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Startseite : Prävention allgemein : Beiträge - 2013 : Alkohol in der Schwangerschaft


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Dienstag, 20. August 2013

Prävention von Alkoholschäden bei Neugeborenen


Mädchen horcht am SchwangerenbauchKonsumieren werdende Mütter Alkohol in der Schwangerschaft, kann dies mit gravierenden gesundheitlichen Folgen für das Neugeborene einhergehen. Präventionsmaßnahmen wie regelmäßige Informations- und Beratungsgespräche können Alkoholschäden vorbeugen, wie ein aktueller HTA-Bericht zeigt.

Etwa 10.000 Kinder werden jährlich durch den Alkoholkonsum ihrer Mütter während der Schwangerschaft geschädigt. Die häufigste durch Alkoholkonsum verursachte Behinderung stellt das fetale Alkoholsyndrom (FAS) dar. Dieses zeichnet sich durch Minderwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit und Entwicklungsstörungen wie Sprach-, Hör- und Koordinationsstörungen aus. Zwar lassen sich einzelne Symptome dieser Erkrankung therapieren, doch bleiben auftretende psychische Defizite häufig bis ins Erwachsenenalter bestehen. Allein durch den Verzicht auf Alkohol können Schwangere ein FAS ihres Babys verhindern.

Vor diesem Hintergrund haben Wissenschaftlerinnen im Auftrag des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) entsprechende Präventionsmaßnahmen analysiert und bewertet. Grundlage ihrer Ergebnisse bilden acht amerikanische Primär- und zwei Sekundärstudien zur Effektivität von Präventionsmaßnahmen bei Schwangeren und Frauen im gebärfähigen Alter mit riskantem Alkoholkonsum. Die Auswertung der in den Studien erhobenen Daten ergab, dass Kurzinterventionen wie mehrmalige kurze Beratungsgespräche, in denen Informationen und praktische Hinweise zu Verhaltensänderungen vermittelt werden, zu einer Reduktion des Alkoholkonsums beitragen können. Die Autorinnen weisen jedoch darauf hin, dass die Übertragbarkeit der amerikanischen Studienergebnisse auf Deutschland begrenzt sei und zudem methodische Mängel die Aussagekraft der Studienergebnisse limitieren.


Erst wenige Daten zur Prävention

In Deutschland liegen - trotz der hohen Relevanz des Themas - erst wenige Daten zu suchtmittelbezogenen Präventionsprojekten während Schwangerschaft und Stillzeit vor. Modellprojekte, wie sie bereits vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert werden, können dazu beitragen, diese Datenlücke zu schließen. Die Autorinnen betonen, dass eine erfolgreiche Prävention besonders gefährdete Frauen einbeziehen müsse. Dies seien Frauen, die schon vor einer aktuellen oder während einer vorangegangenen Schwangerschaft zu viel Alkohol getrunken haben. Zudem empfehlen die Autorinnen Gynäkologen und Gynäkologinnen durch Weiterbildungen stärker für das Thema zu sensibilisieren.


Quelle:


Barbara Fröschl, Charlotte Wirl, Sophie Brunner-Ziegler (2013): Prävention des fetalen Alkoholsyndroms.

Zum HTA-Bericht gelangen Sie hier.




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Seite erstellt am: 20.08.2013 11:34:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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