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Startseite : Prävention allgemein : Beiträge - 2015 : Nachlese Präventionskongress 2015


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7. gemeinsamer Präventionskongress des BMG und der BVPG in Berlin


Donnerstag, 25. Juni 2015

Prävention und Pflege – Nachlese zum 7. gemeinsamen Präventionskongress


Tagungsmappe wird überreichtDass „Prävention“ und „Pflege“ in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht wirklich zueinander gefunden haben, darauf wies Helga Kühn-Mengel MdB, Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG), gleich zu Beginn des 7. Präventionskongresses von Bundesgesundheitsministerium und BVPG hin.

Dabei, so ihr Monitum, "wissen wir doch längst, dass beides aufeinander bezogen ist. Denn erstens gehen Altern und Alter nicht zwangsläufig mit dem Eintritt von Pflegebedürftigkeit einher - Prävention und Gesundheitsförderung können Pflegebedürftigkeit vermeiden oder hinauszögern - und zweitens gehört die Prävention schon heute zur Pflege dazu. Als Stichwort nenne ich hier nur die Sturzprävention und die Dekubitus-Prophylaxe".


Der 7. gemeinsame Präventionskongress stand denn auch ganz im Zeichen des Zusammendenkens von Prävention und Pflege. Namhafte Referentinnen und Referenten trugen dazu bei, das Thema in seiner Vielfalt und Bedeutsamkeit zu erschließen.

So wies der Gerontologe Professor Andreas Kruse vor allem auf die hohe Bedeutung gesellschaftlicher Altersbilder hin. Diese gelte es kritisch zu reflektieren und die Ressourcen des Alters wahrzunehmen. Denn wissenschaftlich sei belegt, dass Lebensstiländerungen und körperliche sowie kognitiv-emotionale Mobilisierung selbst im hohen Alter und bis in den Sterbeprozess hinein positive Auswirkungen zeigten. Deshalb sollten Prävention und Rehabilitation regelhafter in die Pflege integriert werden, so der Heidelberger Alterswissenschaftler.

Der Arbeitsmediziner und Epidemiologe Professor Albert Nienhaus, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wandte sich der "Hilfe für Helfende" zu und zeigte auf, wie die Gesundheit von Pflegenden gefördert werden kann. Zu den von ihm vorgestellten Ansätzen gehörten z.B. die Verankerung der Gesundheitsförderung bereits in der Ausbildung sowie die Förderung einer wertschätzenden Führungskultur.

Dr. Monika Köster von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) plädierte in ihrem Vortrag "Selbstständigkeit im Alter erhalten" für eine Berücksichtigung der grundlegenden Prinzipien und Strategien der Gesundheitsförderung, damit Menschen ihr Leben so lange wie möglich selbstbestimmt und sozial integriert führen können. Im Anschluss daran verdeutlichte sie, wie das neue bundesweite BZgA-Präventions-Programm "Älter werden in Balance" (Link zum Internetportal) diese Strategien umsetzt.


Die Diskussionen in den Workshops am Nachmittag zu "Bewegung", "Autonomie", "Ernährung", "Demenz", "Sucht", "Gewalt und Missbrauch" sowie zur "Betrieblichen Gesundheitsförderung" nahmen sowohl Themen als auch Zielgruppen und Settings in den Blick. In den Präsentationen der Diskussionsergebnisse wurde deutlich, dass es bereits gute Maßnahmen, Projekte und Programme für Prävention und Gesundheitsförderung für die und in der Pflege gibt, die weiter ausgebaut und gestärkt werden können und sollten. Genau hier will ja auch - das machte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in seiner Begrüßungsrede deutlich - das Präventionsgesetz ansetzen, indem es lebensweltbezogene Gesundheitsförderung stärkt und erfolgversprechenden Maßnahmen und Projekten die Chance gibt, in die vorhandene Infrastruktur integriert und auf Dauer gestellt zu werden.


Seit 2008 führen das Bundesministerium für Gesundheit und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. jährlich gemeinsam Präventionskongresse durch. Die Kongresse sollen dazu beitragen, den fachlichen "State of the Art" im Bereich "Prävention und Gesundheitsförderung" abzubilden, den bereits erreichten Umsetzungsstand zu klären und insbesondere auch zivilgesellschaftlichen Akteuren eine Plattform für den Austausch zu bieten.

In diesem Jahr nutzten weit mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung sowie Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich, den Kongress als Diskussions- und Fortbildungsforum.



Weitere Informationen finden Sie hier.
Dort stehen Ihnen in Kürze auch die Abstracts und Präsentationen der Referentinnen und Referenten zur Verfügung. Für die zweite Jahreshälfte 2015 ist außerdem die Veröffentlichung einer Kongressdokumentation vorgesehen. Diese kann dann bei der BVPG kostenfrei bestellt werden (kongress@bvpraevention.de) und wird ebenfalls auf der Internetseite zu finden sein.





Seite erstellt am: 25.06.2015 09:09:00
Autor/-in der Seite: Dr. Beate Grossmann






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