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Mit gesundem Frühstück die Aussicht auf gute Noten erhöhen


Montag, 20. Juni 2016

Frühstück für die grauen Zellen


Familie beim FrühstückEin regelmäßiges und gesundes Frühstück hat – das belegen zahlreiche Studien – positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dass dieses auch die Aussicht auf gute Noten erhöht, haben nun britische Forscher um Hannah Littlecott herausgefunden.

Im Rahmen ihrer Studie untersuchten Hannah Littlecott, Universität Cardiff, und ihre Kollegen den Zusammenhang zwischen dem Frühstücksverhalten von Heranwachsenden und ihrer schulischen Leistungsfähigkeit.

Dafür werteten die WissenschaftlerInnen die Daten von mehr als 3.000 Schülerinnen und Schülern aus. Die Neun- bis Elfjährigen wurden aufgefordert, aufzulisten, was sie in den letzten 24 Stunden zu sich genommen hatten. Diese Erkenntnisse glichen die ForscherInnen mit den Ergebnissen einer später durchgeführten Lernstandserhebung der Kinder ab.

Wie Littlecott und Kollegen feststellten, war die Wahrscheinlichkeit, im Rahmen der Lernstandserhebung gute Noten zu erreichen, bei denjenigen Schülerinnen und Schülern, die ein Frühstück zu sich genommen hatten, doppelt so hoch wie bei jenen, die nicht frühstückten. Eine wichtige Rolle spielte in diesem Zusammenhang jedoch die Art des Frühstücks - nur ein vollwertiges und gesundes Frühstück wirkte sich positiv auf die Leistungsfähigkeit der Kinder aus. Bei Kindern hingegen, die morgens Süßigkeiten oder Chips aßen, blieb ein positiver Effekt aus.

 

Wie lässt sich das Frühstücksverhalten von Kindern und Jugendlichen gesundheitsförderlich beeinflussen?

Entsprechend den Ergebnissen von Littlecott et al. plädiert auch Christoph Klotter, Professor für Ernährungspsychologie an der Hochschule Fulda, dafür, Kindern und Jugendlichen ein regelmäßiges Frühstück durch die Betonung unmittelbarer Vorteile, wie die Steigerung der Konzentration und des Leistungsvermögens, schmackhaft zu machen. Darüber hinaus sei es Aufgabe der Familie, einen festen Rahmen zu schaffen und ein gemeinsames Frühstück als Ritual einzuplanen.

Auch die Schulen können dem Experten zufolge das Frühstücksverhalten von Kindern und Jugendlichen fördern. So stelle die Einführung eines Schulfrühstücks nach amerikanischem Beispiel eine diskutable Option dar; dort werden "school breakfast programs" bereits seit 1975 mit Erfolg umgesetzt. So konnte der Anteil von nicht-frühstückenden Schülerinnen und Schülern mehr als halbiert werden; darüber hinaus profitierten insbesondere sozial benachteiligte Kinder von einem kostenfreien Schulfrühstück und einer gesunden Lebensmittelauswahl. 

 

Quellen

Littlecott HJ et al. (2015): Association between breakfast consumption and educational outcomes in 9-11-year-old children. In: Public Health Nutrition

Klotter C, Fett F (2015): Frühstücksverhalten von Kindern und Jugendlichen: Wie lässt es sich gesundheitsförderlich beeinflussen? Ernährung im Fokus, aid 2015

 

 


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Seite erstellt am: 20.06.2016 15:47:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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