| Direkt zum Inhalt springen |

Logo und Funktionslinks:

Slogan der BVPG: Gemeinsam Gesundheit foerdern

Volltextsuche:


Horizontale Navigation:


Brotkruemelnavigation:


Vertikale Navigation:


Inhalte:

Alkoholkonsum von Jugendlichen in den letzten Jahren zurückgegangen


Dienstag, 16. Juni 2015

'Alkoholkonsum bei Jugendlichen – Aktuelle Ergebnisse und Trends'


JugendlicheAnlässlich der "Aktionswoche Alkohol" hat das Robert Koch-Institut eine neue Ausgabe der Reihe GBE kompakt mit aktuellen Ergebnissen und Trends zum Alkoholkonsum bei Jugendlichen veröffentlicht.

Der Alkoholkonsum von Jugendlichen ist in den letzten Jahren zurückgegangen – so ein wesentliches Ergebnis der aktuellen RKI-Publikation. Während 2007 noch 20 Prozent der 12- bis 17-jährigen Mädchen und 30,7 Prozent der gleichaltrigen Jungen angaben, innerhalb der letzten 30 Tage mindestens einmal fünf oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit getrunken zu haben, waren es einer Repräsentativerhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge im Jahr 2012 nur noch 10,5 Prozent der Mädchen und 18,7 Prozent der Jungen.

Doch der Alkoholkonsum deutscher Jugendlicher darf trotz positiver Trends nicht unterschätzt werden. Denn im internationalen Vergleich zeigt sich, dass der Anteil an Jugendlichen, die Alkohol trinken, in Deutschland relativ hoch ist. Mehr als die Hälfte der im Rahmen der KiGGS-Studie befragten 11- bis 17-Jährigen geben an, schon einmal Alkohol getrunken zu haben. Daten der HBSC-Studie zufolge konsumieren 11,3 Prozent der 11- bis 15-jährigen Jungen und 6,2 Prozent der Mädchen dieser Altersgruppe wöchentlich alkoholische Getränke. Wie BZgA-Daten weiterhin zeigen, konsumieren rund 5 Prozent der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen Alkoholmengen, die für Erwachsene als gesundheitsriskant gelten. Dies trifft auf Jungen häufiger zu als auf Mädchen.

Die dargestellten Forschungsergebnisse weisen auch darauf hin, dass der soziale Status der Herkunftsfamilie mehrheitlich nicht mit dem Alkoholkonsum Jugendlicher in Zusammenhang steht. Lediglich in Bezug auf die Lebenszeitprävalenz deuten die KiGGS-Ergebnisse an, dass Jugendliche mit hohem Sozialstatus häufiger schon einmal Alkohol getrunken haben als jene aus Familien mit niedrigem Sozialstatus.

Einstellungen zum Alkohol und Konsummuster, die sich im Jugendalter ausbilden, werden häufig noch im Erwachsenenalter fortgeführt. Vor diesem Hintergrund schreiben die Autorinnen und Autoren der Publikation einer Alkoholprävention, die bereits bei Kindern und Jugendlichen ansetzt, eine wichtige Bedeutung zu. Zu beachten sei dabei die Kombination verhaltens- und verhältnispräventiver Maßnahmen.


Quelle

Kuntz B, Lange C, Lampert T (2015) Alkoholkonsum bei Jugendlichen – Aktuelle Ergebnisse und Trends. Hrsg. Robert Koch-Institut, Berlin. GBE kompakt 6(2) www.rki.de/gbe-kompakt (Stand: 16.06.2015)

Zur Publikation gelangen Sie hier.



Dieser Beitrag gefällt 115 Person(en)


Seite erstellt am: 16.06.2015 14:32:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






Termine und Ankuendigungen: