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Regelmäßige Beratung positiv für das Gesundheitsverhalten


Mittwoch, 27. Januar 2016

Gut beraten, länger leben?!


Patientin und Ärztin im GesprächEine regelmäßige gesundheitliche Beratung kann sich positiv auf das Gesundheitsverhalten älterer Menschen auswirken und sogar ihre Lebenszeit verlängern – so legen es zumindest die Forschungsergebnisse von Andreas Stuck und seinem Team von der Universität Bern nahe.

Im Rahmen ihrer Studie berücksichtigten die Forscherinnen und Forscher insgesamt 2.284 ältere Menschen, die noch selbstständig zu Hause lebten. Diese wurden einer Interventions- und einer Kontrollgruppe zugeteilt. Während die Kontrollgruppe weiterhin die übliche hausärztliche Betreuung erhielt, bekamen Personen der Interventionsgruppe zusätzlich eine regelmäßige Beratung durch eine speziell ausgebildete Fachkraft.

Grundlage dieser Beratung stellte das sogenannte „Health Risk Assessment" dar. Bei diesem handelt es sich um einen Fragebogen zur Erstellung eines individuellen Gesundheits- und Risikoprofils. 

 

 

Mit Beratung die Gesundheit fördern?

Zwei Jahre nach Studienbeginn konnten die Forscherinnen und Forscher statistisch signifikante Unterschiede im Hinblick auf das Gesundheits- und Vorsorgeverhalten zwischen Interventions- und Kontrollgruppe aufzeigen: So gaben 70 Prozent der Teilnehmenden aus der Interventionsgruppe an, körperlich aktiv zu sein, in der Kontrollgruppe waren dies nur 62 Prozent. Gegen Grippe hatten sich 66 Prozent der Personen der Interventionsgruppe impfen lassen – im Vergleich zu 59 Prozent aus der Kontrollgruppe.

Ebenfalls konnten die WissenschaftlerInnen Auswirkungen auf die Lebenserwartung der Teilnehmenden feststellen. Nach acht Jahren zeigte sich, dass diese bei Personen der Interventionsgruppe höher war als diejenige der Vergleichsgruppe. Das Forscherteam berechnete, dass pro 21 Personen, welche die präventiven Beratungen erhielten, ein Todesfall vermieden werden konnte.

Die Beratung auf Grundlage des „Health Risk Assessments" kann Andreas Stuck und seinem Team zufolge somit eine effektive Maßnahme darstellen, um das Gesundheitsverhalten älterer Menschen nachhaltig zu beeinflussen. Insbesondere dem Instrument des „Health Risk Assessments" schrieben die WissenschaftlerInnen ein hohes Potenzial zu, da dieses standardisiert eingesetzt werden kann; zugleich ermöglicht es jedoch die Anpassung an unterschiedliche Sprachen, Kulturen oder Versorgungssysteme.  

 

 

Quellen

Stuck AE et al. (2015): Effect of Health Risk Assessment and Counselling on Health Behaviour and Survival in Older People: A Pragmatic Randomised Trial. Link...

Pressemitteilung der Universität Bern „Gesundheitsförderung und Prävention im Alter verlängern die Lebenszeit" vom 19.10.2015. Link...

 

 


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Seite erstellt am: 27.01.2016 11:08:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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