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Startseite : Psychische Gesundheit : Beiträge - 2014 : Gesundheit ist Chefsache


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Gesundheit ist Chefsache


Dienstag, 28. Oktober 2014

BARMER GEK: „Gesundheit ist Chefsache!“


Arbeit im BüroWie der aktuelle Barmer GEK-Gesundheitsreport erneut zeigt, ist ein Großteil der betrieblichen Fehltage auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Im Interview erläutert Andrea Jakob-Pannier, Dipl. Sozialpädagogin, Psychologin und Psychoonkologin bei der BARMER GEK, Ansatzpunkte und Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.

BVPG: Sehr geehrte Frau Jakob-Pannier, der aktuelle Barmer GEK-Gesundheitsreport 2014 zeigt erneut, dass ein Großteil der Fehltage auf psychische Erkrankungen zurückzuführen ist. Welche Ansatzpunkte sehen Sie, um dieser Entwicklung im betrieblichen Setting entgegenzuwirken?

In der heutigen Gesellschaft trägt Arbeit nicht nur zur Einkommenssicherung, sondern auch im hohen Maße zur Identitätsbildung bei. Psychische Belastungen am Arbeitsplatz wie Multitasking oder Zeit- und Termindruck nehmen erheblich Einfluss auf das psychische Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit der Beschäftigten. Führungskräfte und Personalverantwortliche nehmen bei der Förderung und Erhaltung der Gesundheit eine Schlüsselfunktion ein. Ansätze sehen wir daher als BARMER GEK auf drei Ebenen: in der Gestaltung der Arbeitsverhältnisse in Unternehmen über die Führungskräfte, in der Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz der Beschäftigten und in der Entstigmatisierung des Themas „Psychische Erkrankung". Dabei geht es nicht darum, dass Unternehmen gänzlich psychische Erkrankungen verhindern können, sondern, dass Verhaltensänderungen frühzeitig wahrgenommen werden und Betroffene entsprechend professionelle Unterstützung erhalten.


BVPG: Die BARMER GEK engagiert sich auch auf betrieblicher Ebene im Bereich der psychischen Gesundheit. Welche Angebote halten Sie vor und an wen richten sich diese vorrangig?

Gesundheit ist Chefsache! Verstärkt möchten wir Führungskräfte auch in ihrer Rolle als „Gesundheitsmanager" der Belegschaft unterstützen. Wir bieten hier beispielsweise Workshops für Führungskräfte an, die die Zusammenhänge von Führungsverhalten und Gesundheit der Beschäftigten vermitteln sowie Tipps geben, wie das Thema in den Führungsauftrag integriert werden kann.

Darüber hinaus haben wir in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. für Führungskräfte einen Handlungsleitfaden „Psychische Erkrankung am Arbeitsplatz" entwickelt und veröffentlicht. Dieser gibt Hintergrundinformationen zur psychischen Gesundheit, enthält präventive Ansatzpunkte für den Führungsalltag, Checklisten zur Gesprächsvorbereitung, Anregungen und Tipps für Mitarbeitergespräche, Informationen zu regionalen Hilfsangeboten sowie einen Überblick über die häufigsten psychischen Erkrankungen.Bei Interesse können Unternehmen die Handlungshilfe online abrufen. (Link)


BVPG: Wie beurteilen Sie den Erfolg dieser Maßnahmen?

Nach jedem Workshop erfolgt beispielsweise eine Qualitätssicherung – über Teilnehmer-Feedbackbögen hinsichtlich Methodik und Didaktik sowie den Erfolg der Maßnahme für den Teilnehmenden selbst. Auf der anderen Seite nutzen wir im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) Analyseinstrumente, wie z.B. Beschäftigtenbefragungen, bei denen wir über Zweitbefragungen evaluieren können, ob sich Ressourcen und Belastungen nachhaltig im BGM-Prozess zum Positiven hin verändert haben.

BVPG: Sehr geehrte Frau Jakob-Pannier, vielen Dank für das Interview!


Das Interview führte Ann-Cathrin Hellwig.




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Seite erstellt am: 28.10.2014 14:31:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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