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Stress mit negativen Folgen für die psychische Gesundheit


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Deutschland im Dauerstress?!


Gestresster Mann am ArbeitsplatzMehr als 80 Prozent der Deutschen klagen über Stress, jede/r Dritte leidet unter Dauerstress – so zwei wesentliche Ergebnisse einer von der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegebenen Studie. Doch was bedeuten diese für die Gesundheit? Erste Erkenntnisse dazu liefert die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1).

Dass vor allem dauerhafter Stress mit negativen Folgen für die psychische Gesundheit einhergehen kann, zeigen die Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Diese belegen einen hohen Zusammenhang zwischen Belastungen durch chronischen Stress und psychische Beeinträchtigungen. So weisen Menschen, die einer starken Belastung durch chronischen Stress ausgesetzt sind, häufiger depressive Symptome, das Burnout-Syndrom und Schlafstörungen auf.

Frauen geben mit 13,9 Prozent häufiger eine starke Stressbelastung an als Männer mit 8,2 Prozent. Keine Unterschiede konnten in Bezug auf unterschiedliche Altersgruppen festgestellt werden. Anders verhält es sich jedoch bei Auswertungen nach sozioökonomischem Status: Die Prävalenz starker Stressbelastung nimmt mit steigendem sozioökonomischen Status ab; sie fällt von 17,3 Prozent bei niedrigem auf 7,6 Prozent bei hohem sozioökonomischen Status.


Unterstützung als "Stresspuffer"

Chronischer Stress wird besonders häufig als starke Belastung empfunden, wenn eine geringe soziale Unterstützung vorliegt. 26,2 Prozent der Männer und Frauen mit wenig sozialer Unterstützung fühlen sich häufiger starken Belastungen durch chronischen Stress ausgesetzt; liegt jedoch eine starke soziale Unterstützung vor, reduziert sich die Häufigkeit starker Stressbelastung signifikant auf ein niedriges Niveau von sieben Prozent.

Die Bedeutung sozialer Unterstützung im Erwerbsleben unterstreichen die Daten des Stressreports 2012, die auf der sechsten Welle der BiBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung beruhen. Demnach ist die Anzahl gesundheitlicher Beschwerden bei Beschäftigten geringer, je häufiger diese Unterstützung von Vorgesetzten erfahren.

Wie die Auswertungen der Erwerbstätigenbefragung zeigen, können jedoch etwa 40 Prozent der abhängig Beschäftigten nicht regelmäßig auf Hilfe und Unterstützung einer Führungskraft zurückgreifen.

Die Unterstützung durch Vorgesetzte zu fördern und entsprechende Rahmenbedingungen für unterstützende Maßnahmen in Betrieben zu schaffen, ist damit eine bedeutende Herausforderung präventiver und gesundheitsförderlicher Aktivitäten. Dabei gilt es jedoch zunächst, ein entsprechendes Bewusstsein von Vorgesetzten für die gesundheitliche Bedeutung sozialer Unterstützung zu schaffen.


Quellen
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2013): Stressreport Deutschland 2012. Die wichtigsten Ergebnisse. Link...
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2013): Factsheet 09 auf der Grundlage der BiBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012. Link...
  • Hapke U. et al. (2013): Chronischer Stress bei Erwachsenen in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). In: Bundesgesundheitsblatt 56, 749-754. Link...
  • TK (2009): Stress - Aktuelle Bevölkerungsbefragung, Ausmaß, Ursachen und Auswirkungen von Stress in Deutschland. Link...

Weitere Informationen

Weitere Artikel zu den Themen "Stress" und Möglichkeiten, ihm zu begegnen, finden Sie auf der Website der BVPG.

  • Kein Stress mit dem Stress - Handlungshilfen für Unternehmen. Link...
  • Beförderung als Psychofalle? Link...
  • BAuA-Bericht zu Multitasking. Ernüchternde Ergebnisse. Link...
  • Unterstützung durch Vorgesetzte - eine wichtige Ressource. Link...
  • Psychische Belastungen: Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz. Link...



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Seite erstellt am: 22.10.2014 12:13:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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