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Wie lässt sich eine Demenz behandeln?


Mittwoch, 24. Februar 2016

Demenz – Aktuelle Leitlinie zu Diagnostik, Therapie und Prävention


Älterer Mann stützt Kopf in die HandWie lässt sich eine Demenz behandeln? Welche Therapiemaßnahmen sind wirksam? Wie lässt sich dieser Erkrankung wirksam vorbeugen? Antworten auf diese und weitere Fragen sowie evidenzbasierte Empfehlungen gibt die überarbeitete Leitlinie „Demenzen“ auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse.

Mit dem Ziel, die medizinische Behandlung und die Betreuung von Erkrankten und deren Angehörigen nachhaltig zu verbessern, liegt nun die überarbeitete Leitlinie "Demenzen" vor. Diese bündelt alle derzeit vorliegenden klinischen Studien sowie aktuelle Forschungsergebnisse. Auf dieser Grundlage werden neue evidenzbasierte Empfehlungen für Prävention, Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen abgeleitet.

Die Leitlinie soll den an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen eindeutige und in der Praxis anwendbare Empfehlungen liefern sowie gleichzeitig auf die fehlende Wirksamkeit bestimmter Anwendungen hinweisen.  

  

Wie lässt sich der Erkrankung vorbeugen?

Der bisherige Kenntnisstand lässt es den Autorinnen und Autoren der Leitlinie zufolge derzeit noch nicht zu, Präventionsempfehlungen abzuleiten. Dennoch gibt es Hinweise auf vermeidbare Risikofaktoren; dazu zählen Erkrankungen wie Hypertonie, Diabetes mellitus oder Adipositas und der Risikofaktor Rauchen.

Protektive Effekte werden auch bestimmten Ernährungsgewohnheiten zugesprochen, so zum Beispiel einer mediterranen Diät; doch auch hier ist es aufgrund der aktuellen Datenlage nicht möglich, Ernährungsempfehlungen abzuleiten.

Weiterhin sprechen sich die Autorinnen und Autoren für regelmäßige körperliche Aktivität sowie ein aktives geistiges und soziales Leben aus.

Eine Hormontherapie sowie die Verwendung von Ginkgo Biloba werden hingegen nicht zur Prävention von Demenz empfohlen. 

 

S3-Leitlinie "Demenzen"

Die überarbeitete Leitlinie wurde herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sowie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). 23 Fachgesellschaften, Berufsverbände und Organisationen haben diese Empfehlungen erarbeitet. Für die Leitlinie, die die höchste Qualitätsstufe (S3) hat, wurden 418 Studien ausgewertet.

Zur überarbeiteten Leitlinie gelangen Sie hier.

 

 Quellen

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) (Hrsg.). S3-Leitlinie "Demenzen", Langversion - Januar 2016

Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. vom 17. Februar 2016. Link...  

 

 


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Seite erstellt am: 24.02.2016 12:05:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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