Startseite : Psychische Gesundheit : Beiträge - 2012 : Junge Menschen häufiger depressiv

Junge Menschen häufiger depressiv


Montag, 9. Juli 2012

Junge Menschen häufiger depressiv


verzweifelnder JugendlicherFür Lebensqualität und Leistungsfähigkeit ist psychische Gesundheit eine wichtige Voraussetzung. Wie steht es darum in der deutschen Bevölkerung? Unter anderem darüber gibt die vom Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführte „Studie zur Gesundheit Erwachsener“ (DEGS) Aufschluss. Sie zeigt: Während Depressionen eher ein Problem der Jüngeren sind, steigt das Burn-out-Syndrom in der Lebensmitte an.

In DEGS1 (Zeitraum 2008 - 2011) wurden Daten zur psychischen Gesundheit in einer repräsentativen Stichprobe der deutschen Bevölkerung im Alter von 18 bis 79 Jahren mittels Fragebogen (n=7807) und einem computergestützten ärztlichen Interview (CAPI, n=7956) erhoben. Es zeigte sich, dass bei 8,1% der Teilnehmenden eine Depression besteht. 10,2% der Erkrankten waren Frauen, 6,1% Männer. Mit fast 10% war der Anteil der Betroffenen dabei unter den 18- bis 29-Jährigen am höchsten, bei den über 65-Jährigen mit 6,3% am niedrigsten. Der sozioökonomische Status (SES) ist ein wichtiger Einflussfaktor: 13,6% der Erkrankten wiesen einen niedrigen, 7,6% einen mittleren und 4,6% einen hohen ökonomischen Status auf.

Beim Burn-out-Syndrom stellt sich die Situation anders dar. Nur 1,4% der 18- bis 29-Jährigen leiden darunter, jedoch 6,6% der 50- bis 59-Jährigen. Die Häufigkeit des Burn-out-Syndroms steigt mit der Höhe des SES. Bei niedrigem SES beträgt sie 2,6%, bei mittlerem 4,2% und bei hohem 5,8%.


Weitere Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:
www.degs-studie.de
www.bkk.de/faktenspiegel





Seite erstellt am: 09.07.2012 09:57:00
Autor der Seite: Dr. Beate Grossmann
Quelle: www.degs-studie.de; www.bkk.de/faktenspiegel