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OECD veröffentlicht zweiten Bericht zur Gesundheit in Europa


Dienstag, 15. Januar 2013

Europa wird immer gesünder – doch wie lange noch?


Hände ineinanderDer neueste Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zeichnet eine positive Entwicklung der Gesundheit in Europa. Doch die Studienautoren raten zur Wachsamkeit. In Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise haben viele Staaten ihre Gesundheitsausgaben gesenkt. Das könnte sich in den kommenden Jahren auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirken.

Zum zweiten Mal veröffentlicht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihren Bericht zur Gesundheit in Europa. „Health at a Glance" fasst die Daten zur Gesundheit und den Gesundheitssystemen von 35 europäischen Ländern zusammen.

In der aktuellen Ausgabe werden die Entwicklungstendenzen und Unterschiede zwischen den europäischen Staaten in fünf großen Themenbereichen behandelt:

  1. Gesundheitszustand der Bevölkerung,
  2. gesundheitliche Risikofaktoren,
  3. Ressourcen und Leistungen des Gesundheitssystems,
  4. Qualität der Gesundheitsversorgung bei chronischen und akuten Krankheiten und
  5. Gesundheitsausgaben und Finanzierungsquellen.

Seit 1980 ist die Lebenserwartung bei Geburt in der Europäischen Union um mehr als sechs Jahre auf durchschnittlich 79 Jahre gestiegen. Dies ist unter anderem der geringeren Säuglingssterblichkeit, den verbesserten Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie einer optimierten Gesundheitsversorgung zu verdanken.

Doch auch das gesundheitsrelevante Verhalten hat sich in vielen Staaten gewandelt. Durch Einschränkungen bei Werbung und Verkauf, durch gestiegene Steuern sowie öffentlichkeitswirksame Kampagnen konnten die Raucherquoten und der Alkoholkonsum teils drastisch reduziert werden.

Die Studienautoren stellen in ihrem Bericht jedoch auch fest, dass die Fortschritte im Gesundheitswesen mit erheblichen Kosten verbunden waren. „Bis zum Jahr 2009 stiegen in den europäischen Ländern die Ausgaben im Gesundheitsbereich schneller als in den übrigen Wirtschaftsbereichen an und beanspruchten einen wachsenden Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP)."

Mit dem Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise waren viele Staaten zu Einsparungen gezwungen. Während die Gesundheitsausgaben pro Kopf zwischen 2000 und 2009 in der EU um 4,6% pro Jahr wuchsen, sanken sie im Jahr 2010 um 0,6%. Die Auswirkungen der Kürzungen auf die Gesundheitsversorgung sollten aufmerksam beobachtet werden, so die Autoren.


Die Publikation „Health at a Glance: Europe 2012" ist nur in englischer Sprache erhältlich und kann über die Homepage der OECD bezogen werden. Die Printpublikation kostet 30,00€. Der Download ist hier kostenfrei möglich.

Eine deutschsprachige Zusammenfassung finden Sie hier. Nach Auskunft des OECD Berlin Centre wird es keine deutschsprachige Fassung der Publikation geben.






Seite zuletzt geändert am: 15.01.2013 09:16:00, ursprünglich angelegt am: 14.01.2013 09:16:00
Autor/-in der Seite: Felix Lüken






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