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Ansatzpunkte betrieblicher Gesundheitsförderung


Donnerstag, 17. September 2015

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt


Arbeit im BüroMit dem Schwerpunkt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ erschien im August 2015 eine weitere Ausgabe des Journals Gesundheitsförderung. Diese beleuchtet das Themenfeld aus unterschiedlichen Perspektiven und stellt Ansatzpunkte betrieblicher Gesundheitsförderung vor.

Dem Trendbarometer 2014 des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) zufolge nimmt die psychische Gesundheit für Betriebe einen zunehmend wichtigen Stellenwert ein. Dies ist nicht zuletzt auf den deutlichen Anstieg der Arbeitsunfähigkeitstage und die zunehmende Anzahl an Frühberentungen zurückzuführen: Krankenkassendaten zufolge stiegen die Arbeitsunfähigkeitstage zwischen 2000 und 2011 aufgrund von psychischen Erkrankungen um 56 Prozent, der Anteil der Frühberentungen stieg von 15 auf 41 Prozent.

Mit der aktuellen Ausgabe des Journals greifen die Herausgeber somit ein für Betriebe bedeutsames Thema auf und liefern unterschiedliche Ansatzpunkte betrieblicher Gesundheitsförderung.

 

Gesundheit als Führungsaufgabe

Viel diskutiert wird in diesem Kontext der Zusammenhang zwischen Führungsverhalten und Gesundheit. In ihrem Beitrag greift Dr. Anne Kathrin Matyssek diesen Zusammenhang auf und unterstreicht die gesundheitliche Bedeutung der Führung anhand ausgewählter Studienergebnisse.

Demnach kann eine ergebnisorientierte bzw. inspirierende Führung die psychische Gesundheit von Beschäftigten um bis zu 44 Prozent verbessern. Eine gesunde Führung - diese umfasst u.a. Achtsamkeit, das Erkennen gesundheitlicher Warnsignale bei Mitarbeitenden sowie die Wahrnehmung einer Vorbildfunktion - steigert das mentale Wohlbefinden der Beschäftigten zusätzlich um 14 Prozent. Mitarbeiterbefragungen ergaben jedoch, dass die Hälfte der Beschäftigten nur selten bzw. nie ein Lob von ihren Vorgesetzten wahrnimmt.

Einen Beitrag zum "zwischenmenschlichen Arbeitsschutz" bieten Frau Dr. Matyssek zufolge die "6+1"-Handlungsfelder für ein gesundheitsorientiertes Führungsverhalten. Dabei steht die "+1" für die gesunde Führungskraft selbst, denn die eigene Gesundheit der Führungskraft gilt als Basis für souveränes gesundheitsorientiertes Führungsverhalten. Darüber hinaus spielen in der Interaktion mit den Beschäftigten Aspekte wie Offenheit, Betriebsklima, Wertschätzung und Interesse eine bedeutende Rolle im Hinblick auf den Erhalt und die Förderung der psychischen Gesundheit.

 

Ansatzpunkte betrieblicher Gesundheitsförderung

Weitere Ansatzpunkte betrieblicher Gesundheitsförderung liefert das aktuelle Journal Gesundheitsförderung u.a. mit Beiträgen zu folgenden Themen:

  • Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen,
  • Resilienzförderung,
  • Erhalt der psychischen Gesundheit in Kleinbetrieben,
  • Einflüsse der Büroräume auf die psychische Gesundheit,
  • psychische Gesundheit Jugendlicher,
  • Arbeitsplatzevaluierung,
  • Aktionsbündnis Seelische Gesundheit in Deutschland und
  • Netzwerk Psychische Gesundheit in der Schweiz. 

 

Weitere Informationen zum Journal Gesundheitsförderung sowie eine Leseprobe aus dem aktuellen sowie vorangegangenen Heften finden Sie unter http://www.conrad-verlag.de/.    

 

 


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Seite erstellt am: 17.09.2015 11:52:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig
Quelle: Matyssek A (2015): Führungsverhalten und psychische Gesundheit. In: Journal Gesundheitsförderung 2, 2015






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