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Startseite : Gesund am Arbeitsplatz : Beiträge - 2013 : Gesundheitsrisikofaktor Mobilität


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Gesundheitlichen Auswirkungen, geeignete Präventionsmaßnahmen


Montag, 16. Dezember 2013

Gesundheitsrisikofaktor arbeitsbedingte Mobilität


Autos im StauDienstreisen, Wochenendpendeln, Auslandsentsendungen – für viele Beschäftigte gehört arbeitsbedingte räumliche Mobilität zum Berufsalltag. Mit den gesundheitlichen Auswirkungen sowie geeigneten Präventionsmaßnahmen beschäftigt sich der aktuelle iga-Report 25.

Der Ausbau der Infrastruktur, die technische Beschleunigung im Transportwesen sowie die Entwicklung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien haben dazu beigetragen, dass Mobilitätsanforderungen in der Arbeitswelt zunehmen.

Wie der iga-Report 25 herausstellt, spielt im Berufsalltag aller Sozial- und Bildungsschichten Mobilität inzwischen eine bedeutende Rolle. Das Ausmaß der Mobilität lässt sich jedoch nach Alter, Geschlecht und Bildungsstand differenzieren: Demnach zählen jüngere Erwerbstätige, die am Anfang ihrer Berufslaufbahn stehen, Personen mit Hochschulabschluss sowie Männer und kinderlose Frauen zur mobilsten Gruppe. Grund dafür ist in erster Linie die höhere Umzugsmobilität jüngerer Beschäftigter.

Dass Mobilität einen bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit von Beschäftigten nehmen kann, zeigt der iga-Report anhand zahlreicher Studienergebnisse auf. Häufig entstehen durch die Reise selbst Belastungen, die beispielsweise durch einen empfundenen Kontrollverlust im Stau oder bei Verspätungen öffentlicher Verkehrsmittel verursacht werden. Studienergebnissen zufolge konnten bei Fernpendlern Erschöpfung und chronische Müdigkeit, Muskelverspannungen, Kopf- und Augenschmerzen sowie Verdauungsbeschwerden und größere Infektanfälligkeit nachgewiesen werden. Darüber hinaus stellt arbeitsbedingte Mobilität per se aufgrund einer erhöhten Unfallwahrscheinlichkeit einen gesundheitlichen Risikofaktor dar.

Ob arbeitsbedingte Mobilität mit gesundheitsgefährdenden Auswirkungen einhergeht, ist auch von persönlichen Werten und Einstellungen abhängig. So belegt eine Studie, dass Freiwilligkeit und Selbstbestimmtheit entscheidend sind: Wird Mobilität als positive Chance aufgefasst, kann diese Einstellung negative Auswirkungen überlagern.

 

Mobilität gestalten: Herausforderung für Prävention und Gesundheitsförderung

Um den Berufsalltag gesundheitsförderlich gestalten zu können, ist die Zusammenarbeit von Unternehmen und mobilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefragt. Mobile Beschäftigte sind auf eine rücksichtsvolle Unternehmenskultur angewiesen. Sie benötigen größere Spielräume bei der Gestaltung von Arbeits- und Urlaubszeiten. Gleitzeit, an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden orientierte Kernarbeitszeiten sowie die Möglichkeit zur Arbeit im Home-Office können hier für Entlastung sorgen.

Soziale Ressourcen wie Familie, Partnerschaften und Freundschaften spielen für die Work-Life-Balance mobiler Beschäftigter eine wichtige Rolle, sie gelten als gesundheitliche Schutzfaktoren, können aber auch durch zunehmende Mobilität gefährdet werden. Auch dies gilt es bei der Gestaltung eines gesundheitsfördernden Arbeitsumfeldes zu berücksichtigen.

 

Zum iga-Report 25 "Arbeitsbedingte räumliche Mobilität und Gesundheit" gelangen Sie hier.

 

 



Seite erstellt am: 16.12.2013 13:57:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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