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Ergebnis der BIBB/BAuA-Jugenderwerbstätigenbefragung


Dienstag, 9. Februar 2016

Arbeiten ohne Pause – Verhältnispräventive Maßnahmen erforderlich


Ausbilder und Azubi an MaschineEtwa jede/r fünfte Erwerbstätige zwischen 18 und 24 Jahren arbeitet häufig ohne Pause – so ein Ergebnis der BIBB/BAuA-Jugenderwerbstätigenbefragung. Abhilfe können hier insbesondere verhältnispräventive Maßnahmen schaffen, denn etwa ein Drittel der jungen Erwerbstätigen führt den Verzicht auf Arbeitspausen auf die Organisation der Arbeit zurück.

Arbeiten ohne Pause - ein Verhalten, das den Ergebnissen der BiBB/BAuA-Jugenderwerbstätigenbefragung zufolge bereits viele junge Erwerbtätige umsetzen. Etwa ein Fünftel der Beschäftigten im Alter zwischen 18 und 24 Jahren arbeitet in Deutschland häufig ohne Pause. Als Grund für den Pausenausfall benennen 48 Prozent der Befragten die hohe Arbeitsmenge; dabei geben Frauen (54 Prozent) häufiger als Männer (43 Prozent) an, aufgrund der Arbeitsmenge auf eine Pause verzichten zu müssen. Etwa ein Drittel der Befragten ist der Meinung, dass Pausen nicht in den Arbeitsablauf passen; 17 Prozent möchten von sich aus keine Pause machen.

Insbesondere in der Dienstleistungsbranche verzichten mit 36 Prozent zahlreiche junge Beschäftigte auf eine Erholungsphase. Auch junge Beschäftigte, die in der Bau- und Verkehrsbranche tätig sind, nehmen zu 32 bzw. 28 Prozent häufig keine Pause in Anspruch. Mit einem Anteil von 15 Prozent ist der Ausfall von Arbeitspausen in Verwaltungs- und Büroberufen am geringsten. 

  

Die Pause als Zeit für Regeneration

Arbeitspausen und Ruhezeiten dienen der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten; auf deren Einhaltung zu achten, zählt zu den Fürsorgepflichten des Arbeitgebers. Vor dem Hintergrund der dargestellten Ergebnisse sollten somit insbesondere verhältnispräventive Maßnahmen zur Arbeitsorganisation und -gestaltung stärker berücksichtigt werden.

Um chronischer Übermüdung und Erschöpfung vorzubeugen, sollten Beschäftigte und Führungskräfte darüber hinaus verstärkt für die (gesundheitliche) Bedeutung von Pausen sensibilisiert werden.

 

Die BIBB/BAuA-Jugenderwerbstätigenbefragung

Bei der BIBB/BAuA-Jugenderwerbstätigenbefragung 2012 handelt es sich um eine repräsentative Erhebung unter über 3.200 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 24 Jahren mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 10 Stunden. Die Querschnittserhebung erfasst Arbeitsbedingungen, Arbeitsanforderungen, Ressourcen und daraus resultierende Belastungen sowie die gesundheitliche Situation von jugendlichen Beschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten in Deutschland. 

Zum Faktenblatt "Arbeiten ohne Pause - Verstöße gegen Pausen- und Ruhezeitregelungen von jungen Beschäftigten" gelangen Sie hier.

 

Quellen

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2016): Faktenblatt "Arbeiten ohne Pause - Verstöße gegen Pausen- und Ruhezeitregelungen von jungen Beschäftigten". Link...

Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 04/16 vom 2. Februar 2016 "Fakten: Junge Beschäftigte arbeiten oft pausenlos".    

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 09.02.2016 08:06:00, ursprünglich angelegt am: 02.02.2016 15:56:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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