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Auswirkungen der Stimmung des Partners


Sonntag, 22. Januar 2017

Happy You, Healthy Me: Wie das Glück des Partners gesund hält


Älteres PärchenHohe Lebenszufriedenheit gilt seit jeher als Prädiktor für ein stärkeres Immunsystem, geringere Anfälligkeit für seelische Erkrankungen oder sogar ein längeres Leben. Laut einer neuen Paarstudie aus den USA wirkt sich auch das Glück des Partners oder der Partnerin stärker auf die eigene Gesundheit aus, als bisher angenommen.

Wer glücklich ist, der ist auch gesünder – für dieses Erfahrungswissen gibt es inzwischen empirische Evidenz. Auch über den Einfluss von Peer-Groups auf das eigene Wohlbefinden herrscht Einigkeit: Wenn man sich mit glücklichen Menschen umgibt, verbessert sich meistens auch die eigene Stimmung erheblich. Im Rahmen einer US-amerikanischen Studie wurden nun die Auswirkungen der Stimmung des Partners oder der Partnerin auf die Gesundheit untersucht. Über einen Zeitraum von sechs Jahren haben die Sozialpsychologen William Chopik und Ed O’Brien die Daten von knapp 2.000 Ehepaaren hinsichtlich ihrer körperlichen Verfassung im Zusammenhang mit dem seelischen Wohlbefinden des Partners/der Partnerin ausgewertet. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie sind nun unter dem Titel „Happy You, Healthy Me? Having a Happy Partner Is Independently Associated With Better Health in Oneself" in der wissenschaftlichen Zeitschrift Health Psychology erschienen. 

 

Dein Glück – meine Gesundheit? 

Glücklich sein wird im Rahmen der Studie als umfassende Lebenszufriedenheit definiert und anhand von Selbsteinschätzungen der ProbandInnen erhoben. Für die Erfassung der Gesundheit werden neben der subjektiven Bewertung der TeilnehmerInnen auch objektiv messbare Faktoren wie physische Einschränkungen, Schmerzempfinden oder chronische Erkrankungen erhoben.  

Die Ergebnisse der Wissenschaftler zeigen: unabhängig von der eigenen Zufriedenheit dient das seelische Wohlbefinden des Partners/der Partnerin als signifikanter Prädiktor für den eigenen Gesundheitszustand und die Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen. Eine Ausnahme bilden lediglich chronische Krankheiten, auf die eine fröhliche Lebenseinstellung des Partners keinen Einfluss hat. 

Als Erklärung für diese positive Korrelation führen die Autoren an, dass Ehepartner sich in gesunden Verhaltensweisen gegenseitig fördern und motivieren – beispielsweise, wenn es darum geht, sich sportlich zu betätigen oder mit dem Rauchen aufzuhören. Darüber hinaus stellen Partner eine stärkere soziale Stütze dar, wenn sie nicht durchgehend in eigene Probleme verstrickt sind. Insgesamt legt die Studie nahe, dass persönliche Zufriedenheit sowie das individuelle Glücksempfinden nicht losgelöst vom sozialen Kontext betrachtet werden können.   

 

Quelle:

Chopik, W. J./O’Brien, E.: Happy You, Healthy Me? Having a Happy Partner Is Independently Associated With Better Health in Oneself, in: Health Psychology, September 2016.

 

 


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Seite zuletzt geändert am: 22.01.2017 09:10:00, ursprünglich angelegt am: 13.01.2017 09:10:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig, Hannah Rüdiger






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