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'Die Midlife-Boomer': Alterung ist kein Schicksal


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Best Ager im Bewusstseinswandel


Gruppe Männer gutgelaunt„Nicht unsere körperlichen Veränderungen sind es, die uns im Alter begrenzen, sondern vor allem unsere Einstellungen und Erwartungen“, schreibt Margaret Heckel in ihrem kürzlich erschienenen Buch „Die Midlife-Boomer“. Für sie ist die Alterung kein Schicksal, „sondern eine faszinierende Möglichkeit“.

Wirklich? Empirisch fundierte Antworten darauf kann man u.a. in der Ende November 2012 veröffentlichten "Generali Altersstudie" finden. Ziel der Studie war es, eine fundierte Basis zu liefern, um die gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Diskussion zum Thema Altersbild und Alterspotential anzustoßen und zu beleben - vor dem Hintergrund der drängenden Herausforderungen des bevorstehenden demographischen Wandels unserer Gesellschaft.

Die Generali-Deutschland Gruppe ist mit 13,5 Millionen Kunden der zweitgrößte Erstversicherungskonzern auf dem deutschen Markt. Dieser Konzern hat einen Zukunftsfonds gegründet, der über 30 Projekte des Schwerpunktbereiches "Förderung des Engagements von und für die Generation 55plus" betreut. Im Rahmen dieses Zukunftsfonds wurde auch die sog. Generali Altenstudie durchgeführt. Auftragnehmer war das Institut für Demoskopie in Allensbach. Für diese repräsentative Studie wurden mehr als 4000 ausgewählte Personen der Altersgruppe der 65-85Jährigen persönlich mündlich befragt.


Erfreuliche Momentaufnahme

Die Studie dokumentiert eine erfreuliche Momentaufnahme. Die 65-85Jährigen fühlen sich im Durchschnitt 10 Jahre jünger als es ihrem wirklichen Lebensalter entspricht. Sie fühlen sich auch viel gesünder als die Altengenerationen vor ihnen. Die subjektive Gesundheitsbilanz hat sich ganz wesentlich verbessert. Während Mitte der 80iger Jahre 30% der 65-74jährigen ihren Gesundheitszustand als sehr gut und gut einstuften, liegt dieser Wert heute bei fast 50%.

Die materielle Lebenssituation wird von den Befragten als gut empfunden und ist damit erheblich besser als die Situation der Älteren vor 20 oder 30 Jahren. 63% der Befragten bewerten ihre finanzielle Situation als gut bis sehr gut, durchschnittlich verfügen die 65-85jährigen über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 2.200 Euro. Die überwiegende Mehrheit der Senioren verfügt über enge familiale Bindungen und hat ein gutes Verhältnis zu den eigenen Kindern. 38% geben an, ihre Kinder regelmäßig finanziell zu mit durchschnittlich 157 Euro im Monat zu unterstützen. Rechnet man diesen Betrag auf alle 65-85jährigen in Deutschland hoch, so ergibt sich daraus eine monetäre Transferleistung von 9,7 Mrd. Euro pro Jahr.


Autonomie als zentrales Motiv

Autonomie in der Lebensführung ist dabei ein zentrales Motiv der Älteren, Eigenständigkeit und Vermeidung von Pflegebedürftigkeit stehen ganz oben in der Wertehierarchie, 76% wollen möglichst lange in eigenen Haus bzw. in der eigenen Wohnung bleiben. Fast jeder zweite der 75-79jährigen ist noch aktiver Autofahrer (1985 war es dagegen nur jeder zehnte).

45% der 65-85Jährigen sind ehrenamtlich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen tätig. Tätigkeitsbereiche sind überwiegend Kirche, Geselligkeit, Sport, Kultur und Musik. Im Durchschnitt investieren sie rund vier Stunden pro Woche in ehrenamtliche Aktivitäten. 80% der 65-85Jährigen halten die Schaffung von gemeinsamen politischen Interessenvertretungen der Senioren auf Bundesebene für erforderlich und von der Bundesregierung wird erwartet, dass sie alles tut, um die finanzielle Situation von ärmeren Rentnern zu verbessern. 72% sehen es als primäre Aufgabe der Bundesregierung an, für eine ausreichende Zahl von gut ausgebildeten Pflegekräften zu sorgen.


Quelle

Margaret Heckel (2012): Die Midlife-Boomer. Warum es nie spannender war, älter zu werden. Hamburg: edition Körber-Stiftung. ISBN 978-3- 89684-091-2

Die Generali Altersstudie finden Sie hier.




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Seite zuletzt geändert am: 20.12.2012 09:10:00, ursprünglich angelegt am: 18.12.2012 12:10:00
Autor/-in der Seite: Dr. Beate Grossmann






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