| Direkt zum Inhalt springen |

Logo und Funktionslinks:

Slogan der BVPG: Gemeinsam Gesundheit foerdern

Volltextsuche:

 

Horizontale Navigation:


Brotkruemelnavigation:


Vertikale Navigation:


Inhalte:

Handlungsempfehlungen der Heinrich-Böll-Stiftung


Mittwoch, 27. Februar 2013

Empfehlungen für ein effizienteres und humaneres Gesundheitswesen


Grafik GesundheitWie muss das Gesundheitssystem gestaltet werden, damit sich die Akteure aus eigenem Antrieb am Nutzen für die Versicherten und an Gesundheitszielen ausrichten? Das war eine der Ausgangsfragen, die die Heinrich-Böll-Stiftung Anfang 2012 an eine 13-köpfige Expertenkommission gestellt hat. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Zu den Handlungsempfehlungen der Kommission zählen u.a.:

Reform des Gesundheitsfonds: Der Zusammenhang zwischen niedrigem Sozialstatus und unterdurchschnittlichem Gesundheitszustand ist evident. Bei den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds sollten daher nicht nur Alter, Geschlecht und Morbidität der Versicherten ausschlaggebend sein und noch genauer abgebildet werden, sondern auch die soziale Struktur der Versichertengemeinschaft einer Kasse.

Qualitätstransparenz von Versorgern und Krankenkassen: Versicherte sollen einen gesetzlichen Informationsanspruch erhalten, welches Krankenhaus, welcher Arzt und welche Krankenkasse ihnen die qualitativ beste Versorgung mit den besten Gesundheitsergebnissen bietet.

Regionale Gesundheitsnetze schaffen – Integrierte Versorgung stärken: In regionalen Gesundheitsnetzen sollen Anbieter von Gesundheitsleistungen eng zusammenarbeiten und gemeinsam die Versorgung der ansässigen Bevölkerung verbessern.

Die Vergütungssysteme sollen weiterentwickelt werden. Für gute Qualität soll es mehr Geld geben als für schlechte. Außerdem sollen die Vergütungsregeln für den ambulanten Bereich und die Krankenhäusern so angeglichen werden, dass die Zusammenarbeit zwischen ihnen nicht weiter behindert wird.

Versichertenvertretung stärken und Selbstverwaltung der Kassen reformieren: Die Kommission fordert, den Versicherten und Patienten mehr Mitsprachemöglichkeiten zu geben. So sollen Patientenverbände und Selbsthilfezusammenschlüsse mit eigenen Listen zu den Sozialwahlen antreten können.

Abschied vom Kapitänsprinzip. Gesundheitsversorgung braucht Teamplayer: Die Kommission sieht die starke Arztzentrierung des deutschen Gesundheitswesens als Auslaufmodell. Gesundheitsversorgung müsse künftig stärker im Team erfolgen, die unterschiedlichen Gesundheitsberufe müssten auf Augenhöhe miteinander kooperieren. Dazu seien Veränderungen u.a. in den Ausbildungsgängen und dem Berufsrecht erforderlich.


Den Bericht können Sie hier herunterladen.




Dieser Beitrag gefällt 5 Person(en)


Seite erstellt am: 27.02.2013 08:49:00
Autor/-in der Seite: Dr. Beate Grossmann
Quelle: www.boell.de






Termine und Ankuendigungen: