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Startseite : Bewegung und Ernährung : Beiträge - 2015 : Lebenselixier „Bewegung“


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Wie viel Aktivität muss es sein?


Mittwoch, 27. Mai 2015

Lebenselixier „Bewegung“


Älteres Paar beim WandernBewegung hält fit und gesund – doch für viele Menschen ist dies kein beliebtes Credo. Aber wie viel Aktivität muss wirklich sein? Sowohl für GelegenheitssportlerInnen als auch für Bewegungsmuffel gibt es jetzt gute Nachrichten.

Um die Gesundheit zu fördern und das Risiko für das Auftreten chronischer Erkrankungen zu reduzieren, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche bzw. 75 Minuten anstrengende körperliche Betätigung; in beiden Fällen werden zusätzlich Kräftigungsübungen an zwei Tagen pro Woche empfohlen. Ergebnissen der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS) zufolge wird dieses Minimum jedoch von lediglich 20 Prozent der Erwachsenen erreicht.

Doch nun gibt es gute Nachrichten - sowohl für GelegenheitssportlerInnen als auch für Bewegungsmuffel: Gleich zwei Studien unterstreichen den positiven Effekt von (moderater) Bewegung auf die Gesundheit.


Bereits zwei Stunden sportliche Aktivität verzögern den altersbedingten Leistungsabbau

Ziel von WissenschaftlerInnen der Universität Kiel war es, den Einfluss von Alter und sportlicher Aktivität auf die Leistungsfähigkeit darzustellen. Dazu untersuchten sie 561 Probandinnen und Probanden im Alter von 20 bis 70 Jahren. Unterteilt wurden diese anhand ihres Aktivitäts-Niveaus in sportlich Aktive (mind. 2 Stunden moderate körperliche Aktivität pro Woche) und sportlich Inaktive (weniger als 2 Stunden körperliche Aktivität pro Woche) sowie nach ihrem Alter in die Altersgruppen 20 bis 30 Jahre, 31 bis 45 Jahre, 46 bis 60 Jahre und über 60 Jahre.

Wie die Ergebnisse belegen, rufen bereits zwei Stunden moderat sportliche Aktivität signifikante Leistungsunterschiede zwischen sportlich Inaktiven und Aktiven derselben Altersgruppe hervor.

Darüber hinaus geben die Ergebnisse Hinweise darauf, dass ein Aktivitäts-Niveau von mehr als zwei Stunden moderat sportlicher Aktivität die Leistungsfähigkeit im Alter erhält oder sogar verbessert. So zeigt sich, dass die über 60-jährigen Aktiven die gleiche Ausdauerleistungsfähigkeit erreichen wie die sportlich Inaktiven 20- bis 30-Jährigen. Im Bereich der Kraft und des Gleichgewichts konnten die sportlich Aktiven mindestens die gleiche Kraft bzw. Gleichgewichtsfähigkeit aufweisen wie die nächst jüngere inaktive Altersgruppe.


Auch wenig Bewegung schützt vor dem Risiko eines vorzeitigen Todes

Einen Zusammenhang zwischen körperlicher Inaktivität und vorzeitiger Sterblichkeit wiesen Forscherinnen und Forscher der Universität Cambridge anhand von Auswertungen auf Grundlage der EPIC-Studie, einer großen europäischen Kohortenstudie mit mehr als 334.000 Teilnehmenden, nach. Wie Hochrechnungen zeigen, entfallen von 9,2 Millionen Todesfällen 337.000 auf das Konto von Übergewicht, etwa die doppelte Anzahl (676.000) ist auf mangelnde körperliche Aktivität zurückzuführen. Würde man körperliche Inaktivität vermeiden, so würde dies die Gesamtmortalität um 7,35 Prozent reduzieren - so die Berechnungsergebnisse.

Wie die Auswertungen weiterhin zeigen, lohnt sich körperliche Aktivität vor allem für bislang gänzlich inaktive Menschen. Bereits 20 Minuten strammes Gehen am Tag - bei dem etwa 90 bis 110 Kilokalorien verbrannt werden - können das Risiko, vorzeitig zu sterben, für diese Gruppe um bis zu 30 Prozent senken.


Quellen

Last J, Weisser B (2015): Der Einfluss von moderater sportlicher Aktivität und Alter auf Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht im Erwachsenenalter. In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 2015; 66; 5-11.

Ekelund U et al. (2015): Physical activity and all-cause mortality across levels of overall and abdominal adiposity in European men and women: the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition Study (EPIC). In: American journal of Clinical Nutrition, Link...

Weltgesundheitsorganisation (WHO) (2010): Global recommendations on physical activity for health. Link...




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Seite erstellt am: 27.05.2015 08:44:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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