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Gesundheitsbewusstsein des „starken Geschlechtes“


Freitag, 11. November 2016

Männergesundheit – Ein Überblick


Mann entspannt auf WieseWeltweit steht der November unter dem Motto „Männergesundheit“. Männer sterben in Deutschland im Schnitt sechs Jahre früher als Frauen. Diese „Ungleichheit“ zu beseitigen, ist ein Ziel männerorientierter Präventionsmaßnahmen.

Ein Tag für die Gesundheit von Männern

Der November steht unter dem Motto "Männergesundheit". So jährte sich am 3. November zum 17. Mal der Weltmännertag. Ins Leben gerufen wurde dieser von Andrologen der Universität Wien und dem ehemaligen Staatspräsidenten der Sowjetunion Michail Gorbatschow und seiner Stiftung mit dem Ziel, das Gesundheitsbewusstsein des "starken Geschlechtes" zu fördern. Ein Jahr länger gibt es den internationalen Männertag, der jährlich am 19. November das Handlungsfeld "Männer- und Jungengesundheit" aufgreift (Link...).  

Anlässlich des Aktionstags gibt es weltweit zahlreiche Aktivitäten; so nutzt z.B. die australische Stiftung "Movember" den gesamten Monat zum Sammeln von Spenden rund um die Erforschung und Prävention von Prostatakrebs (Link...). In Deutschland veranstalten unter anderem Gemeinden und Kliniken wie das Gesundheitsamt Rottweil (Link...) und die Thüringen-Kliniken "Georgius Agricola" einen regionalen Männergesundheitstag (Link...). 

 

Männergesundheit in Deutschland

Die gesundheitliche Lage der Männer in Deutschland beleuchtete u.a. das Robert Koch-Institut. Die 200 Seiten starke Publikation stellt differenziert dar, welche Ursachen und Umstände zu einer schlechteren Männergesundheit führen und damit auch zu einer durchschnittlich früheren Sterblichkeit von sechs Jahren gegenüber Frauen. Dies resultiert überwiegend aus einer geringeren Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen und einem im Vergleich zu Frauen ungesünderen Lebensstil; ebenfalls von Bedeutung sind Bewegungsmangel und der Konsum legaler und illegaler Drogen. Nur ein geringer Teil der erhöhten Sterblichkeit ist hingegen auf rein biologische Unterschiede zurückzuführen.  

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse plädieren die AutorInnen dafür, Präventionsangebote geschlechtssensibler auszurichten und zielgruppengerechter aufzubereiten. Dies sei ein wichtiger Schritt für eine häufigere Inanspruchnahme von Vorsorgeangeboten. Alle Maßnahmen bedürfen zudem einer kontinuierlichen Evaluation hinsichtlich ihrer Wirksamkeit. 

Darüber hinaus stellen die AutorInnen fest, dass ein genereller Forschungsbedarf besteht, um die biologischen und soziokulturellen Gesundheitsparameter zu eruieren. Die gesellschaftlichen und damit gesundheitspolitischen Akteure sollten weiter für die spezifischen Aspekte des Themas "Männergesundheit" sensibilisiert werden, um so diesem wichtigen Thema die notwendige Aufmerksamkeit zu verleihen (RKI 2014).  

 

Quellen

Robert Koch-Institut (RKI), Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes:Gesundheitliche Lage der Männer in Deutschland, 2014. Link...

 

 


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Seite erstellt am: 11.11.2016 14:18:00
Autor/-in der Seite: Philipp Görgen






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