Leiden Arbeitslose weniger unter einem Jobverlust, wenn Menschen in ihrer Umgebung davon ebenfalls betroffen sind? Das haben Forscher jetzt auf der Basis von Daten des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und des Swiss Household Panel untersucht. Das Ergebnis: Arbeitslosigkeit belastet alle Betroffenen stark, ganz unabhängig davon, ob viele oder wenige Menschen in der Region ebenfalls arbeitslos sind.
Interessantere Aufgaben, mehr Spaß an der Arbeit und eine bessere Bezahlung – beruflicher Aufstieg hat ein positives Image, nicht nur in Deutschland. Zwei Studien haben nun unter sehr unterschiedlichen Gesichtspunkten untersucht, welchen Einfluss Beförderungen auf die psychische Gesundheit und das Stresserleben der Aufsteiger haben - und kommen dabei zu nur scheinbar widersprüchlichen Ergebnissen.
Angststörungen erhöhen das Risiko für koronare Herzerkrankungen, Einsamkeit kann den Blutdruck steigern und schwere Depressionen sind mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden. Dies sind nur wenige Beispiele für "psycho-somatische" Zusammenhänge. Doch es müssen nicht immer die schweren psychischen Belastungen sein, die mit körperlichen Erkrankungen assoziiert sind. Schottische Forscher haben herausgefunden, dass schon geringe psychische Belastungen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko einhergehen.
Misshandlung und Vernachlässigung in der Kindheit hinterlassen oft lebenslange Spuren. Kann das Kind keine sichere Bindung aufbauen, sind auch zukünftige Beziehungen des Kindes oft unbefriedigend. Eine Eltern-Kind-Psychotherapie kann hier helfen und vorbeugen. Sheree L. Toth und Julie Gravener vom Mount Hope Family Center in Rochester, New York, USA, geben einen Überblick über bisherige Erkenntnisse.
Was wir essen und trinken, ob wir rauchen oder Sport treiben – nicht nur das hat Einfluss auf unsere Gesundheit. Auch unsere Persönlichkeit trägt dazu bei. Wie verschiedene Persönlichkeitsmerkmale mit der Gesundheit zusammenhängen, untersuchten nun die Psychologen Heike Maas und Frank M. Spinath von der Universität des Saarlandes in einer Zwillingsstudie.
Junge Menschen machen heute fast wie selbstverständlich eine Psychotherapie. Viele alte Menschen hingegen würden nicht im Traum daran denken, überhaupt danach zu fragen. Das Bild, das sie von den "Seelenklempnern" haben, erinnert oft noch an die Psychiatrie der 50er und 60er Jahre. Aber auch Ärzte denken häufig nicht daran, einem alten Menschen eine Psychotherapie zu empfehlen. Dabei ist Psychotherapie auch bei Älteren durchaus wirksam.
Deutsche ArbeitnehmerInnen leiden immer häufiger an psychischen Erkrankungen. So ist allein die Zahl der betrieblichen Fehltage aufgrund von Burnout seit 2004 um fast 1.400 Prozent gestiegen, wie die aktuelle Studie zur Arbeitsunfähigkeit der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) zeigt. Durch psychische Erkrankungen insgesamt entstehen in deutschen Unternehmen Produktionsausfälle von rund 26 Milliarden Euro pro Jahr.
Einige Kohortenstudien aus Ländern mit mittlerem und geringem Einkommen weisen darauf hin, dass Demenzen in ärmeren Ländern seltener auftreten als in Ländern mit höheren Einkommen (z.B. Rodriguez 2008). Martin Prince vom King's College London und seine Kollegen untersuchten nun die Inzidenz der Demenz genauer. Die Autoren identifizierten die "Bildung" als einen unabhängigen Schutzfaktor vor Demenz, wobei sie betonen, dass der Bildungsgrad häufig nicht mit der Anzahl an Ausbildungsjahren korreliert.
Für Lebensqualität und Leistungsfähigkeit ist psychische Gesundheit eine wichtige Voraussetzung. Wie steht es darum in der deutschen Bevölkerung? Unter anderem darüber gibt die vom Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführte „Studie zur Gesundheit Erwachsener“ (DEGS) Aufschluss. Sie zeigt: Während Depressionen eher ein Problem der Jüngeren sind, steigt das Burn-out-Syndrom in der Lebensmitte an.
Sportliche Aktivitäten helfen bei Depressionen und steigern die Lebenszufriedenheit. Doch wie sieht es speziell mit Krafttraining aus? Dieser Frage ging eine jetzt in der Zeitschrift für Gesundheitspsychologie veröffentlichte Studie der Technischen Universität Chemnitz nach. Es zeigte sich: Hier gibt es einen indirekten Zusammenhang. Durch die Teilnahme am Training verbesserte sich das Körperbild der Probanden. Ein verbessertes Körperbild führte wiederum zu verbesserten Selbstwirksamkeitserwartungen, was letzten Endes die Lebenszufriedenheit steigerte.
Seite zuletzt geändert am: 18.10.2012 09:04:00, ursprünglich angelegt am: 16.05.2012 09:00:00
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