| Direkt zum Inhalt springen |

Logo und Funktionslinks:

Slogan der BVPG: Gemeinsam Gesundheit foerdern

Volltextsuche:


Horizontale Navigation:


Brotkruemelnavigation:


Vertikale Navigation:


Inhalte:

Gesundheitsforschungsprojekt Nationale Kohorte


Dienstag, 28. August 2012

Nationale Kohorte - Langzeitstudie zur Gesundheit der Bevölkerung


Mit 210 Millionen Euro wird in den kommenden zehn Jahren das Gesundheitsforschungsprojekt „Nationale Kohorte“ gefördert. In einer Kleinen Anfrage Ende Juli 2012 wollte die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mehr zum Studiendesign, zum Planungsstadium sowie zur Finanzierung erfahren. Nun liegt die Antwort der Bundesregierung darauf vor.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat im Juni 2012 beschlossen, eine groß angelegte Bevölkerungsstudie zur Gesundheit und Krankheit der Bürger zu initiieren. Die Nationale Kohorte, die im Mai 2013 starten soll, ist als prospektive, multizentrische Kohortenstudie mit 200.000 Probanden im Alter von 20 bis 69 Jahren konzipiert. In ihrer Antwort (17/10507) weist die Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen "Gesundheitsforschung Nationale Kohorte" (17/10410) darauf hin, dass die Planung und Durchführung von einem Netzwerk aus mehreren Forschungseinrichtungen wie der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und mehreren Universitäten und Universitätskliniken verantwortet wird. Zentrales Planungsgremium ist das Epidemiologische Planungskomitee.

Die Etablierung der gesundheitswissenschaftlichen Forschung an deutschen Hochschulen seit den späten 80er-Jahren habe dazu beigetragen, das naturwissenschaftlich-biomedizinische Verständnis der Entstehung von Krankheit und die primär an Problemgruppen und Risikofaktoren orientierte epidemiologische Forschung zu überwinden. Es seien nicht alleine Risikofaktoren, sondern insbesondere die unterschiedlichen Lebenslagen und die unterschiedlich verteilten Ressourcen und Schutzfaktoren, welche den Gesundheitszustand bestimmen und das Auftreten von Krankheiten erklären. Deshalb wähle man keinen biomedizinischen Forschungsansatz mehr. Heute würde ein komplexerer Ansatz bevorzugt, der die sozialen Determinanten von Gesundheit und Krankheit und die sozial ungleiche Verteilung von Gesundheitschancen, von Krankheit und Tod in einem interdisziplinären Vorgehen betrachtet, schreibt die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in ihrer Kleinen Anfrage.

Die Bundesregierung teilt die Ansicht, dass sowohl für die Planung und Durchführung der Nationalen Kohorte als auch für die Begutachtung des Vorhabens ein interdisziplinäres Expertenteam erforderlich sei. In den kommenden zehn Jahren beträgt das Fördervolumen 210 Millionen Euro, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort. Davon werden 140 Millionen Euro von Bund und Ländern im Verhältnis 75:25 finanziert. Weitere 70 Millionen Euro trägt die gemeinsam von Bund und Ländern finanzierte Helmholtz-Gemeinschaft zum Gesamt-Fördervolumen bei.




Dieser Beitrag gefällt 11 Person(en)


Seite erstellt am: 28.08.2012 15:15:00
Autor/-in der Seite: Dr. Beate Grossmann
Quelle: hib - heute im bundestag Nr. 372






Termine und Ankuendigungen: