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Januar 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

mit dem neuen Jahr werden auch wieder gute Vorsätze gefasst, und als wahre "Dauerbrenner" unter den Top-Ten der Bundesbürger sind immer wieder die Vorsätze zu finden, sich mehr zu bewegen, gesünder zu essen und schlanker zu werden. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für das Jahr 2012. "Ernährung" und "Bewegung" sind in 2012 aber auch nach wie vor ein Anliegen der Politik und Gegenstand wissenschaftlicher Studien. Unter anderem darüber berichten wir in diesem ersten Newsletter des neuen Jahres. Dass wir mit diesem und den in diesem Jahr noch folgenden Newsletter(n) erneut unseren Anspruch nach fundierten Informationen einlösen und gleichzeitig den Spaß beim Lesen erhalten,

wünscht die Redaktion.

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Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

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Übergewicht und Fettsucht bei 6 - 12-jährigen Kindern - Prävention durch komplexe Interventionen möglich

Die systematische Auswertung aller 55 bis zum Jahr 2010 abgeschlossenen randomisierten kontrollierten Studien über den Nutzen und die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen gegen Übergewicht oder Fettsucht bei Kindern (darunter 37 neuere Studien) in der aktuellen Fassung eines Cochrane-Reviews liefert ein zwiespältiges Ergebnis: Einerseits empfehlen die Reviewer einen vorsichtigen Umgang mit den Ergebnissen, wegen der Heterogenität der Studien und den Schwierigkeiten, die Wirkung einzelner Interventionen und Programme zu identifizieren. Andererseits nennen sie aber Maßnahmen, die sie als präventiv nützlich bewerten.

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Bedeutung der Schulernährung auf die Gewichtsentwicklung überschätzt?

In Schulen - und zum Teil auch außerhalb - werden zusätzlich zur regulären Schulverpflegung häufig noch Fastfood-Nahrungsmittel und -Getränke angeboten. Die Annahme liegt nahe, dass das zu Übergewicht bei Schülerinnen und Schülern führen kann. Doch möglicherweise wird der Einfluss der Schule und des dort vorhandenen Ernährungsangebotes auf die Entstehung von Übergewicht überschätzt. Eine jetzt veröffentlichte Längsschnittuntersuchung an einer repräsentativen Gruppe von 21.410 US-amerikanischen Grund- und MittelschülerInnen zeigt, dass sich die in den Schulen angebotenen Nahrungsmittel nicht signifikant auf die Entwicklung des Gewichts der Mittelschulkinder in der achten Klasse auswirkten.

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Bewegungsförderung im Alltag - Jede Bewegung zählt

Regelmäßige körperliche Betätigung senkt das Risiko für chronische Erkrankungen, trägt zum psychischen Wohlbefinden bei und reduziert die Sterblichkeit - diese Zusammenhänge sind wissenschaftlich gut belegt. Dennoch gibt es große Personengruppen, die körperlich kaum aktiv sind. Zwei neue Publikationen rufen nun zu einem breiten nationalen Ansatz für mehr Bewegung auf.

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Bewegungsangebote für Hochaltrige - Wie werden Netzwerke vor Ort gebildet?

Über-80-Jährige, die sportlich nicht aktiv sind - das ist die Zielgruppe des Projektes "Aktiv bis 100" des Deutschen Turner-Bundes. Ziel des Projektes ist die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit und die Förderung eines selbstbestimmten Lebens im hohen Alter. Dazu werden Gesundheits-, Sozial- und Senioreneinrichtungen auf kommunaler Ebene zur Vernetzung angeregt. Auf diese Weise können Synergien genutzt und Zugangshürden zu Bewegungsangeboten abgebaut werden. Die Erfahrungen aus dem Projekt "Aktiv bis 100" wurden nun in einer Projektdokumentation gebündelt.

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Sturzprophylaxe: Wirksamkeit von Maßnahmen allein garantiert noch keinen Erfolg - Aktive Beteiligung Älterer unabdingbar

Stürze sind eine der häufigsten und bis hin zum vorzeitigen Tode folgenreichsten Ereignisse im Leben älterer Personen. Entsprechend wichtig sind sämtliche wirksamen Angebote oder Interventionen für die Sturzprophylaxe im häuslichen Umfeld, aber auch im Bereich der Pflegeheime - und entsprechend wichtig sind auch Studien, in denen Maßnahmen zur Vermeidung von Stürzen angeboten und auf ihre Wirksamkeit untersucht werden. Doch zwölf Monate nach Beginn von solchen Studien hält sich wahrscheinlich nur die Hälfte der im häuslichen Umfeld und ein Drittel der in Pflegeheimen oder Krankenhäusern lebenden älteren TeilnehmerInnen an diese Maßnahmen. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer ergänzenden Analyse zu zwei Cochrane-Reviews über Sturzprophylaxe-Maßnahmen.

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Altersgrenzen haben in einem Europäischen Jahr für aktives Altern keinen Platz!

"Altersgrenzen stehen einer Nutzung der Potenziale des Alters entgegen. Dies kann nicht im Interesse einer älter werdenden Gesellschaft sein!" Zu diesem Fazit kommt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) in einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier. Darin fordert die BAGSO, Altersgrenzen aufzuheben und die mit ihnen verbundene Altersdiskriminierung zu beenden.

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Neue kommunale Strategien für ältere Menschen

Der demografische Wandel findet in den Kommunen statt. Um den Anforderungen gerecht werden zu können, müssen Kommunen die Perspektive auf das Alter(n) wechseln und die Potenziale und Partizipationswünsche ihrer älteren Bürger/innen nutzen. Dabei spielen sozialräumliche, quartiersbezogene und zielgruppenspezifische Strategien eine bedeutende Rolle. Das "Handbuch innovative Kommunalpolitik" hält dafür Orientierungshilfen und vielfältige Anregungen für alle Akteure in den Kommunen bereit.

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Jetzt aktualisiert: Gesundheitsziel 'Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Patient(inn)ensouveränität stärken'

Die inzwischen zahlreich vorliegenden Vorschläge zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems zielen vor allem auch darauf ab, die Gesundheitskompetenz und Souveränität der Patienten und Versicherten zu stärken. Vor diesem Hintergrund wurde bereits 2003 erstmalig das Gesundheitsziel "Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Patient(inn)ensouveränität stärken" verabschiedet. Seit kurzem liegt nun die Überarbeitung und damit aktualisierte Version dieses Ziels vor.

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Wohin mit den Gefühlen? - Verdrängung kann krank machen

Schon der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, vermutete, dass die Verdrängung unerwünschter Gefühle und Gedanken ins Unbewusste krank machen könnte. Jetzt zeigte eine Studie: Menschen, die häufig verdrängen, haben ein erhöhtes Risiko insbesondere für Herz-Kreislaufkrankheiten. Auf das eigene psychische Wohlbefinden zu achten und "Psychohygiene" zu betreiben, ist also ein wichtiger Bestandteil der eigenen Gesundheitsvorsorge.

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Atemnot und flache Atmung bei Angst und Aufregung - Neurotizismus und Hyperventilationssymptome hängen eng zusammen

Stress, Hektik oder Aufregung können dazu führen, dass man in Panik gerät und schneller atmet, ohne es zu merken. Hyperventilations-Syndrom nennt man das, und etwa 5-10 % aller Erwachsenen sind von dieser psychogenen Störung betroffen. Einige Autoren haben bereits die Hyperventilation mit der Panikstörung in Verbindung gebracht, doch gibt es bisher nur wenige Studien, die sich auf die Persönlichkeitszüge der Betroffenen konzentrieren. Mieke Decuyper et al., Universität Gent (Niederlande), erforschten nun, ob die Persönlichkeitsdimension "Neurotizismus" mit dem Hyperventilationsrisiko zusammenhängt.

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Besondere Ankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

Auftaktveranstaltung: Europäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen; Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit; 06.02.2012; dbb Forum, Berlin. Link ...

Fachtagung: "Wie konnte das passieren!?" - Frühe Prävention von Unfällen im Kontext Früher Hilfen; BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.; 09.02.2012; Kutschstall, Potsdam. Link ...

Fachtagung: Stadt - Land - gesund. Partner und Strategien für gesundes Aufwachsen in der Kommune; Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. -AGETHUR- und Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb); 27.02.2012; Kassenärztliche Vereinigung Thüringen, Weimar. Link ...

Fachtagung: Gesundheit und Gewalt - Neue Wege in der gesundheitlichen Versorgung von Frauen; Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; 29.02.2012; Humboldt Carré, Berlin. Link ...

Präventionskongress NRW 2012; Deutsche Sporthochschule Köln, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, Landessportbund NRW; 01.03. - 02.03.2012; Deutsche Sporthochschule Köln. Link ...

18. Kongress für Jugendmedizin: J1 und J2 under construction; Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. BVKJ; 02.03. - 04.03.2012; Neue Weimarhalle, Weimar. Link ...

Gesundheitskompetenz für alle. Ein neues Heilmittel für gesundheitliche Selbstbestimmung, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Lebensweise?; Gesundheitsakademie e.V., Hochschulen für Gesundheit e.V., Netzwerk D/A/CH ; 08.03.2012; Bosch-Repräsentanz, Berlin. Link ...

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Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als BVPG-Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter info@bvpraevention.de.

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