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Regelmäßiges Frühstück weist gesundheitliche Effekte auf


Mittwoch, 5. August 2015

Frühstück – Eine Mahlzeit zum Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen?!


Familie beim FrühstückErgebnissen der DONALD-Studie zufolge hat der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig frühstücken, in den vergangenen zwanzig Jahren kontinuierlich abgenommen. Dabei geht ein regelmäßiges Frühstück mit positiven gesundheitlichen Effekten einher – dies legen die Ergebnisse zwei aktueller Studien nahe.

Frühstück als "Herzensangelegenheit"

Den Zusammenhang zwischen einem regelmäßigen Frühstück zu Hause und Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchten WissenschaftlerInnen im Rahmen der IDEFICS-Studie. Diese basiert auf den Daten zu Frühstücksgewohnheiten von mehr als 8.500 Kindern. Den Auswertungen zufolge frühstücken 79,8 Prozent der 6- bis 9-jährigen Kinder täglich zu Hause, in der Altersgruppe unter sechs beträgt dieser Anteil 70,2 Prozent.

Jungen, die nicht täglich zu Hause frühstücken, weisen ein höheres Risiko für hohe Blutfettwerte und einen niedrigeren Spiegel an schützendem Cholesterin auf. Ein unregelmäßiges Frühstücksverhalten bei Mädchen steht mit einem erhöhten Risiko für ein besonders ungünstiges Verhältnis von Blutfetten zu schützendem Cholesterin in Verbindung.


Diabetes-Prävention: GrundschülerInnen profitieren von regelmäßigem Frühstück

WissenschaftlerInnen der St. George`s University in London fanden Hinweise für einen präventiven Effekt eines regelmäßigen Frühstücks: Datenauswertungen der Child Heart and Health Study in England (CHASE) zufolge ist dieses mit günstigen Werten bei Blutzucker und Insulinresistenz verbunden. Darüber hinaus wiesen Kinder, die regelmäßig frühstückten, eine niedrigere Fettmasse auf und nahmen im Tagesdurchschnitt weniger Kalorien zu sich.

Ein regelmäßiges Frühstück bei Kindern könnte somit einen wichtigen Schritt zur langfristigen Prävention von Typ-2-Diabetes darstellen, denn damit ließe sich die Insulinresistenz - eine Hauptursache für die Entwicklung von Diybetes-Typ-2 - entgegenwirken, so das Fazit der Autorinnen und Autoren.


Wie lässt sich das Frühstücksverhalten von Kindern und Jugendlichen gesundheitsförderlich beeinflussen?

Christoph Klotter, Professor für Ernährungspsychologie an der Hochschule Fulda, macht im Rahmen eines aktuellen Beitrags deutlich, dass es wenig sinnvoll sei, Kindern und Jugendlichen ein regelmäßiges Frühstück mit Hilfe von gesundheitlichen Vorzügen schmackhaft zu machen. Vielmehr sollten die unmittelbaren Vorteile, die mit einem regelmäßigen Frühstück einhergehen, wie die Steigerung der Konzentration und des Leistungsvermögens, betont werden. Darüber hinaus sei es Aufgabe der Familie, einen festen Rahmen zu schaffen und ein gemeinsames Frühstück als Ritual einzuplanen.

Auch die Schulen können das Frühstücksverhalten von Kindern und Jugendlichen fördern. So stelle die Einführung eines Schulfrühstücks nach amerikanischem Beispiel eine diskutable Option dar; dort werden "school breakfast programs" bereits seit 1975 mit Erfolg umgesetzt. So konnte der Anteil von nicht-frühstückenden Schülerinnen und Schülern mehr als halbiert werden; darüber hinaus profitierten insbesondere sozial benachteiligte Kinder von einem kostenfreien Schulfrühstück und einer gesunden Lebensmittelauswahl (vgl. hierzu Klotter/Fett 2015).


Quellen

CHASE-Studie

  • Donin AS et al. (2014): Regular Breakfast Consumption and Type 2 Diabetes Risk Markers in 9- to 10-Year-Old Children in the Child Heart and Health Study in England (CHASE): A Cross-Sectional Analysis. PLoS Medicine, Volume 11, Issue 9. Link...
  • Zur CHASE-Studie.

DONALD-Studie

  • Buyken AE et al. (2012): Die DONALD Kohorte. Ein aktueller Überblick zu 25 Jahren Forschung im Rahmen der Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study. Bundesgesundheitsblatt 55, 875-84
  • Zur DONALD-Studie.

IDEFICS-Studie

  • Papoutsou S et al. (2014): No breakfast at home: association with cardiovascular disease risk factors in childhood. European Journal of Clinical Nutrition 2014; 68 (7), 829-834.
  • Pressemitteilung des Leibniz-Institut
    für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS GmbH vom 19.12.2014: Das Frühstück zu Hause hält das Herz von Lindern gesund. Link...
  • Zur IDEFICS-Studie.

Klotter C, Fett F (2015): Frühstücksverhalten von Kindern und Jugendlichen: Wie lässt es sich gesundheitsförderlich beeinflussen? Ernährung im Fokus, aid 2015. Link...




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Seite erstellt am: 05.08.2015 10:56:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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