. Dabei müssen sie mehrfach gelistete Treffer, irrrelevante Suchergebnisse und unzählige werbliche Einträge herausfiltern. Hier können spezielle und hochwertige Suchmaschinen und Informationsportale Abhilfe schaffen.
Gesundheitsthemen gehören nach wie vor zu den gefragtesten Inhalten im Internet. Meist wird auf der Suche nach Informationen zu einem Krankheitsbild und seinen Behandlungsmethoden zunächst gegoogelt. Die Nutzerinnen und Nutzer erhalten so eine Fülle von Informationen unterschiedlichster Anbieter - und sehr unterschiedlicher Güte. Für Laien ist die Qualität der Gesundheistinformationen allerdings schwer zu beurteilen. Prüfsiegel und Qualitätslogos sollen hier Orientierung geben. Was können sie im Hinblick auf die Qualitätssicherung von Gesundheitsinformationen leisten?
Etwa zwei Drittel der 2,2 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause durch Angehörige betreut. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) hat anlässlich des von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler initiierten „Pflege-Dialogs“ am 14. Februar in einer Pressemitteilung eine bessere Anerkennung und mehr Unterstützung für pflegende Angehörige gefordert.
Das neue Portal der Betriebskrankenkassen, das sich an Männer und Frauen in der zweiten Lebenshälfte richtet, soll zu einem gesunden Lebensstil motivieren. Das Internetportal will nicht nur Unterstützung durch Informationen und Anregung bieten, sondern bildet in erster Linie die Plattform für ein soziales Netzwerk.
Bewegungsmangel ist in vielen Ländern ein zunehmendes Problem – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Häufigkeit von nicht übertragbaren Krankheiten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört Inaktivität weltweit zu den wichtigsten gesundheitlichen Risikofaktoren. Der Fokus der WHO-Publikation "Global Recommendations on Physical Activity for Health" (etwa: Umfassende Empfehlungen für gesundheitsfördernde körperliche Aktivität) richtet sich daher auf die Prävention von nicht übertragbaren Folgeerkrankungen von Bewegungsmangel. Primäre Ansprechpartner für diese Empfehlungen sind politische Entscheidungsträger auf nationaler Ebene.
Übergewicht und Fettleibigkeit entwickeln sich in vielen Ländern zu Gesundheitsproblemen mit epidemischem Ausmaß. Bereits 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben Übergewicht. Die Weichen werden früh gestellt – allerdings nicht erst in der Kindheit, sondern bereits im Mutterleib. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen, dass Einflüsse kurz vor und nach der Geburt für Adipositas prägend sein können. So bedeutet eine hohe Gewichtszunahme in der Schwangerschaft (>20kg) ein verdoppeltes Adipositas-Risiko für die Kinder. „Perinatale Prävention“ richtet sich daher auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der werdenden Mütter. Mehr zu dieser Thematik im Interview mit Frau Kühn-Mengel, Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) und Frau Dr. Lambeck, Geschäftsführerin der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb).
In Deutschland wird zu viel Alkohol getrunken. Rund 10 Liter reinen Alkohols pro Jahr konsumieren jeder und jede Deutsche, vom Neugeborenen bis zur über 100-Jährigen. Statistisch betrachtet. Der effektive Konsum aller tatsächlichen Konsumenten ist also noch weitaus höher. Selbstverständlich liegt Deutschland damit auch bei den Folgen in der weltweiten Spitzengruppe: Alkoholbedingte Todesfälle, alkoholbedingte Kriminalität, alkoholbedingte Unfälle, "alles Spitze". Aktive, Mitwirkende und Träger der Aktionswoche Alkohol haben sich vor diesem Hintergrund für eine eindeutige Aussage entschieden: „Alkohol? Weniger ist besser!“
Seite erstellt am: 06.01.2012 10:55:00
Autor der Seite: Vanessa Wandt