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Faktenblatt des Robert Koch-Instituts


Mittwoch, 22. April 2015

Wasserpfeifenkonsum bei Jugendlichen – ein gefährlicher Trend?!


JugendlicheDer Konsum von Wasserpfeifen erfreut sich auch hierzulande seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit – besonders unter Jugendlichen. Mit dem aktuellen Faktenblatt beleuchtet das Robert Koch-Institut nun den Konsum der sogenannten Shishas unter Jugendlichen.

Dass der Konsum von Tabak durch den Wasserdampf einer Shisha weniger gesundheitsschädlich ist als durch eine Zigarette, ist eine weit verbreitete Vorstellung. Neuere Studienergebnisse weisen jedoch auf ebenso schädliche Gesundheitsfolgen hin; demnach begünstigen Shishas Erkrankungen wie Lungenkrebs, Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie eine Verschlechterung der Zahn-/Mundgesundheit.

Den Ergebnissen der KiGGS-Studie zufolge haben 28,9 Prozent der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen schon einmal Wasserpfeife geraucht, davon 20,6 Prozent in den letzten zwölf Monaten und zehn Prozent in den letzten 30 Tagen. Wie die Auswertungen weiterhin zeigen, greifen Jungen häufiger zur Wasserpfeife als Mädchen, zudem steigt der Konsum mit fortschreitendem Alter an. Ebenfalls konnten Unterschiede nach Sozialstatus aufgezeigt werden: Demnach weisen Jugendliche mit niedrigem Sozialstatus eine höhere Prävalenz des Wasserpfeifenkonsums auf als Gleichaltrige aus der hohen Statusgruppe; diese Unterschiede sind jedoch nicht statistisch signifikant.

Als bedenklich stufen die Autorinnen und Autoren des Factsheets die fehlende Wahrnehmung der Gesundheitsgefahr ein, die vom Shisha-Konsum ausgeht. So geben ein Drittel der gelegentlichen und etwa zwölf Prozent der regelmäßigen Shisha-RaucherInnen an, NichtraucherIn zu sein. Zudem bewerten deutlich weniger Jugendliche den Wasserpfeifenkonsum als gesundheitsschädlich als dies beim Zigarettenrauchen der Fall ist. Hinzu kommt, dass der fruchtig-süße Geschmack von Wasserpfeifen das Ausprobieren unter Jugendlichen fördert und somit den Einstieg in den Zigarettenkonsum und damit auch die Suchtgefahr begünstigt. Tabakpräventionskampagnen sollten daher verstärkt auch über die von Wasserpfeifen ausgehenden Gesundheits- und Suchtgefahren informieren, da diese von einem Großteil der Jugendlichen und der Öffentlichkeit systematisch unterschätzt werden, so die Autorinnen und Autoren.


Zum Faktenblatt "Wasserpfeifenkonsum (Shisha-Rauchen)" des Robert Koch-Institus gelangen Sie hier.




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Seite erstellt am: 22.04.2015 08:15:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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