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Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin


Dienstag, 9. August 2016

Berufe mit hohem Präventionsbedarf


BerufsgruppenMetallarbeiter, Reinigungskräfte sowie Lager- und Transportarbeiter gehören zu den Berufen mit dem höchsten Präventionsbedarf – so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Erkrankungen des Herz-Kreislauf- sowie des Muskel-Skelett-Systems sind in diesen Berufsgruppen besonders verbreitet.

Grundlage der BAuA-Studie stellen Daten der gesetzlichen Krankenkassen zur Arbeitsunfähigkeit von Erwerbstätigen aus dem Jahr 2008 dar. Diese wurden in einer Sekundärdatenanalyse ausgewertet und den Daten einer Referenzgruppe (Bürofachkräfte) gegenübergestellt.  

Insgesamt zeigte sich, dass sich Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und des Muskel-Skelett-Systems in den Berufsgruppen der manuellen Produktion und des Dienstleistungsbereiches häufiger nachweisen lässt – dies gilt insbesondere für Beschäftigte mit geringem oder mittlerem Qualifikationsniveau.  

Diagnoseübergreifend konnten die AutorInnen zudem einige Einzelberufe identifizieren, die mit einem hohen Arbeitsunfähigkeitsrisiko einhergehen. Dazu gehören bei den Männern beispielsweise Metallarbeiter, Kunststoffverarbeiter oder Abfallbeseitiger; bei den Frauen beispielsweise Raum- und Hausratsreinigerinnen oder Helferinnen in der Pflege. 

Vor dem Hintergrund ihrer Ergebnisse schreiben die AutorInnen der Prävention von Erkrankungen des Herz-Kreislauf- sowie des Muskel-Skelett-Systemsin allen Altersgruppen eine wachsende Bedeutung zu. Denn in beiden Erkrankungsgruppen sei davon auszugehen, dass „bei den heute Jüngeren der bekannte Anstieg der Arbeitsunfähigkeit mit dem Alter aufgrund der höheren Prävalenz der Risikofaktoren (Adipositas, Diabetes mellitus) eher stärker zu sehen sein wird, wenn nicht durch Gesundheitsförderungs- und Präventionsmaßnahmen ein Großteil der Erkrankungen verhindert oder das Auftreten ins höhere Alter verschoben wird" (S. 135). Dabei sollten nicht nur Maßnahmen der Verhaltensprävention, sondern auch der Verhältnisprävention berücksichtigt werden.  

 

 

Quellen: 

Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 28/16 vom 25. Juli 2016 „Berufsspezifische Erkrankungsrisiken untersucht". Link...  

Liebers F, Brendler C, Latza U (2016): Berufsspezifisches Risiko für das Auftreten von Arbeitsunfähigkeit durch Muskel-Skelett-Erkrankungen und Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems – Bestimmung von Berufen mit hoher Relevanz für die Prävention;, 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016; ISBN 978-3-88261-165-6, 350 Seiten. Link... 

 

 


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Seite erstellt am: 09.08.2016 08:46:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig
Quelle: BAuA 2016






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