BVPG Logo

April 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

der demografische Wandel ist nicht neu. "Seit immerhin 40 Jahren ist absehbar", so Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung kürzlich in der FAZ, "wohin die Reise geht: schon in den frühen 1970ern ist die Nachwuchszahl in Deutschland unter jenen Wert gesunken, der für eine stabile Bevölkerung notwendig wäre." Die Beschäftigung damit kommt also mit einem gewissen Zeitverzug, dafür aber umso geballter: Das "Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen", der Weltgesundheitstag unter dem Motto "Altern und Gesundheit - Gesundheit erfüllt die Jahre mit Leben" und die am 25. April 2012 von der Bundesregierung vorgelegte "Demografiestrategie" sind dafür nur drei besonders markante Beispiele. Eine der wesentlichen Botschaften ist, dass für die immer weniger werdenden Bewohner Deutschlands (und Europas) möglichst viele Jahre bei guter Gesundheit gewonnen werden. Und so haben auch wir wieder eine Reihe von Beiträgen zum "gesunden Altern" zusammengestellt, gleichwohl aber auch nicht außer Acht gelassen, dass es noch andere Themen und Zielgruppen gibt: Wie Jugendliche mit Stresssituationen umgehen und dass und warum Bewegung der Seele gut tut - das erfahren Sie in diesem Newsletter, dessen Lektüre hoffentlich auch dieses Mal wieder anregend und informativ für Sie ist.


Viel Spaß beim Lesen -

die Redaktion


gepunktete Linie

Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

gepunktete Linie

Bewegung tut der Seele gut

Viele treiben Sport, weil sie besonders das gute Gefühl nach der Bewegung schätzen. Wissenschaftler kommen diesem positiven Gefühl näher: Eine Studie von Marieke Wichers et al. von der "School for Mental Health and Neuroscience", Universität Maastricht, zeigt, dass Bewegung positive Affekte fördert. Das Wohlbefinden hält etwa drei Stunden lang an.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Einflussfaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bekannt - Empfehlungen werden selten eingehalten

Niedriger Blutdruck, ausreichend Bewegung und Rauchverzicht sind drei von sieben Einflussfaktoren, die seit Jahrzehnten als hilfreich bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen werden. Allerdings schaffen es nur sehr wenige Personen, diese Ziele zu erreichen - nicht einmal 2 %. Dieses kritische Bild der Präventionsbemühungen liefert eine gerade veröffentlichte repräsentative Untersuchung bei 44.959 erwachsenen US-Amerikanern/-innen.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Jedes Alter zählt - Demografiestrategie der Bundesregierung

Im Koalitionsvertrag hatten sich CDU, CSU und FDP auf eine übergreifende Demografiepolitik geeinigt, die drei Elemente enthält: ein Handlungskonzept zur Daseinsvorsorge für die neuen Länder, einen Demografiebericht zur Lage in ganz Deutschland und schließlich eine Demografiestrategie. Der Demografiebericht, der einen Überblick über die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung und die bislang ergriffenen Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels gibt, erschien im Oktober 2011. Die von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich am 25. April 2012 im Kabinett vorgelegte "Demografiestrategie der Bundesregierung ‚Jedes Alter zählt’" ist nunmehr der vorläufige Schlusspunkt des "Dreischritts".

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Gesundheit erfüllt Jahre mit Leben - Weltgesundheitstag 2012

Um fast 30 Jahre hat sich die Lebenserwartung im vergangenen Jahrhundert in Deutschland erhöht. Und auch weltweit lässt sich eine zunehmende Alterung der Bevölkerung feststellen. Damit einher geht meist auch eine größere Zahl der in Gesundheit verbrachten Lebensjahre. Dennoch, so stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fest, leiden "zu viele alte Menschen [...] unter schlechter Gesundheit, gesellschaftlicher Isolation und Armut". Aus diesem Grund widmet sich der Weltgesundheitstag in diesem Jahr dem Thema "Altern und Gesundheit".

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Aktueller HTA-Bericht zum Sturzrisiko von älteren Menschen: Keine klare Empfehlung zugunsten bestimmter Maßnahmen

Ältere Menschen haben ein relativ hohes Risiko zu stürzen und eine Reihe von zum Teil schwerwiegenden Sturzverletzungen und Einschränkungen ihrer funktionellen Kompetenzen davon zu tragen. Stürze und ihre Folgen sind auch häufig Auslöser für eine stationäre Langzeitversorgung. Um Stürze und kurz- wie langfristige Folgen zu verhindern, gibt es eine Fülle von personen- und sachbezogenen Maßnahmen und Interventionen. Am Ende einer Analyse der Veröffentlichungen von 184 aus 12.000 durchgeführten Studien über die Wirksamkeit und den Nutzen dieser Maßnahmen sehen sich die VerfasserInnen eines 2012 veröffentlichten HTA-Berichts mangels konsistenter positiver Wirkungen auf die Sturzhäufigkeit wie die Sturzfolgen nicht in der Lage, eine oder mehrere dieser Maßnahmen uneingeschränkt zu empfehlen.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Ehrenamt im höheren Alter fördert soziale Kontakte und subjektives Wohlbefinden

Ehrenamtliche Aufgaben und die Unterstützung durch Freunde und Familie halten gesund: Intensive, aber auch mäßige ehrenamtliche Tätigkeiten sowie die soziale Unterstützung durch Freunde steigern bei den 55- bis 94-Jährigen das subjektive Wohlbefinden. Zusammen mit der körperlichen Leistungsfähigkeit ist das subjektive Wohlbefinden eine wichtige Bedingung für die Möglichkeit, gesund und in Würde alt zu werden.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Gesundheit und sozialer Status in der Jugend beeinflussen Leistungsfähigkeit im Alter

Kinder aus niedrigen sozialen Schichten haben ein höheres Risiko, auch im Alter gesundheitliche Nachteile zu haben. Dieser Effekt ist unabhängig vom ethnischen Hintergrund oder dem Geburtsort einer Person. Darauf macht eine Analyse der US-amerikanischen Health and Retirement Study aufmerksam. Dieser Zusammenhang ist allerdings nicht unveränderlich. Der Abbau sozialer Benachteiligungen in der Kindheit sowie im weiteren Lebensverlauf kann den Effekt deutlich abschwächen.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Wie gehen Jugendliche mit Stresssituationen um? Jungen werden aggressiver, Mädchen depressiver

Lehrer wissen über die "anstrengenden pubertierenden Jungs" ein Lied zu singen. Oft sind ihnen jüngere oder ältere Schüler lieber. Auch werde es immer schlimmer mit den Schülern heutzutage - so heißt es (schon seit Menschen Gedenken). Doch wie äußern sich die psychischen Veränderungen in der Pubertät und wie kann man Störungen vorbeugen? Petra Hampel (Universität Flensburg) und Patrick Pössel (Universität Louisville, USA) untersuchten dies in einer Zwei-Jahres-Kohorten-Sequenz-Studie. Sie erforschten emotionale Regulationsstrategien und Stressbewältigungsmechanismen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Antibiotikabehandlung: Weniger ist mehr

Antibiotikaresistente Erregerstämme stellen eine potenzielle Gefährdung der Bevölkerungsgesundheit dar - und diese Gefährdung ist im Rahmen einer Nutzen-Schadens-Bilanz umso gravierender, je geringer der individuelle Nutzen ist. Deshalb sollten Antibiotika in der ersten Woche einer milden oder mäßigen Sinusitis bzw. Nasennebenhöhlenentzündung nicht verordnet werden. Dies ist die Kernerkenntnis eines Reviews wissenschaftlicher Studien zum Nutzen und Schaden einer Antibiotika-Therapie der daran Erkrankten im Rahmen des Projektes "Promoting Good Stewardship in Clinical Practice" der "National Physicians Alliance (NPA)" in den USA.

Link zum ganzen ArtikelPfeil

Zurück zum InhaltsverzeichnisPfeil

gepunktete Linie

Besondere Ankündigungen

Auf folgende Veranstaltungen in den kommenden Wochen möchten wir Sie besonders aufmerksam machen:

10. Deutscher Seniorentag: JA zum Alter!; Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO); 03.05. - 05.05.2012; CCH - Congress Center Hamburg. Link ...

62. Wissenschaftlicher Kongress: Der öffentliche Gesundheitsdienst - die dritte Säule des Gesundheitswesens; Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BVÖGD) und Bundesverband der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BZÖG); 10.05. - 13.05.2012; Kaisersaal und Mercure Hotel, Erfurt. Link ...

57. Ergotherapie-Kongress: Autonomie und Teilhabe; Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE); 11.05. - 13.05.2012; Kongress Palais Kassel - Stadthalle, Kassel. Link ...

2. KNP-Jahrestagung: Lebensphase Alter gestalten - Gesund und aktiv älter werden; Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung (KNP) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA); 22.05. - 23.05.2012; GSI - Gustav-Stresemann-Institut e.V., Bonn. Link ...

Europäische Tagung: Gewalt gegen ältere pflegebedürftige Menschen erkennen und handeln; Fachhochschule Fulda, Fachbereich Pflege und Gesundheit; 31.05.2012; FH Fulda, Halle 8, Fulda. Link ...

gepunktete Linie

Hinweise auf weitere Präventionsveranstaltungen finden Sie unter www.bvpraevention.de in der Rubrik "Termine". Wenn Sie als BVPG-Mitglied auf eine Präventionsveranstaltung von Ihnen hinweisen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung unter info@bvpraevention.de.

gepunktete Linie