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Flexible Arbeitszeitregelungen gewinnen an Bedeutung


Dienstag, 13. Oktober 2015

Wie viel arbeitet Deutschland?


Blick auf die Armbanduhr„Wie viel arbeitet Deutschland?“ – dieser Frage geht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit der aktuellen Ausgabe der „baua: Aktuell“ nach. Beleuchtet werden Chancen und Risiken zunehmender Flexibilisierung, Fragen rund um eine angemessene Arbeitszeitgestaltung sowie (gesundheitliche) Risiken langer Arbeitszeiten.

Flexible Arbeitszeitregelungen gewinnen in deutschen Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere in der Kommunikations- und Informationsbranche sind flexible Arbeitszeiten an der Tagesordnung, überwiegend starre Arbeitszeiten dominieren hingegen bei Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe.

Einhergehend mit dieser Entwicklung hat in den letzten zwanzig Jahren auch der Anteil der Wochenendarbeitenden zugenommen: Betrug dieser im Jahr 1994 noch 21 Prozent, so waren im Jahr 2014 bereits 26 Prozent der Beschäftigten auch am Wochenende tätig. Ergebnissen der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung zufolge arbeitet rund die Hälfte der Befragten mindestens ein Mal im Monat an einem Tag am Wochenende.

 

Welche Chancen und Risiken gehen mit der Flexibilisierung einher?

Die Gestaltung der eigenen Arbeitszeit ist für Beschäftigte mit Chancen und Risiken verbunden. Auf der einen Seite trägt eine flexible Arbeitszeitgestaltung für viele Beschäftigte zu einer besseren Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben bei;  ebenso können flexible Arbeitszeitregelungen die Motivation und Betriebsbindung der Mitarbeitenden erhöhen.

Auf der anderen Seite sind es unkalkulierbare Arbeitszeiten, Planungsunsicherheiten und geringe Einflussmöglichkeiten, die eine gesunde Work-Life-Balance erschweren. Begünstigt wird dadurch das Risiko von Schlafstörungen, psycho-vegetativen Beschwerden sowie Nervosität und Unruhe.

 

Wie viel arbeitet Deutschland?

Angaben des Statistischen Bundesamts zufolge hat die durchschnittliche Wochenarbeitszeit seit den 90er Jahren abgenommen: Betrug diese im Jahr 1991 noch 38,4 Stunden, arbeiteten Erwerbstätige im Jahr 2014 im Schnitt 35,5 Stunden. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf den steigenden Anteil der Teilzeitbeschäftigten; dieser verdoppelte sich bis zum Jahr 2014 auf 28 Prozent. Während Teilzeitbeschäftigte durchschnittlich 18,8 Stunden arbeiteten, betrug die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten 41,5 Stunden. Insbesondere Führungskräfte in Vollzeit sowie Selbstständige arbeiteten im Jahr 2014 gewöhnlich mehr als 48 Stunden pro Woche.

 

Die Pause als Zeit für Regeneration

Der Einhaltung von Erholungszeiten kommt vor diesem Hintergrund eine wichtige Bedeutung zu, denn pausenloses Durcharbeiten kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Insbesondere weibliche Führungskräfte in Vollzeit sowie Beschäftigte in Gesundheitsberufen vernachlässigen die gesetzlich vorgeschriebenen Pausenzeiten besonders häufig. Um chronischer Übermüdung und Erschöpfung vorzubeugen, sollten Beschäftigte und Führungskräfte verstärkt für die (gesundheitliche) Bedeutung von Pausen sensibilisiert werden.

 

Quelle

baua: Aktuell 3/2015: Wie viel arbeitet Deutschland? Link zur PDF-Datei

 


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Seite erstellt am: 13.10.2015 15:35:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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