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Prävention stärken, Versorgung fördern und Surveillance ausbauen


Donnerstag, 7. April 2016

Weltgesundheitstag zum Thema Diabetes „Diabetes mellitus: Prävention stärken, Versorgung fördern und Surveillance ausbauen“


WGT-LogoDer diesjährige Weltgesundheitstag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widmet sich ganz dem Thema Zuckerkrankheit und steht unter dem Motto „Diabetes mellitus: Prävention stärken, Versorgung fördern und Surveillance ausbauen“. Viele Organisationen informieren an diesem Tag über die chronische Erkrankung.

Die zentrale vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) geförderte und von der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung organisierte Fachveranstaltung in Deutschland fand im Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf statt. Dort diskutierten nationale und internationale Expertinnen und Experten aus Forschung, Versorgung, Politik und Gesundheitsverbänden den Status quo in der Diabetes-Forschung, -Versorgung und -Prävention sowie der bevölkerungsmedizinischen Überwachung ("Surveillance")

Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Lutz Stroppe: "Allein in Deutschland leiden 6,7 Millionen Menschen an Diabetes. Um diese Volkskrankheit wirksam zu bekämpfen, müssen wir gemeinsam gesundheitsbewusstes Verhalten stärken - dazu gehört Lust auf Bewegung und eine gesunde Ernährung. Mit dem im letzten Jahr in Kraft getretenen Präventionsgesetz stärken wir die Gesundheitsförderung in allen Lebensbereichen, um lebensstilbedingte Krankheiten zu vermeiden, bevor sie entstehen. Zudem treiben wir mit dem Aufbau eines Diabetes-Überwachungssystems beim Robert Koch-Institut und gezielten Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über Diabetes und seine Folge- und Begleiterkrankungen die Bekämpfung von Diabetes voran."

"Die Zunahme von Diabetes stellt eine große gesellschaftliche Herausforderung dar", sagt Helga Kühn-Mengel, Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. "Wirksame Präventionsmaßnahmen sind vor diesem Hintergrund enorm wichtig ­- denn: ein hoher Anteil an Diabetesfällen wäre vermeidbar."
Insbesondere körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung können dazu beitragen, das Risiko für die Entwicklung eines Typ 2-Diabetes zu reduzieren. "Die Entstehung von Diabetes ist noch nicht ausreichend erforscht", sagt Professor Dr. Michael Roden, Vorstand des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ). Als Gründe für den Anstieg der bekannten Diabetesfälle benannte der Experte den demografischen Wandel sowie die Zunahme übergewichtiger Menschen. Darüber hinaus spiele auch die verbesserte Diagnostik eine entscheidende Rolle.

Prävention und Bekämpfung von Diabetes hat für das Bundesgesundheitsministerium eine hohe Priorität. Durch das Präventionsgesetz wird die Gesundheitsförderung überall dort, wo sich Menschen aufhalten - sei es in Kindergärten, Schulen, Kommunen, Betrieben oder Pflegeheimen - gestärkt. Auch der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung zur Verbesserung des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens in Deutschland "IN FORM" setzt vorbeugend an. Ziel ist die Förderung eines gesunden Lebensstils mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung in allen Lebensbereichen. Seit Beginn dieses Jahres stellt das BMG zudem drei Millionen Euro jährlich für entsprechende Maßnahmen zur Verfügung, zum Beispiel für den Aufbau des nationalen Diabetes-Überwachungssystems (Diabetes-Surveillance), welches entscheidende Erkenntnisse für weitere Maßnahmen der Diabetesbekämpfung liefern soll, sowie eine geplante Kommunikationsstrategie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Allein in Europa leiden nach Schätzungen der WHO rund 60 Millionen Menschen an Diabetes mellitus. In Deutschland sind etwa 6,7 Millionen Menschen von einem bekannten oder einem unerkannten, das heißt bisher ärztlich noch nicht diagnostizierten, Diabetes mellitus betroffen. Diabetes mellitus stellt aufgrund seiner Häufigkeit und teils schwerer Folgeerkrankungen die Gesundheitssysteme der Industrie- und Schwellenländer vor große Herausforderungen.

Mit dem Weltgesundheitstag erinnert die WHO alljährlich an ihre Gründung am 7. April 1948 und greift aus diesem Anlass gesundheitspolitische Schlüsselthemen auf.

 

Weitere Informationen finden Sie 

 

Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 07.04.2016 08:55:00, ursprünglich angelegt am: 06.04.2016 08:55:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig