| Direkt zum Inhalt springen |

Logo und Funktionslinks:

Slogan der BVPG: Gemeinsam Gesundheit foerdern

Volltextsuche:

 

Horizontale Navigation:


Brotkruemelnavigation:


Vertikale Navigation:


Inhalte:

DAK-Gesundheitsreports 2015 „Update: Doping am Arbeitsplatz“


Freitag, 17. April 2015

DAK-Report 2015: Doping am Arbeitsplatz nimmt zu


TablettenKnapp drei Millionen Deutsche nutzten schon einmal verschreibungspflichtige Medikamente, um am Arbeitsplatz leistungsfähiger zu sein oder um Stress abzubauen; etwa eine Million Berufstätige dopt sich regelmäßig – so zwei zentrale Ergebnisse des aktuellen DAK-Gesundheitsreports 2015 „Update: Doping am Arbeitsplatz“.

Die überwiegende Mehrheit der Erwerbstätigen steht der Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente zur Leistungssteigerung oder zur Verbesserung des Wohlbefindens - dem so genannten pharmakologischen Neuroenhancement - grundsätzlich ablehnend gegenüber. Dennoch hat die Verbreitung von "Doping" am Arbeitsplatz in den letzten Jahren zugenommen: Waren es im Jahr 2008 noch 4,7 Prozent der Erwerbstätigen, die angaben, schon mal Substanzen zum Doping missbraucht zu haben (vgl. DAK Gesundheitsreport 2009; Link...), sind es dem aktuellen DAK-Report zufolge bereits 6,7 Prozent der Berufstätigen - das sind knapp drei Millionen Menschen.

Darüber hinaus wird eine hoheDunkelziffer angenommen - Schätzungen zufolge beläuft sich diese auf bis zu zwölf Prozent. Hochgerechnet auf die gesamte Bevölkerung entspricht dies etwa fünf Millionen Erwerbstätigen, die schon einmal leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Medikamente eingenommen haben. Hinzu kommt, dass etwa jede/r zehnte Erwerbstätige Neuroenhancement gegenüber prinzipiell aufgeschlossen ist.


Doping nur unter Top-Managern?!

Zu den Risikogruppen für Medikamentenmissbrauch zählen dem Bericht zufolge - entgegen weitläufiger Klischees - vor allem Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten oder unsicheren Jobs. So belegen die Auswertungen, dass 8,5 Prozent der Beschäftigten mit einer einfachen Tätigkeit bereits Medikamente zur Leistungssteigerung oder Stimmungsverbesserung eingenommen haben. Bei Gelernten oder Qualifizierten sind dies nur 6,7 Prozent; unter den hochqualifizierten Beschäftigten nahmen 5,1 Prozent entsprechende Substanzen ein.


Männer wollen Leistung, Frauen Stabilität

Leistungsdruck, Stress und Überlastung zählen zu den häufigsten Auslösern für den Griff zur Pille. Vor allem konkrete Anlässe wie wichtige Präsentationen oder anstehende Verhandlungen tragen zum Medikamentenmissbrauch bei. Männer versuchen so vor allem, berufliche Ziele noch besser zu erreichen und nach der Arbeit noch Energie für Freizeit und Privates aufzubringen. Frauen hingegen nehmen eher entsprechende Medikamente, um sich die Arbeit zu erleichtern oder emotional stabil zu bleiben.


Quellen
  • DAK-Report 2015. Link...
  • Pressemitteilung der DAK Gesundheit vom 17.03.2015 "DAK-Studie: Doping im Job nimmt deutlich zu". Link...



Dieser Beitrag gefällt 224 Person(en)


Seite erstellt am: 17.04.2015 11:37:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






Termine und Ankuendigungen: