Aktives Altern – ein Gewinn für den Einzelnen und für die Gesellschaft


Mittwoch, 8. Februar 2012

Aktives Altern – ein Gewinn für den Einzelnen und für die Gesellschaft


Logo Europäisches Jahr 2012Zum Beginn des „Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“, das Anfang Februar 2012 in Berlin mit einer Auftaktveranstaltung eingeleitet wurde, riefen die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und die Forschungsgesellschaft für Gerontologie an der TU Dortmund (FfG) dazu auf, „Aktives Altern“ in einem umfassenden Sinn zu verstehen. Wichtig sei darüber hinaus, ältere Menschen weder einseitig als Empfänger noch einseitig als Erbringer von Leistungen anzusehen, sondern ihre Potenziale und Bedarfe gleichermaßen in den Blick zu nehmen.

Ebenso wenig sollten ältere Menschen auf bestimmte gesellschaftliche Rollen beschränkt werden. Es sei erfreulich, dass sie heute in erheblichem Maße Familienarbeit leisteten und damit wesentlich zur Entlastung der mittleren Generation beitrügen. Immerhin engagiere sich ein Drittel von ihnen auch außerhalb der Familie ehrenamtlich. "Nachholbedarf haben wir in Deutschland nach einer langen Phase der Frühverrentungspolitik bei der Integration Älterer in den Arbeitsmarkt", so der Sozialgerontologe und Leiter der FfG Prof. Dr. Gerhard Naegele. "Wichtige Rollen übernehmen ältere Menschen aber auch durch ihr politisches Engagement oder bei der Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen, hier sind sie Experten in eigener Sache."

Es sei sinnvoll, aber nicht ausreichend, für ein aktives Altern im Sinne einer Selbst- und Mitverantwortung für andere zu werben. "Entscheidend sind das Setzen von Rahmenbedingungen und das Schaffen von Angeboten zum Mitmachen, zum Aktiv-Werden, zum Sich-Einmischen", so Naegele.

Ältere Menschen seien bereit, ihren Beitrag zur Solidarität zwischen den Generationen zu leisten. Umgekehrt sollten diejenigen, die zur jungen oder mittleren Generation gehören, auch Solidarität mit den Älteren zeigen und wachsam gegenüber möglichen Altersdiskriminierungen sein.




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Seite zuletzt geändert am: 08.02.2012 08:00:00, ursprünglich angelegt am: 07.02.2012 10:00:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann
Quelle: www.bagso.de; www.ffg.uni-dortmund.de