Nach wie vor wird in Deutschland zu viel getrunken

DHS-Jahrbuch Sucht: Zu hoher Alkoholkonsum in Deutschland

Ende März 2018 hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) das Jahrbuch Sucht 2018 vorgestellt, das die neuesten Statistiken zum Konsum von Alkohol, Tabak, Arzneimitteln, illegalen Drogen sowie zu Glücksspiel und Essstörungen zusammenfasst.

Besonders der Alkoholkonsum in Höhe von 10,7 l Reinalkohol pro Kopf der Bundesbürgerinnen und -bürger ab 15 Jahren wird problematisiert. In diesem Zusammenhang werden auch die Konsequenzen für die am eigentlichen Alkoholkonsum Unbeteiligten wie Kinder oder Partnerinnen und Partner thematisiert. Die DHS fordert einen wirksamen Schutz für diese "Passivtrinker". Alkoholkonsum sei stets in Zusammenhang mit Tabakrauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht zu sehen. Diese vier gesundheitsriskanten Verhaltensweisen können einander gegenseitig verstärken.

Um die Gesundheit, die Lebensqualität und die Lebenserwartung aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu erhöhen, sieht die DHS unter anderem die Notwendigkeit, Initiativen zur öffentlichen Gesundheit in Deutschland zu fördern, die wirksam zur Verringerung des Alkoholkonsums beitragen. Gefordert werden darüber hinaus eine Verbesserung des Jugendschutzes und die Förderung von Gesundheitskompetenz, um jedem einzelnen Menschen unabhängige gesundheitsförderliche Entscheidungen zu ermöglichen.

Weitere Informationen enthalten die von der DHS anlässlich der Jahrbuch-Vorstellung veröffentlichten Pressemeldungen.

Volle Biergläser © volff - Fotolia.com
© volff - Fotolia.com

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Autor

Dr. Beate Grossmann

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