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Studie „Trends in disease burden in Germany“


Mittwoch, 19. November 2014

Krankheitslast in Deutschland: Nichtübertragbare Krankheiten dominieren


Patient beim HausarztFast 90 Prozent der Krankheitslast in Deutschland können nichtübertragbaren Krankheiten zugeschrieben werden – so ein Ergebnis der Global Burden of Disease (GBD)-Studie. Diese liefert einen Überblick über die globale Krankheitslast. Mit der Studie „Trends in disease burden in Germany“ liegen nun auch die für Deutschland spezifischen Ergebnisse vor.

Durch Krankheit verlorene gesunde Lebensjahre

Grundlage zur Berechnung der Krankheitslast stellen durch Krankheit verlorene gesunde Lebensjahre, die sogenannten DALYs (Disability-Adjusted Life-Years), dar. Diese umfassen sowohl die durch frühzeitigen Tod „verlorenen" Lebensjahre (Abweichung von der durchschnittlichen Lebenserwartung), als auch die Jahre, in denen krankheitsbedingte Beeinträchtigungen ein beschwerdefreies Leben verhindern.


Krankheitslast in Deutschland

Den Ergebnissen der GBD-Studie zufolge ist die Lebenserwartung in Deutschland zwischen 1990 und 2010 im Mittel um 4,8 Jahre gestiegen; die Zunahme der gesund verbrachten Lebensjahre fällt mit 3,7 Jahren jedoch deutlich geringer aus – ein Teil der hinzugewonnen Lebenszeit wird demnach durch gesundheitliche Beschwerden beeinträchtigt.

In Deutschland sind den Auswertungen der GBD-Studie zufolge ischämische Herzerkrankungen und Rückenschmerzen die bedeutendsten Ursachen für verlorene gesunde Lebensjahre. Während die Krankheitslast durch ischämische Herzerkrankungen von 1990 bis 2010 gesunken ist, sind durch Rückenschmerzen verursachte DALYs bei Frauen um vier Prozent und bei Männern um 19 Prozent gestiegen. Darüber hinaus konnte ein Anstieg durch Alzheimer- und andere Demenzerkrankungen um 26 Prozent bei Männern und um 16 Prozent bei Frauen nachgewiesen werden.

Den bedeutendsten Risikofaktor für den Verlust gesunder Lebensjahre stellt eine ungesunde Ernährungsweise dar; auf diese entfallen 13,8 Prozent der Gesamt-DALYs. Auch Bluthochdruck und ein hoher Body-Mass-Index (BMI) zählen sowohl für Frauen als auch fürMänner zu den Hauptrisikofaktoren, sie verursachen jeweils 10,9 Prozent der durch Krankheit verlorenen gesunden Lebensjahre.

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse betonen die Autorinnen und Autoren den Stellenwert gesunder Ernährung, dem auch bei zukünftigen Präventionsmaßnahmen verstärkt Rechnung getragen werden muss. Denn ein inadäquates Ernährungsverhalten ist nicht nur für den Verlust zahlreicher gesunder Lebensjahre verantwortlich, es begünstigt auch zusätzliche Risikofaktoren wie Bluthochdruck und einen hohen BMI.


Quelle

Plass D, Vos T, Hornberg C et al. (2014): Trends in Disease Burden in Germany. Results, Implications and Limitations of the Global Burden of Disease Study. Deutsches Ärzteblatt International, 111, 629-638. Link...



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Seite erstellt am: 19.11.2014 13:13:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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