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Startseite : Bewegung und Ernährung : Beiträge - 2014 : Muskel-Skelett-Erkrankungen


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Muskel-Skelett-Erkrankungen als häufigster Grund für Arbeitsunfähigkeit


Donnerstag, 13. März 2014

Volksleiden Rückenschmerzen


Frau mit Rückenschmerzen im BüroRückenschmerzen stellen nach wie vor eines der größten Volksleiden in Deutschland dar. Sie sind nicht nur der häufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit, sondern auch für die Gesamtgesellschaft von enormer medizinischer und ökonomischer Bedeutung.

Ergebnisse einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse belegen, dass vier von zehn Befragten öfter oder ständig unter Rückenproblemen leiden. Als Ursache sahen 60 Prozent der Befragten einseitige Belastungen durch lange Sitz- oder Stehzeiten während der Arbeit an; ebenso wurden Verschleißerscheinungen, Bewegungsmangel sowie anatomische Fehlstellungen für das Auftreten von Rückenschmerzen verantwortlich gemacht. Etwa ein Drittel der Befragten sah Stress als Ursache für auftretende Rückenschmerzen an, wobei Frauen diese Ursache häufiger benannten als Männer.

Auch die Daten der Krankenkassen spiegeln die Bedeutung des Gesundheitsproblems "Rückenschmerzen" wider: Auswertungen unterschiedlicher Gesundheitsberichte kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems im Jahr 2012 die Hauptursache für krankheitsbedingte Fehltage darstellten (vgl. BKK Gesundheitsreport 2013, DAK-Gesundheitsreport 2014, TK Gesundheitsreport 2013, AOK-Gesundheitsbericht 2012).

So entfielen dem BKK Gesundheitsreport zufolge 26,5 Prozent aller AU-Tage auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, wobei insbesondere Krankheiten des Rückens und der Wirbelsäule weit verbreitet waren.

Auch bei geschlechterspezifischer Betrachtung nahm die Einzeldiagnose Rückenschmerzen (M54) sowohl bei Frauen als auch bei Männern hinsichtlich der verursachten AU-Tage die Spitzenposition ein. Bei den Frauen entfielen 984 AU-Tage pro 1.000 Mitglieder auf diese Diagnose, dies entspricht 6,6 Prozent aller AU-Tage. Bei Männern verursachten Rückenschmerzen 1.328 AU-Tage, das entspricht 9,3 Prozent aller AU-Tage (BKK Gesundheitsreport 2013).


Kosten von Muskel-Skelett-Erkrankungen

Muskel-Skelett-Erkrankungen sind jedoch nicht nur der häufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit, sondern auch für die Gesamtgesellschaft von ökonomischer Bedeutung, denn sie spielen auch bei den Ursachen für Frühberentungen eine große Rolle und sind damit für hohe volkswirtschaftliche Kosten verantwortlich.

Berechnungen des Statistischen Bundesamts zufolge verursachten Muskel-Skelett-Erkrankungen im Jahr 2008 Kosten in Höhe von 28,5 Milliarden Euro. Berücksichtigt wurden in diesen Berechnungen sowohl direkte Kosten, die unmittelbar mit der Behandlung, Versorgung und Prävention der Erkrankungen in Zusammenhang stehen, als auch indirekte Kosten, zu denen vorrangig durch Arbeitsunfähigkeit, Invalidität und vorzeitigen Tod hervorgerufene potenzielle volkswirtschaftliche Verluste gezählt werden. Bezogen auf die gesamtdeutsche Bevölkerung verursachten Muskel-Skelett-Erkrankungen den Berechnungen des Statistischen Bundesamts zufolge im Jahr 2008 350 Euro je Einwohner; davon entfielen 40 Euro je Einwohner allein auf die Einzeldiagnose Rückenschmerzen.


Quellen

Gesundheitsberichte der Krankenkassen

Statistisches Bundesamt 2010. Fachserie 12. Reihe 7.2. Gesundheit. Krankheitskosten. Link...

Statistisches Bundesamt 2010. Krankheitskosten je Einwohner. Link...

 



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Seite erstellt am: 13.03.2014 14:19:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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