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Neuregelungen sollen Kinder und Jugendliche schützen


Donnerstag, 6. März 2014

Neue Tabakproduktrichtlinie im EU-Parlament verabschiedet


Ausgedrückte ZigaretteNach jahrelangen Beratungen und Verhandlungen hat das EU-Parlament am 26.02.2014 eine neue Tabakproduktrichtlinie verabschiedet. Die Neuregelungen sollen vor allem Kinder und Jugendliche vor dem Konsum von Tabakerzeugnissen schützen.

Die neue Tabakproduktrichtlinie greift folgende Inhalte auf:

 

  • Kombinierte Bild- und Text-Warnhinweise sollen 65% der Fläche bedecken und oben auf der Packung positioniert sein; zudem sind textliche Warnhinweise auf 50% der Seitenflächen vorgesehen.
  • Zukünftig sind schlanke „Lippenstift-Packungen" verboten, die vor allem auf junge Frauen abzielen.
  • Verboten werden außerdem charakteristische Aromastoffe in Zigaretten und Feinschnitttabak, die das Produkt attraktiver machen bzw. das Rauchen erleichtern sollen. Für Menthol gilt allerdings eine Übergangsfrist bis 2020.
  • E-Zigaretten werden künftig im Rahmen der Tabakproduktrichtlinie reguliert. Die Mitgliedsstaaten können diese entweder als Tabakerzeugnisse einstufen (sofern der Nikotingehalt 20 mg/ml nicht übersteigt) oder als Arzneimittel (wenn der Nikotingehalt über 20 mg/ml liegt und sie als Entwöhnungshilfen beworben werden). Eine Reihe von Vorschriften sollen EU-weit Qualitäts- und Sicherheitsstandards sicherstellen. Auch E-Zigaretten müssen künftig mit Warnhinweisen versehen werden und unterliegen den gleichen Werbebeschränkungen wie Tabakprodukte.
  • Um Tabakschmuggel wirksam zu bekämpfen, beinhaltet die neue Richtlinie ein EU-weites Rückverfolgungssystem durch sichtbare und unsichtbare Sicherheitsmerkmale auf Zigarettenpackungen.
  • Die neue Tabakproduktrichtlinie räumt den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit ein, weitergehende Regulierungen einzuführen, wie beispielsweise standardisierte Packungen oder Einheitspackungen (plain packaging).

Am 14. März soll die neue Tabakproduktrichtlinie durch den Ministerrat verabschiedet werden und voraussichtlich im Mai 2014 in Kraft treten. Die Mitgliedsstaaten haben danach zwei Jahre lang Zeit, diese in nationales Recht umzusetzen.


Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:





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Seite erstellt am: 06.03.2014 14:10:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig
Quelle: ABNR






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