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Die Bandbreite der Kosten des Rauchens


Dienstag, 30. Mai 2017

Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2017 zum Motto „Rauchen kostet. Nichtrauchen kostet nichts!“


Alte Frau zählt GeldMit dem Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertages verdeutlichen das Aktionsbündnis Nichtrauchen und die Deutsche Krebshilfe die Bandbreite der Kosten des Rauchens: von individuellen Ausgabenbelastungen, über den Preis für die Allgemeinheit durch Gesundheitskosten und Produktionsausfälle, bis hin zu ökologischen Folgen.

Individuelle Kosten

Raucherinnen und Raucher bezahlen zunächst im Schnitt 150 Euro im Monat und 1.800 Euro im Jahr für ihre Sucht. Weitaus mehr bezahlen sie jedoch gesundheitlich. Es sterben jährlich über 120.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens, dies entspricht jedem siebten Todesfall. Mehr als 80 Prozent der Todesfälle durch Lungenkrebs sind durch das Rauchen verursacht. Tabakkonsum steht zudem im Zusammenhang mit vielen weiteren Krebserkrankungen sowie Gefäßleiden und Lungenkrankheiten. Durch das Rauchen verringert sich im Schnitt die Lebenserwartung um ganze zehn Jahre. 

Trotz verbessertem Nichtraucherschutz sind nach wie vor viele Menschen unfreiwillig dem Passivrauchen ausgesetzt – es erhöht beispielsweise das Risiko für Schlaganfälle um 20 bis 30 Prozent. Kinder können sich nicht zur Wehr setzen und leiden in besonderem Maße darunter. Im Mutterleib, in Fahrzeugen und Innenräumen müssen sie konsequent geschützt werden.

 

Kosten für die Allgemeinheit

Neben den vielfältigen individuellen Belastungen bezahlt auch die Allgemeinheit einen hohen Preis für das Rauchen. Der Schaden für die Volkswirtschaft beträgt in etwa 80 Milliarden Euro im Jahr – 25,4 Milliarden sind für das Gesundheitssystem und 53,7 Milliarden für Produktionsausfälle und Frühverrentung zu veranschlagen. Würde man diese Aufwendungen in den Preis hinein rechnen, müssten die Kosten einer Zigarettenpackung bei 11,30 Euro liegen. 

 

Ökologische Kosten

Nicht zuletzt verursachen Tabakanbau, -herstellung und Entsorgung von Tabakprodukten massive ökologische Probleme und entsprechende Folgekosten. Die Auswirkungen durch Rodung von Urwäldern, massiven Einsatz von Pestiziden, Überdüngung und Monokulturen treffen nicht nur die Anbauländer, sie belasten auch das Klima und wirken sich dadurch weltweit aus. Zudem sind die Arbeitsbedingungen in den Anbauländern hart, Kinderarbeit ist weit verbreitet und die Arbeiterinnen und Arbeiter sind unzureichend vor Pestiziden und Nikotin geschützt. 

Produktion und Entsorgung von Tabakprodukten verursachen außerdem enorme Mengen von Abfall. Bei der Herstellung von Tabakprodukten entstehen weltweit jedes Jahr schätzungsweise mehr als zwei Millionen Tonnen fester Müll, 300.000 Tonnen nikotinhaltiger Abfall und 200.000 Tonnen Chemieabfall. Zigaretten sind das am häufigsten weggeworfene Abfallprodukt. Zigarettenfilter sind überall in unserer Umwelt zu finden und enthalten giftige und krebserzeugende Substanzen.  

 

Die Forderungen des ABNR zum Weltnichtrauchertag 2017

Die gesundheitlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Kosten des Rauchens sind enorm. Sie wären durch Nichtrauchen zu 100 Prozent vermeidbar. Dennoch wird in Deutschland viel zu wenig getan, um den Tabakkonsum einzudämmen. Das ABNR fordert daher zum Weltnichtrauchertag 2017, dass Deutschland endlich wirksame regulatorische Maßnahmen ergreift, um die Bevölkerung vor den Gefahren des Rauchens zu schützen und das Nichtrauchen zu fördern. Hierzu gehören vor allem:

  • ein umfassender Nichtraucherschutz durch eine bundeseinheitliche Regelung,
  • ein Verbot der Tabakaußenwerbung,
  • ein Rauchverbot in Autos, wenn minderjährige Kinder mitfahren und
  • deutliche Steuererhöhungen für Tabakprodukte. 

Das Aktionsbündnis Nichtrauchen bietet Interessierten vielfältige Informationsunterlagen zum aktuellen Weltnichtrauchertag. Diese stehen auf der Homepage des Aktionsbündnisses zum kostenfreien Download bereit. Link...

 

Quelle:

Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (2017): Weltnichtrauchertag 2017. Link...  

 

 

 

 


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Seite erstellt am: 30.05.2017 09:30:00
Autor/-in der Seite: Ann-Cathrin Hellwig






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