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Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland


Mittwoch, 11. März 2015

„Gesund aufwachsen – welche Bedeutung kommt dem sozialen Status zu?“


Kleines Mädchen sieht aus dem FensterWelche Bedeutung kommt dem sozialen Status für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu? Dieser Frage geht die Ausgabe 1/2015 der Reihe GBE kompakt des Robert Koch-Instituts nach. Dazu werden u.a. Indikatoren zur körperlichen und psychischen Gesundheit, zum Gesundheitsverhalten und zur gesundheitsbezogenen Versorgung betrachtet.

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt und verfügt über ein gut ausgebautes Sozialversicherungssystem. Dennoch wachsen auch in der Bundesrepublik nicht alle Kinder und Jugendlichen unter den gleichen Lebensbedingungen auf. Fast ein Fünftel der Heranwachsenden ist von Armut bedroht.

Wie die Autorinnen und Autoren anhand von Daten der ersten Folgebefragung der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KiGGS Welle 1) zeigen, spiegelt sich soziale Ungleichheit u.a. im Gesundheitszustand, dem Gesundheitsverhalten und der Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen wider:

  • So haben Kinder und Jugendliche aus der niedrigen Statusgruppe ein erhöhtes Risiko für einen beeinträchtigten allgemeinen Gesundheitszustand: Je niedriger der Sozialstatus der Familie, desto häufiger wird der Gesundheitszustand als nur mittelmäßig, schlecht oder sehr schlecht beurteilt.
  • Darüber hinaus zeigen die Auswertungen der KiGGS-Studie, dass verhaltensbezogene Risiken wie Bewegungsmangel, Übergewicht und Rauchen in der niedrigen Statusgruppe stärker verbreitet sind.
  • Ein niedriger Sozialstatus geht weiterhin mit einer geringeren Inanspruchnahme von zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen einher. 9,9 Prozent der 3- bis 17-Jährigen aus der niedrigen Statusgruppe geben an, seltener als einmal jährlich zur Kontrolle zum Zahnarzt/zur Zahnärztin zu gehen. In der mittleren und hohen Statusgruppe beträgt dieser Anteil hingegen lediglich 3,5 bzw. 3,2 Prozent.

Basierend auf diesen und weiteren Ergebnissen betonen die Autorinnen und Autoren im Rahmen ihrer Schlussbetrachtung die Bedeutung einer möglichst früh ansetzenden Prävention und Gesundheitsförderung. Diese solle auch die sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen erreichen und deren Gesundheitschancen erhöhen.


Quelle

Lampert T, Kuntz B, KiGGS Study Group (2015) Gesund aufwachsen – Welche Bedeutung kommt dem sozialen Status zu? Hrsg. Robert Koch-Institut, Berlin. GBE kompakt 6(1). Link...




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Seite erstellt am: 11.03.2015 12:55:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig
Quelle: RKI






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