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Einblicke in das Stillverhalten deutscher Mütter


Donnerstag, 6. August 2015

Stillen – zum Wohl des Kindes


Säugling schläft auf ArmDas neue Faktenblatt des Robert Koch-Instituts zum Thema „Stillverhalten“ gibt Einblicke in das Stillverhalten deutscher Mütter und stellt die gesundheitliche Bedeutung des Stillens für Mutter und Kind heraus.

Muttermilch begünstigt die gesundheitliche Entwicklung eines Kindes: Diese liefert in den ersten Lebensmonaten alle wichtigen Nährstoffe und Substanzen, die Säuglinge für die Bildung eines funktionierenden Immunsystems benötigen. Studien zeigen zudem, dass gestillte gegenüber nicht gestillten Kindern ein geringeres Risiko aufweisen an Asthma, Allergien oder Adipositas zu erkranken. Auch auf die Gesundheit der Mutter kann sich das Stillen positiv auswirken; es wird mit einer schnelleren Rückbildung der Gebärmutter sowie einem geringeren Erkrankungsrisiko für Brust- und Eierstockkrebs in Verbindung gebracht.


Stillverhalten in Deutschland

Im Rahmen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 1) wurden Eltern zum Stillverhalten befragt. Demnach wurden 82,1 Prozent der von 2002 bis 2012 geborenen Kinder als Säuglinge jemals gestillt (Mädchen: 83,5 Prozent; Jungen: 80,8 Prozent); die durchschnittliche Stilldauer betrug 7,5 Monate.

Einfluss auf die Stilldauer und das allgemeine Stillverhalten nahm den Studienergebnissen zufolge der Bildungsstatus der Mutter. Je geringer die Bildung der Mutter war, desto seltener und kürzer wurde der Säugling gestillt.


Empfehlungen der Nationalen Stillkommission und deren Umsetzung

Den Empfehlungen der Nationalen Stillkommission zufolge sollten Säuglinge mindestens in den ersten fünf Monaten ausschließlich gestillt werden. Erst ab diesem Zeitpunkt, spätestens aber ab dem siebten Monat, sollte mit Beikost gefüttert werden.

Wie die Ergebnisse der KiGGs-Studie belegen, wurden lediglich 34 Prozent der Säuglinge mehr als vier Monate ausschließlich gestillt; den Empfehlungen derNationalen Stillkommissionen kam damit nur etwa ein Drittel der Befragten nach.

Dem Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V. zufolge haben viele werdende Mütter den Wunsch zu stillen. Eine gute und sachliche Aufklärung und Information über das Stillen bereits in der Schwangerschaft kann den Schwangeren Unsicherheiten und Ängste nehmen. Eine weitere Unterstützung nach der Geburt durch Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC als Ansprechpartnerinnen für alle Fragen und Probleme rund um das Stillen wäre wünschenswert. Diese fachkompetente Begleitung sollte von den Krankenkassen bezahlt werden, da Stillen Prävention für die Familie und somit für die gesamte Gesellschaft ist, so die Forderung des Verbands.


Das Faktenblatt zum Thema „Stillverhalten" finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Thema „Stillen" für Eltern und Fachpersonal erhalten Sie auch auf der Homepage des Berufsverbands Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V. Link...


Quelle

Robert Koch-Institut (Hrsg) (2015): Stillverhalten. Faktenblatt zu KiGGS Welle 1: Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Erste Folgebefragung 2009 – 2012. RKI, Berlin. Link...


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Seite erstellt am: 06.08.2015 14:16:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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