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Gesundheitsförderung und Prävention im Fokus


Dienstag, 22. Mai 2012

Gesundheitsförderung und Prävention im Fokus


ReichtagsgebäudePrioritäre Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung und deren Umsetzung müssen verbindlich festgelegt und strukturell verankert werden. Dafür sprachen sich kürzlich die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) und die Landesvereinigungen für Gesundheit (LV) auf ihrem Kooperationstreffen in Mainz aus. Noch fehlt auf Bundesebene eine entsprechende Präventionsstrategie – doch es tut sich etwas: Für Ende Juni kündigt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Veranstaltung unter der Überschrift „Prävention in Deutschland - Zwischen Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Aufgabe“ an.

Welchen Nutzen hat Prävention? Wie können wir der Prävention im Gesundheitswesen einen höheren Stellenwert einräumen? Wie können wir Prävention und Gesundheitsförderung besser organisieren und koordinieren?In welchen Bereichen müssen Schwerpunkte für mehr Prävention und Gesundheitsförderung gesetzt werden? Welchen Beitrag können die Medien in einer Präventionsstrategie leisten?

Diese Fragen möchte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 25. Juni 2012 in einem Kongress unter der Überschrift "Prävention in Deutschland - Zwischen Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Aufgabe" mit Fachleuten aus Ärzteschaft, Sozialversicherung, Wissenschaft, Medien und Politik diskutieren. Informationen zum Kongress finden Sie hier.

Vorbereitet und flankiert wird die Veranstaltung von einem von der "Arbeitsgruppe Gesundheit" der CDU/CSU-Fraktion Ende April beschlossenen Eckpunktepapier für eine nationale Präventionsstrategie. Diese Eckpunkte sehen unter anderem vor, dass der Deutsche Bundestag konkrete Präventionsziele für die Jahre 2012 bis 2020 formuliert, auf die hin dann alle Präventionsträger ihre Anstrengungen konzentrieren sollen. Beispielhaft werden als Ziele genannt: Senkung des lebensstilbedingten Diabetes um zehn Prozent oder Senkung der psychischen Erkrankung am Arbeitsplatz um 20 Prozent. Ein vom Bundestag eingesetzter Rat für Prävention und Gesundheitsförderung soll weitere Ziele entwickeln und für die Qualitätssicherung sorgen.

Die Bundestagsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD hatten bereits vor einem Jahr je eigene Anträge für eine gesetzliche Regelung von Prävention und Gesundheitsförderung vorgelegt. Durch die Gründung eines "Nationalen Instituts für Prävention", das die SPD favorisiert bzw. die Gründung eines Bund-Länder-Arbeitskreises und eines "Nationalen Kompetenzzentrums für Qualität und Qualitätssicherung", das die Grünen anregen, soll ein neuer ordnungspolitischer Rahmen für Prävention gefunden werden. Wir berichteten darüber hier auf unserer Internetseite.
Den Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (17/5529) finden Sie hier.
Den Antrag der SPD-Fraktion (17/5384) können Sie hier herunterladen.

Bereits seit langem angekündigt, jedoch noch nicht veröffentlicht ist die Präventionsstrategie des Bundesgesundheitsministeriums.




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Seite erstellt am: 22.05.2012 12:38:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann