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Erwachsene und Senioren behalten ihre eigenen Zähne immer länger


Donnerstag, 4. September 2014

Zahngesundheit in Deutschland


Älteres Pärchen„Die Zahngesundheit der Deutschen (ist) dank erfolgreicher Prävention und guter zahnärztlicher Versorgung immer besser geworden (...). Erwachsene und Senioren behalten ihre eigenen Zähne immer länger und verbessern damit ihre Lebensqualität“ – so die Zusammenfassung zentraler Ergebnisse der vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie.

Wie die Ergebnisse der vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie zeigen, ist in der Erwachsenenpopulation eine Abnahme der Prävalenz von Karieserkrankungen zu beobachten: Die mittlere Anzahl extrahierter (gezogener) Zähne sank deutschlandweit von 1997 bis 2005 um 1,5 Zähne von 3,9 auf 2,4 - damit einhergehend stieg die Anzahl der naturgesunden Zähne um 1,5. Bei Seniorinnen und Senioren fiel die Anzahl der extrahierten Zähne um 3,5 von 17,6 auf 14,1 - zeitgleich nahm jedoch das Vorkommen von Wurzelkaries in dieser Altersgruppe um 29,5 Prozentpunkte zu.


Risikofaktoren und Krankheitsursachen

Die Mundgesundheit wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, dazu zählen u.a. erbliche Dispositionen und orale Kennwerte (Speichel, Bakterienarten), medizinische Faktoren (Allgemeinerkrankungen, Medikamente), aber auch Verhaltensfaktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum. Ebenso konnten Studien zeigen, dass sowohl ein niedriger Bildungsstatus als auch Rauchen das Risiko von Parodontalerkrankungen erhöhen. So haben erwachsene RaucherInnen mit niedriger Schulbildung im Vergleich zum Durchschnitt der Altersgruppe ein um den Faktor 3,3 höheres Risiko, an einer schweren Parodontitis zu erkranken. Darüber hinaus legen Studienergebnisse einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Ausmaß einer Parodontitis nahe.


Prävention und Versorgung

Regelmäßiges Zähneputzen gilt als wirksamste Präventionsmaßnahme zum Schutz gesunder Zähne. Der Deutschen Mundgesundheitsstudie zufolge putzen sich 74,2 Prozent der Kinder, 73,4 Prozent der Jugendlichen, 72,8 Prozent der Erwachsenen und 60,6 Prozent der Seniorinnen und Senioren zweimal täglich die Zähne.

Auch die regelmäßige zahnärztliche Kontrolle ist unter Präventionsgesichtspunkten von Bedeutung. Der aktuelle Barmer Zahngesundheitsreport zeigt jedoch, dass im Jahr 2012 lediglich jeder zweite Bundesbürger Prophylaxebehandlungen beanspruchte. Mit 74 Prozent nahmen Frauen entsprechende Leistungen deutlich häufiger in Anspruch als Männer (66 Prozent). Unterschiede im Vorsorgeverhalten lassen sich darüber hinaus in Abhängigkeit von Alters- und Bildungsgruppen aufzeigen: Während das Vorsorgeverhalten bei den 30- bis 60-jährigen Frauen aus der oberen Bildungsschicht am stärksten ausgeprägt ist, nehmen vor allem junge Männer (< 30 Jahren) und Senioren (>65 Jahren) der unteren Bildungsschicht zahnärztliche Kontrolluntersuchungen seltener in Anspruch.

Vor diesem Hintergrund sollte ein spezielles Augenmerk auf die zahnmedizinische - präventive und therapeutische - Betreuung von Menschen in prekären Lebenslagen sowie die speziellen Bedürfnissen älterer Patientinnen und Patienten gerichtet werden.


Quellen
  • Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems: Zahnvorsorgeuntersuchungen; GEDA 2010. Link...
  • Mundgesundheit; Heft 47 des Robert Koch-Instituts; 2009. Link...
  • Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie; Institut der Deutschen Zahnärzte im Auftrag von Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung; 2006. Link...
  • Zahngesundheitsreport; Barmer GEK; 2014. Link...



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Seite erstellt am: 04.09.2014 13:05:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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