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Paare weisen häufig ähnliches Gesundheitsverhalten auf


Montag, 9. März 2015

Dem Partner ein Vorbild


Paar beim FahrradfahrenPaare weisen vielfach ein ähnliches Gesundheitsverhalten auf. Entscheidet sich in einer Partnerschaft jedoch eine/r für eine Lebensstiländerung, zieht der/die andere häufig nach – so das Ergebnis einer britischen Studie bei über 50-Jährigen.

Die Entscheidung für eine gesundheitsbezogene Lebensstiländerung ist auch vom Gesundheitsverhalten des Partners/der Partnerin abhängig - so legen es Untersuchungsergebnisse von Sarah Jackson und Team vom University College London nahe. Die WissenschaftlerInnen analysierten anhand von Daten der English Longitudinal Study gesundheitsbezogene Lebensstiländerungen von 3.722 verheirateten, zusammenlebenden Paaren im Alter von über 50 Jahren.

Untersucht wurde der Einfluss auf das Gesundheitsverhalten des Partners/der Partnerin in den Bereichen Raucherentwöhnung, körperliche Aktivität und Übergewicht.


Gegenseitiger Einfluss

Insbesondere in Bezug auf das Rauchverhalten konnten die WissenschaftlerInnen positive Effekte nachweisen: So zogen 48 Prozent der rauchenden Männer mit, wenn ihre Partnerin mit dem Rauchen aufhörte. Rauchte die Partnerin jedoch weiter, gelang der Rauchstopp nur knapp acht Prozent der Männer. Ähnliche Befunde konnten auch bei umgekehrter Partnerkonstellation festgestellt werden: 50 Prozent der Frauen wurden zu Nichtraucherinnen, wenn der Partner sich zum Rauchverzicht entschied; rauchten die Männer jedoch weiter, schafften dies nur acht Prozent.

Eine gegenseitige Einflussnahme konnte ebenfalls im Bereich der körperlichen Aktivität nachgewiesen werden: Etwa zwei Drittel der verheirateten Männer und Frauen wurden körperlich aktiv, wenn der Partner/die Partnerin mit dem Training begann. Blieben diese jedoch inaktiv, ergriff nur etwa ein Viertel der Verheirateten die Initiative.

Während PartnerInnen von ewigen NichtraucherInnen oder aktiven SportlerInnen sich oft auch mit der Zeit dem gesünderen Lebensstil annäherten, blieb dieser Effekt beim Faktor Übergewicht weitgehend aus. Den Auswertungen zufolge übte ein konstant normalgewichtiger Partner nur geringen Einfluss auf die Diätbereitschaft der Partnerin aus; ein Übergewichtiger jedoch, der plötzlich die Initiative zur Gewichtabnahme ergriff, zog seine Lebensgefährtin häufiger mit. Dieser Effekt konnte sowohl bei Frauen als auch bei Männern festgestellt werden.


Partnerschaftliche Vorbildfunktion nutzen

Gesundheitsförderliche Änderungen des Lebensstils nehmen Frauen und Männer eher vor, wenn auch der Partner/die Partnerin mitzieht - so das Fazit der Autorinnen und Autoren. Somit könne es sich lohnen, diesen gegenseitigen Einfluss in Partnerschaften auch im Rahmen gesundheitsbezogener Interventionen zu nutzen und Paaren Lebensstiländerungen gemeinsam näherzubringen.


Quelle

Jackson SE, Steptoe A,Wardle J (2015): The Influence of Partner’s Behavior on Health Behavior ChangeThe English Longitudinal Study of Ageing. In: JAMA Intern Med. 2015;175(3):385-392. Link...




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Seite erstellt am: 09.03.2015 10:59:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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