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Zugang zu essenziellen Gesundheitsdienstleistungen


Mittwoch, 7. Februar 2018

Weltgesundheitstag 2018: WHO ruft zur flächendeckenden Gesundheitsversorgung auf


WGT-LogoMit dem diesjährigen Weltgesundheitstag zum Thema „Universal Health Coverage“ macht die Weltgesundheitsorganisation auf die Bedeutung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung aufmerksam. Ihr Appell: Jeder Mensch sollte Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen können – unabhängig von Ort und Zeit und ohne dabei in eine finanzielle Notlage zu geraten.

Wie aus einem gemeinsamen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank hervorgeht, hat über die Hälfte der Weltbevölkerung keinen umfassenden Zugang zu essenziellen Gesundheitsdienstleistungen. Zudem werden jedes Jahr zahlreiche Haushalte durch notwendige gesundheitsbezogene Ausgaben in Armut gedrängt. (Link zum Report...)

Dies sei unnötig, so Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO. Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung könne dafür sorgen, dass jeder Mensch Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen kann - unabhängig von Ort und Zeit und ohne dabei in eine finanzielle Notlage zu geraten.

Vor diesem Hintergrund stellt die WHO den Weltgesundheitstag 2018 unter das Motto "Universal Health Coverage" und macht damit auf die Notwendigkeit einer Gesundheitsversorgung für alle aufmerksam. Diese bedeute jedoch nicht, alle erdenklichen gesundheitsbezogenen Interventionen kostenfrei zur Verfügung zu stellen, sondern vielmehr, Maßnahmen gegen wichtige Erkrankungen vorzuhalten und dabei eine ausreichende Qualität sicherzustellen. In den Blick genommen werden sollten neben der individuellen vor allem die bevölkerungsbezogene Gesundheit - bspw. im Rahmen umfassender Public Health-Maßnahmen. 

 

Umfassende Gesundheitsversorgung in Deutschland

Wer hierzulande krank wird, hat es in der Regel nicht schwer, medizinische Hilfe zu finden. Zahlreiche Behandlungsangebote sind vorhanden; die entstehenden Kosten werden meist von der Krankenversicherung übernommen. Auch eine Forsa-Umfrage, die der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) unter 1.000 gesetzlich Versicherten in Auftrag gegeben hat, bestätigt dies: 85 Prozent der Menschen sind sehr zufrieden (30 Prozent) bzw. zufrieden (55 Prozent) mit der medizinischen Versorgung in Deutschland.

Dennoch besteht auch hierzulande Verbesserungspotenzial - beispielsweise im Hinblick auf die Versorgung von Geflüchteten. So verdeutlicht ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Razum und Kollegen aus dem Jahr 2016, dass häufig eher der Zufall über den Zugang zur Gesundheitsversorgung von Geflüchteten bestimmt. 

 

Der Weltgesundheitstag

Mit dem Weltgesundheitstag erinnert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz für den Weltgesundheitstag fest. Ziel dabei ist es, dieses aus der Sicht der WHO vorrangige Gesundheitsproblem ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken. Weitere Informationen zum Weltgesundheitstag 2018 finden Sie auf der Website der Weltgesundheitsorganisation (Link...).   

 

Quellen

Razum O et al. (2016): Wenn Zufall über den Zugang zur Gesundheitsversorgung bestimmt: Geflüchtete in Deutschland. In:Gesundheitswesen 2016; 78(11): 711-714. Link...

Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek): vdek stellt Forsa-Umfrage zu Einstellungen der Bevölkerung zur GKV-Finanzierung und medizinischen Versorgung vor. Link...

WHO/Worldbank (2017): Tracking Universal Health Coverage: 2017 Global Monitoring Report. Link... 

 

 

 

 


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Seite erstellt am: 07.02.2018 14:12:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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