| Direkt zum Inhalt springen |

Logo und Funktionslinks:

Slogan der BVPG: Gemeinsam Gesundheit foerdern

Volltextsuche:


Horizontale Navigation:


Brotkruemelnavigation:


Vertikale Navigation:


Inhalte:

Negativfolgen ständiger Erreichbarkeit


Mittwoch, 17. August 2016

iga.Studie: Ständige Erreichbarkeit führt zu Defiziten bei Schlaf und Erholung


Notebook und MobiltelefonVon rund einem Viertel der Berufstätigen wird erwartet, dass sie auch außerhalb ihrer Arbeitszeiten erreichbar sind. Doch diese erweiterte Erreichbarkeit kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken – selbst wenn sie von den Beschäftigten freiwillig gewählt oder als positiv empfunden wird. Das zeigt eine Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga).

Demnach leiden Berufstätige, die auch in ihrer Freizeit für den Job auf Abruf bereitstehen, häufiger unter schlechterem Schlaf. Der Anteil der Beschäftigten, die wegen der permanenten Erreichbarkeit nicht zur Ruhe kommen, sich schlecht erholen oder gedanklich nicht von der Arbeit lösen können, ist signifikant größer als bei Berufstätigen mit klar abgegrenzter Freizeit.

Ein Grund für die Negativfolgen ständiger Erreichbarkeit ist, dass Erholungsphasen durch Phasen der Arbeit unterbrochen oder verkürzt werden. Zudem fällt es den Betroffenen schwerer, sich in der Freizeit ausreichend von ihrem Job zu distanzieren und abzuschalten.

Die Vermischung von Arbeit und Privatleben belastet auch die Partnerinnen und Partner: 68 Prozent gaben an, durch die Erreichbarkeit ihres/r Lebensgefährten/in beeinträchtigt zu sein. Betroffen davon sind unter anderem familiäre Verpflichtungen, die gemeinsame Urlaubsgestaltung, aber auch die eigenen Schlaf- und Erholungszeiten. Bei den Ergebnissen spielt es keine Rolle, ob die Befragten die Erreichbarkeit ihres Partners außerhalb der regulären Arbeitszeiten begrüßen oder ablehnen.

Was die Trennung von Arbeit und Freizeit betrifft, äußerten viele Befragte das Bedürfnis nach klareren Grenzen: Ein Großteil der befragten Erreichbaren (60 Prozent) wünscht sich gesetzliche oder betriebliche Regelungen für die Erreichbarkeit. Bei ihren PartnerInnen liegt die Quote bei 83 Prozent. Fast 70 Prozent der Lebensgefährten/innen gaben an, Erreichbarkeit nach der Arbeit sollte komplett entfallen.

Für die Studie wurden 125 Berufstätige unter Verwendung sowohl objektiver als auch subjektiver Messmethoden untersucht sowie deren Lebensgefährten/innen befragt. Die Untersuchung schließt an die 2013 veröffentlichte iga.Studie „Auswirkungen von ständiger Erreichbarkeit und Präventionsmöglichkeiten” an.

Die Ergebnisse der zweiten Studie sind im iga.Report 23 Teil 2 erschienen. Der Report enthält zudem Vorschläge zur Gestaltung der Erreichbarkeit und präventiver Maßnahmen sowie eine Checkliste, anhand derer Unternehmen überprüfen können, wie gut sie im Umgang mit ständiger Erreichbarkeit aufgestellt sind.

Zur Studie gelangen Sie hier... 

 

Quelle:

Gemeinsame Pressemitteilung des Verbands der Ersatzkassen e. V. (vdek), der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, des AOK-Bundesverbands und des BKK Dachverbands e.V. vom 25. Juli 2016: iga.Studie: Ständige Erreichbarkeit führt zu Defiziten bei Schlaf und Erholung. Beschäftigte wünschen sich Regelungen für Erreichbarkeit. Link...

 

 


Dieser Beitrag gefällt 7 Person(en)


Seite zuletzt geändert am: 17.08.2016 09:01:00, ursprünglich angelegt am: 09.08.2016 09:01:00
Autor/-in der Seite: Pesler, S./iga 2016






Termine und Ankuendigungen: