| Direkt zum Inhalt springen |

Logo und Funktionslinks:

Slogan der BVPG: Gemeinsam Gesundheit foerdern

Volltextsuche:

 

Horizontale Navigation:


Brotkruemelnavigation:


Vertikale Navigation:


Inhalte:

Gestaltung des Pausenhofs und körperliche Aktivität


Donnerstag, 6. August 2015

Mehr Bewegung auf dem Pausenhof


GrundschülerInnen im FlurGibt es einen Zusammenhang zwischen der Größe und Gestaltung des Pausenhofs und der körperlichen Aktivität von Grundschulkindern? Dieser Frage gingen Dr. Susanne Kobel und ihr Team im Rahmen einer aktuellen Untersuchung nach und zeigten dabei geschlechterspezifische Unterschiede auf.

Umgebungsfaktoren wie die Größe und Gestaltung des Pausenhofs stehen in deutlichem Zusammenhang mit körperlicher Aktivität von Erst- und Zweitklässlern – so legen es Auswertungen der Baden-Württemberg Studie nahe.

WissenschaftlerInnen der Hochschule Ravensburg-Weingarten sowie des Universitätsklinikums Ulm fanden heraus, dass weniger als ein Drittel der 1.787 einbezogenen Kinder die Aktivitätsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfüllten. Diese sehen 60 Minuten moderat körperliche Aktivität an vier oder mehr Tagen die Woche vor.

Dieses Aktivitätsniveau wurde von mehr Jungen erreicht, wenn eine Pausenhoffläche von mehr als 6,35 qm pro Kind zur Verfügung stand. Bei Mädchen hingegen regte viel zur Verfügung stehender Platz nicht zu mehr körperlicher Aktivität an. Dies lässt sich dem AutorInnenteam zufolge durch geschlechterspezifische Pausenpräferenzen erklären: Während Jungen eher Mannschaftssportarten bevorzugen, die mehr Platz benötigen, favorisieren Mädchen eher Pausenaktivitäten, die mit leichter körperlicher Aktivität verbunden sind.

Damit einhergehend fanden die WissenschaftlerInnen heraus, dass eine ansprechende Gestaltung des Pausenhofs positiv auf das Aktivitätsverhalten bei Mädchen wirkt. Hierzu zählen u.a. strukturierte Spielangebote, die Bereitstellung von Spielgeräten oder aufgemalte Großspiele sowie bunte Spielzonenmarkierungen.

Eine wichtige Rolle für das Aktivitätsniveau beider Geschlechter schrieben die WissenschaftlerInnen auch dem Aufenthaltsort während der Pause zu. So rege die Möglichkeit, verschiedene Aufenthaltsorte wie den Schulhof, Gänge und Turnhallen als Bewegungsräume nutzen zu können, die Motivation zur Bewegung mehr an, als ausschließlich der Pausenhof.

Mit ihren Ergebnissen unterstreichen Dr. Susanne Kobel et al. die Bedeutung struktureller Veränderungen zur Aktivitätsförderung und weisen darauf hin, dass diese kostengünstig und unabhängig von der verfügbaren Fläche umgesetzt werden können.


Quelle

Möhrle B, Steinacker JM, Szagun B, Kobel S (2015): Bewegungsförderung an Grundschulen – Pausenhof und körperliche Aktivität von Kindern. Deutsche Zeitschrift Sportmedizin 2015: 66, 141-146. Link...



Dieser Beitrag gefällt 216 Person(en)


Seite erstellt am: 06.08.2015 11:56:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






Termine und Ankuendigungen: